Klempnergedöns

Nun gut, es muss sein, es ist allerhöchste Zeit, ich will aber nicht, der äußere Druck wird zu groß, okay, ich montiere das Ablaufbecken im Heizungskeller. Die Demontage ist relativ einfach: den Geruchsverschluss abschrauben, die zwei Schrauben, die das Becken halten, entfernen und schon habe ich das durchgerostete Stück in der Hand. Das Neue ist fix festgeschraubt – war doch gar nicht so schwer. Eine alte Dichtung im Ableitungsrohr ist mürbe und zerbricht, eine intakte habe ich nicht (oder finde ich nicht). So bestelle ich den Ersatz bei dem großen internationalen Versandhändler und montiere vorübergehend den gebrochenen Dichtring. Ich muss ganz schön ruckeln und rackeln bis das untere Gedöns passt, doch schließlich ist alles fest aneinandergefügt. Gut so. Mr. Shorty erfährt am Nachmittag seine verdiente Reinigung – die Mähreste sind knochentrocken und Blütenstaub bedeckt ihn oben und unten. So ist es in der Blühzeit eben. Der Test der Bewässerungsanlage verläuft einwandfrei, allerdings erst nachdem ich meine Sehenden-Auges-Nicht-Zu-Sehen-Phase überwunden habe. Wie kann ich nur ein durchgestrichenes Symbol für ein aktives halten? Je oller, je blinder, meine Zeit! Ach ja, wir richten zwischendurch unserer Lounge wieder her, so richtig mit Insektennetz und Planenwindschutz. Einen Gutteil des Abends verbringe ich dort, begleitet vom leisen Zischen der Beregnung. Wunderbar. Noch ein wenig schmökern und sich dabei nach Portugal entführen lassen und schon ist es wieder richtig spät. Das Nachtlager ruft inzwischen kräftig nach mir. Ich komme ja schon!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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