Aktiver IQ-Abbau

Mein Impfarm schmerzt ein wenig mit stark abnehmender Tendenz den Tag über wie nach jeder Impfung – egal ob Tetanus, Grippe oder Covid-19. Null problemo, ich kenne das. Ich spiele Weihnachtsmann anstelle meiner Mum für ihre Kinder, Enkel und Urenkel – ein schöner Job! Danke, Mutti!!! – Der Vormittag fliegt vorbei – was habe ich eigentlich gemacht? Irgendwas wird es schon gewesen sein. Tiger hängt am Ladekabel und so ist es sehr schade, dass sich die Sonne hinter dichten Wolken versteckt. Satte 57 Kilowattstunden Verbrauch bei anderthalb Kilowattstunden Produktion zeigt die Bilanz – ein sehr ungesundes Verhältnis. Im Winter gibt’s das. Seufz. – Abends versammeln sich in meiner Gemeinde die Mitglieder, einige vor Ort, andere mit mir per Zoom. Es ist wie immer mäßig interessant. Ausführlich wird begründet weshalb man den Flügel ins Abseits abgeschoben hat. Nicht begründet wird dagegen 😇😉 warum man vor der Aktion, wie früher üblich, nicht gefragt oder informiert hat – eine Stilfrage. – Im Anschluss zappe ich mich durch YouTube. Geradezu drückend schießt die Frage empor, ob ich diese schwachsinnige Berieselung künftig besser vermeiden sollte. Ja, die Beiträge sind kurz, einige werden von geistig Armen für geistig Ärmere kommentiert, die meisten versuchen meinen Verstand mit einer undurchsichtigen Wortschwall-Nebelwand zu umhüllen und irgendein „magischer“ Magnet lässt meine Augen über die Angebote wandern und meine Finger hier und dort klicken. Nicht viel besser gestaltet sich das tagesabschließende Zappen durch das Streaming-TV-Angebot mit 150 Sendern. Ob es damit gelingt meinen IQ wesentlich zu senken? Nicht auszuschließen, befürchte ich. Mit ein paar Songs aus alten Zeiten wird es dann sehr, sehr spät.

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Kanzlerdämmerung

Diesen Tag habe ich schon ein wenig herbeigesehnt. Endlich ist Boostertag 😀! Natürlich habe ich bereits das nötige RKI-Formular heruntergeladen und ausgefüllt. In der Praxis ist einiges los doch ich darf gleich ins Wartezimmer. Nach einer angemessenen Wartezeit wird mein Impfpass zwecks Ausfüllung samt Vordruck abgeholt, ich folge wenig später und dann verbreitet sich Comirnaty in mir. Fein. Während der geforderten zehnminütigen Wartezeit spricht mich ein Patient an – wow – ein ehemaliger Kollege! Wir beide haben uns ganz schön verändert, ihn erkenne ich nur an seiner Stimme, nun ja eine FFP2-Maske verdeckt halt viel vom Angesicht. Wir tauschen Gesundheits- und Krankengeschichten aus, dann muss er zum Impfen und ich darf nach Hause. Man müsste noch mal zwanzig sein? Never, never!!! – Völlig überraschend meldet sich Qatar Airways und bittet um weitere Unterlagen. Die können sie gern haben. Angeblich sei der Betrag bereits im Juli avisiert worden – doch bis heute ist er nicht eingegangen. Eine äußerst freundliche und nette Servicemitarbeiterin macht einen kompetenten Eindruck und will vermitteln. Schauen wir mal. – In Berlin wählen sie einen neuen Kanzler, der seiner Meinung nach Gottes Hilfe nicht braucht. Armer Kerl. Ich kenne nur ein paar Politiker aus seinem Kabinett und bin gespannt wie die ihre Pläne umsetzen. Besonders die queeren Ideen im Konflikt mit den biblischen Aussagen liegen mir quer im Magen. Ansonsten klingt vieles gut und sinnvoll – manches ist sogar überfällig und ein arges Versäumnis der Vorgänger. Leider zählt der Kanzler ebenfalls zu denen. Mein Optimismus kann sich daher nur begrenzt entfalten. Andererseits wenn er nur zwei Drittel der Ampelpläne umsetzt wird die CDU es schwer haben bei der nächsten Wahl. Abwarten und Ostfriesentee trinken. – Ein Kommissar aus Ostfriesland – wie passend – löst daheim nach kapitellangem Irrungen und Wirrungen seinen Fall mit einem zwar allzeit verdächtigen aber arg unwahrscheinlich erscheinendem Täter. Very nice. Es wird gar nicht mal so spät.

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Attraktivitätssteigerung eines Futterplatzes

Fasziniert blicke ich auf meine Testuhr, die unerbittlich auf 24 Stunden zuläuft. Eine Stunde vor Ablauf erreiche ich meine Fußpflege und kann mich noch auf den gestrigen Test berufen. Wenigstens etwas da war der Test für zwei Sachen gut. Das Wetter zeichnet sich durch Eiseskälte aus, Tiger gefällt es so wenig wie mir und seinem Akku überhaupt nicht. Dennoch rollt er munter durch die Gegend. Nett von ihm. – Nachdem die Flattermänner arg zurückhaltend auf unsere hausnahe Futterstation reagiert haben – im Garten ist dagegen das Gedränge der Geflügelten enorm – nehmen sie heute angesichts der Kälte das Balkonkernangebot gut an. Die Grünfinkenbande zankt sich wie jedes Jahr um einen Fressplatz, zwischendurch holt sich, fast im Vorbeiflug, eine Meise ein Sonnenblumenkernchen und ab und an schauen eine Taube und ein Specht vorbei. Nett anzusehen. – Jürgen von der Lippe unterhält mich heute Abend, komisch eigentlich, denn normalerweise mag ich ihn gar nicht so besonders. Heute habe ich offensichtlich ein offenes Ohr für seine Art. Ein paar weitere Infos über YouTube ergänzen die Streamingaktion. Noch ein wenig lesen und ab geht’s in die Falle.

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Testzauber

Es scheint weiterzugehen mit meiner (völlig bescheuerten) Gewerbeanmeldung, denn mein Finanzamt schickt weitere Unterlagen. Drohend liegen diese Bürokratiemonster vor mir und warten darauf mit Buchstaben und Zahlen angereichert zu werden. Merde. – Ich will jetzt meine Mum besuchen und dazu muss ich einer Testung unterworfen werden. In Eiseskälte stehe ich vor dem Heim, das glücklicherweise eine Teststation betreibt, und werde gleich nach einer App gefragt, die ich natürlich nicht habe. Also lade ich dieselbe herunter – nach schlappen 15 Minuten liegt sie ausgefüllt und einsatzbereit auf meinem Smartphone vor. Wieder stelle ich mich an und werde sogleich getestet. Jetzt nur noch roundabout zwanzig Minuten warten bis ich eine Mail erhalte. Zum Glück hält Tiger ein wärmendes Innenleben für mich bereit in welches ein Rückzug möglich ist. Tatsächlich trifft nach der Wartezeit ein Mail ein, ich öffne die App und – Simsalabumm – erscheint die Bestätigung eines negativen Tests samt einer Stoppuhr, die offensichtlich nach 24 Stunden gnadenlos das Ergebnis annullieren will. Doch zur morgigen Pflege meiner Treterchen wird der Zeitrahmen noch ausreichen. Mutti ist gut drauf nur leider, leider absolut demotiviert ihre außerzimmerliche Umgebung selbststständig zu erforschen. Schade, echt schade! – Der späte Termin, die lange Testung und der Besuch verschieben meine „Nachknäckebrotmahlzeit“ in magenfeindliche Fernen. Umso besser mundet unser Lunch in allerletzter Zumutungssekunde. Puh, das war echt knapp. – Der Name des designierten Gesundheitsministers überrascht mich ein wenig, vielleicht hat Scholz ihn nur so lange geheim gehalten um die Zustimmung der Genossen nicht mit unnötigen Personaldiskussionen zu belasten. Wer weiß? – Den Abend gestaltet Barnaby mit netten, leichenreichen Wiederholungen. So ist er eben, der standhafte Brite. Dann will ich auch noch lesen und so wird es ganz, ganz spät.

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Gottesdienstvielzahl

Nach einer Woche trockenes Knäckebrotfrühstück sind Ei und Brötchen am Sonntag immer etwas Besonderes. Der Adventsgottesdienst kommt aus Bremen und wir sind ganz dabei, schön, dass es das Internet gibt und ein YouTube-Livestream sich wunderbar auf dem TV-Gerät anschauen lässt. Am 2. Advent geht es um die Wiederkunft, das zweite Kommen von Jesus. Bin ich, sind wir darauf vorbereitet? – Ich verschicke die ersten Advents- und Weihnachtsgrüße an meinen Hauskreis und die Studierstube. Weitere werden im Laufe der Woche folgen. – Heute besuchen wir reichlich Gottesdienste – schon am Nachmittag steht der nächste an, wieder in Bremen, diesmal sehr musikalisch geprägt. Und abends habe ich Moderation in meiner Gemeinde und höre nun die gute Botschaft zum dritten Mal mit natürlich etwas anders mit weiteren Akzenten. Ein sehr gelungener Sonntag, finde ich. – Abends spricht mich das Fernsehprogramm überhaupt nicht an und ich weiche auf Alternativen aus. Gut, dass es sie gibt. Ein Riesling aus der Pfalz verfeinert die Nachtstunden und es wird nicht ganz so spät, wiewohl das Lesen nur schwer zu unterbrechen ist.

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Fisimatentenabwehr

Wenn ein alter Telefonmuffel stundenlang dem Fernsprechen huldigt, muss er einen ganz besonderen Gesprächspartner haben. Und so ist es heute. Unser Neffe bringt dazu alle positiven Eigenschaften mit. Erstaunlich wie viel Themen wir wie breit erörtern. Sagenhaft. – Am Nachmittag bereite ich mich auf meine Moderation des Gottesdienstes vor. Die Adventssonntage unterstreichen, dass unser Heiland kommt! Er kommt in Licht und Herrlichkeit. Ich nehme mir vor mich von jeder Lichterkette daran erinnern zu lassen. Okay, das wird nicht ganz klappen aber wenn es ab und an funktioniert, kommt für mich Licht in die Dunkelheit, strahlt eine helle Zukunft auf. Ich probiere es einfach mal. – Quasi als Kontrast dazu stelle ich im Anschluss mit viel Bedauern und Traurigkeit die Unterlagen für den Rechtsanwalt zusammen, der die bei mir so angesehene Fluggesellschaft ermahnen soll endlich den Ticketpreis zu erstatten. Es ist eine Herausforderung durch die zahllosen E-Mails von Buchung bis letzter Terminsetzung durchzusteigen, sie zu ordnen und übersichtlich aufzubereiten. Puh. Ab geht die Post und die Frage bleibt offen weshalb eine so profilierte Gesellschaft eines überaus reichen Landes so viele Fisimatenten macht. Aber so ist das Leben wohl. – Die freitäglichen YouTube-Videos schaue ich mir heute an und ein paar andere noch dazu. Die Zeit geht dahin, trotzdem finde ich Raum, um ein wenig zum Abendausklang zu lesen. Sehr spät wird es nicht.

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Fehlanzeigen

Sollte ich vielleicht meine Schlafenszeit konzeptionell ändern? Es wird morgens immer später wiewohl es nachts nahezu zur gleichen Zeit zu Bett geht – plus/minus ein gute halbe Stunde. Doch frühstücken um zehn verkürzt den Vormittag wesentlich, selbst wenn dabei nur eine Scheibe Knäckebrot weggeknabbert wird. Doch Zeitungslesen, Andacht und Gebet brauchen halt auch ihre Zeit – kaum bin ich wach, steht schon das Mittagsmahl auf dem Tisch. Alles eine Stunde eher – bis auf die Magenzufuhr – wäre schon echt gut. Jegliche diesbezügliche optimistische Sichtweise blickt leider sofort konsterniert auf die ‚Rote Karte‘ die mein Realismus ihr entgegenhält. Null Chance. Schade. – Meine eigentlich vom Service her heiß geliebte Qatar-Airline geht bedauerlicherweise stracks auf unseren ersten Rechtsschutzversicherungseinsatz zu. Sie weigert sich partout unsere bezahlten aber wegen Corona nicht genutzten Tickets zu erstatten. Wie kann eine so tolle Airline so stur sein? Ich hätte gern weitere Flüge mir ihr absolviert – andererseits freuen sich dann möglicherweise die Lufthansa und andere Star Alliance Mitglieder. – ‚Die Chefin‘ hat wieder eine skurrilen Fall ihrer abgehobenen Drehbuchschreiber zu lösen, der mich nicht vom Hocker haut. Muss er auch nicht. Grundsolid und doch morbid. Im Anschluss bestreitet mein eBook das Abendprogramm. Gut so. Es soll früh werden, wird aber spät. Wollen habe ich wohl …

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Urlaubsfeeling

Ein guter Bekannter deckt sein Dach mit Solarmodulen zu und wir dürfen kurzfristig sein Haus „hüten“, falls die Handwerker Fragen oder Anliegen haben. Sie haben keine und so kann ich in aller Ruhe die Zeitungen studieren, etwas lesen und ein wenig schreiben. Die Zeit vergeht wie im Fluge, wie es so schön heißt, glücklicherweise versucht sich keiner der Arbeiter auf dem Dach in dieser Kunst. – Es wird wieder einer dieser viel zu ruhigen Wintertage, immerhin scheint die Sonne und so ist wenigstens unsere Solaranlage fleißig. – Abends besuche ich die Côte Bleue und „staune“ über Klippenspringer, die ihren Kick in einem Sprung aus acht bis über dreißig Meter Höhe ins tiefblaue Wasser suchen. Sollen sie doch. Anschließend begebe ich mich virtuell an das Bassin von Arcachon, schaue den Austernkulturen beim Wachsen und den Gleitschirmfliegern beim Segeln über die ‚Dune du Pilat‘ zu. Ein beruhigender Anblick, allerdings mit enorm viel Urlaubsfeeling. Ach ja … Noch ein bisschen zappen, ein wenig lesen und schon geht es sehr spät in eine Ruhelage über.

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