Macht und Schadenfreude

Unser Cabrio muckt rum und so dachte ich in meinen fachlich unbeleckten Sinnen, einfach das Ladegerät anschließen und gut ist’s. Glücklicherweise schaue ich vorher ins Internet und muss erkennen, dass die alten herkömmlichen Akkus passé sind. Selbst der Beetle hat schon ein weiterentwickeltes Exemplar mit gehobenen Ansprüchen ans Laden. Ich sehe mir die Preise des nötigen Equipments an und bin ein wenig geplättet. Billig sind die Lademeister nicht. Dafür versprechen sie ein spezielles Fitnessprogramm für die Batterie in Winterzeiten. Werkstatt oder Ladegerät? Ich entscheide mich für letzteres angesichts eines weiteren auf das Auto lauernden Winters. Schwups ist die Knete weg! – Dann stellt sich zu allem Überfluss der Heuschnupfen wieder ein, ich habe ihn gar nicht vermisst. Diesmal präferiert er Schnupfen, Augenjucken und niesen. Gesundheit! – In meiner geistlichen Besinnungszeit bin ich beim Buch Hiob angekommen. Ich nehme mir vor, diesmal die Argumentationen der Freunde und Hiobs viel gründlicher zu studieren. Harter Stoff wartet auf mich, gut so. Ich bin gespannt. – Der Abend beginnt mit der Erkenntnis, dass es offenbar einer deutschen Regierung leichter fällt Grundrechte einzuschränken als diese Zwangsmaßnahmen wieder aufzuheben. Wie sagt Jesus so treffend: „Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder und die Mächtigen tun ihnen Gewalt an“ (Markus 10, Vers 42). Selbst nach vielen Jahrzehnten demokratischer Praxis scheint dieser „Rausch der Macht“ immer noch nicht ausgerottet zu sein. Die Tiefen und Untiefen menschlicher Wesensart prägen uns durch und durch! Faszinierend. Meine Prägungen sind derzeit viel profaner, ich gebe – leider – meiner Schadenfreude Raum und erheitere mich bei YouTube an Missgeschicken meiner Mitmenschen. Gar nicht nett aber auch nicht unlustig. Vor dem frühen Retirieren ins Nachtquartier bewahrt mich das funkelnagelneue iOS 14.5, das ich auf allen erreichbaren Geräten installiere. Mithin wird es spät.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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