Grausam heilend: das Kreuz

Frühmorgens, gleich nach der Morgenandacht, geht es im strahlenden Sonnenschein zu meiner Altvorderen. Sie ist in mittelguter Stimmung und die Kommunikation mit ihr ist auf ganz, ganz, ganz wenige Themen beschränkt. Was ich, wie immer, sehr bedaure und mich etwas unglücklich zurücklässt. Dann spiele ich wieder Chauffeur und meine diakonisch tätige Chefin besucht meine Schwester und eine Freundin im Emmausheim. Die Parkplatzsituation rund um diesen Komplex ist gruselig. Zu zweit ist das besser zu managen. Ich tue mich immer sehr schwer mit solchen Besuchen weil mir die Gesprächsthemen voll fehlen. Bei meiner Mum kann ich wenigstens noch familiäres einbringen. Vielleicht war meine damalige Berufswahl als Beamter doch nicht gar so schlecht. Bis heute habe ich jedenfalls keinen Beruf gefunden, der mir zum Hobby hätte werden können (natürlich bis auf meinen jetzigen: Pensionist). – Während meiner persönlichen Abendzeit mit Gott leide ich mit Corrie ten Boom mit: welch ein mörderisches Unrecht hat mein Volk auf sich geladen, wie himmelschreiend menschenverachtend waren die Konzentrationslager und wie mitleidlos die Wärter. Wie groß ist Jesus, wenn er es schafft, dass dennoch Vergebung, selbst zu einem grausamen Wärter möglich wird. Herzzerreißend! Gott tut Wunder! Und wieder wütet ein Tyrann und hinterlässt erschütternde Spuren in der Ukraine! Wir Menschen sind nicht lernfähig, Macht korrumpiert uns zutiefst – es ist eine Schande mit uns. Wie nötig war das Opfer am Kreuz! – Ich lese am Abend zum Runterkommen einen Krimi, handelnd in der Karibik (seufz!) und lasse es mir nicht nehmen vom Anfang auf das Ende zu springen und wissend um die Auflösung den Mittelteil zu genießen. Es wird mittelspät.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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