LKG Augsburg

In aller Frühe geht es ins Restaurant und mein Magen ist erfreulicherweise nur bedingt aufnahmebereit. Sehr schön. Per Straßenbahn – ich liebe Straßenbahnen – fahren wir in die Nähe der LKG Augsburg und absolvieren die restliche Strecke zu Fuß. Wir wissen inzwischen, dass Jens und Familie auf einer Gemeindefreizeit weilen und sind gespannt auf unseren Auftritt als Fremde. Okay man wird freundlich begrüßt aber nicht angesprochen. Dafür müssten wir uns zum Welcome-Desk begeben – Freiwilligkeit ist nun einmal selten eine schlechte Idee. Der Gottesdienst ist okay, das Lobpreisteam wirkt ein wenig demotiviert, denn die Mimik passen gar nicht zum Inhalt der Lieder. Die Gruppe erinnert mich an die „Begeisterung“ der Band auf der MS Artania 🤔☹️. Doch das kenne ich schon, offensichtlich ist es schwer sich einerseits auf die Musik zu konzentrieren und gleichzeitig die Gesichtszüge im Griff zu haben. – Interessant sind die Zeugnisse nach der Predigt, also Berichte über Erfahrungen mit Jesus. Wir merken Gott wirkt, zweifelsohne – gut zu wissen, besser allerdings es selbst zu erfahren wie wir vorgestern mit der ausgefallenen Straßenbahn. Ein klitztkleinwenig verblüfft unsereins wie man quasi unbemerkt (bis auf eine äußerst sympathische Frau im Rollstuhl) als Fremder in einen Gottesdienst hinein- und wieder herausschneien kann. So rollen wir unerkannt 😉😇 per Tram zurück zum Rathausplatz. Dort stillen wir unseren Flüssigkeitsbedarf mit einer Limonade, die erfrischt und nur ansatzweise süß schmeckt, kein Vergleich mit marktüblichen Süßgetränken. Solch ein Genuss ist rar, denn die meisten Bieralternativen sind entweder nahezu geschmacklos wie Wasser oder viel zu zuckerverliebt. Selbstverständlich folgt nun eine hitzebedingte Mittagspause im klimatisierten Zimmer, die sich zu einem Daueraufenthalt auswächst. Aufatmen ist angesagt, denn nachmittags verzichten wir auf den Kampf mit der Gluthitze. Kurz erwägen wir zwar noch einen Kinobesuch, doch erstens ist dort der Vorführraum nicht klimatisiert und zweitens fehlt der Antrieb zum „Saunamarsch“ bis zum Ort des Geschehens. Nö, da setzen wir uns lieber abends auf die Hotelterrasse und genießen die sinkenden Wärmegrade nach Sonnenuntergang bei etwas vergorenem Traubensaft im Pfeifenrauch. Die letzte Nacht im Hotel ist angenehm und aufbauend. Gut so.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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