Kusadasi

Ich lasse die Türkei, Türkei sein. Leider sind meine Sympathien für dieses eigentlich so schöne Stückchen Erde arg abgekühlt und so bleibe ich an Bord. Ausschlafen, in aller Ruhe frühstücken und die Aussicht in der Vista-Lounge genießen – wie schön. Die Mannschaft probt derweil den Ernstfall, soll sie doch. Der ansonsten so freundliche Kapitän zeigt sich bei den Ansagen an die Crew durchaus als strenger Chef und so soll es wohl auch sein. Nach dem gestrigen Stress tut es mir gut, die Zeit gemütlich verstreichen zu lassen, zu posten, zu lesen und einfach mal vor sich hin zu trödeln. Perfekt! Ich liebe diesen Wechsel von Aktivität zu Entspannung, wobei Letztere durchaus großzügiger ausfallen darf 😇. – In der Jupiterbar einen Rüdesheimer schlürfen, das Umfeld mustern und ein Buch studieren – Erholung pur. In der Vista Lounge beobachten wir unser Nachbarschiff beim Ablegen, eine Leine nach der anderen fliegt ins Wasser und wird wieder an Bord gezogen. Endlich rotieren die Schrauben und der Kahn nimmt Fahrt auf. Ade, liebe Nachbarin! – Das Dinner verspeisen wir im Galopp, um rechtzeitig zur Andacht im Bordkino zu sein. Es klappt vortrefflich und die Andacht spricht uns an. – Hinterher hören und sehen (!) wir in der Atlantik-Show-Lounge Hits aus den 50er bis 90er Jahren. Ich bestelle mir einen Cuba Libre mit siebenjährigem Rum (anstatt des üblichen dreijährigen) und staune über die deutliche Geschmacksverbesserung. Es ist sozusagen ein altersgerechtes Getränk, denn die Amadea ist eine schwimmende Seniorenresidenz auf allerhöchstem Niveau. Zu unserer Zeit war Cola mit Rum überaus angesagt. Heute hüpft die Uhr wieder eine Stunde zurück, denn wir steuern Rhodos an. Übermorgen rückt der Zeiger wieder vor, dann es geht wieder zur Türkei zurück. Clock-Hopping, könnte man sagen. Meinem Schlaf bekommt das gar nicht, er scheint zeitkrank zu reagieren. Seufz.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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