Sprüche

Der Testwahn greift um sich. Für nahezu alles und jedes braucht man nun einen Test. Ich werde mich wohl für einen privaten Lockdown entscheiden, denn das stundenlange Anstehen für eine Testung verzögert jedes Vorhaben um einen nicht zu kalkulierenden Zeitraum. Meine Ablehnung von Politikern aller Art nimmt exponentiell zu. Zitat aus den Sprüchen: „Siehst du einen, der schnell ist zu reden (oder der sich weise dünkt), da ist für einen Toren mehr Hoffnung als für ihn.“ Arme Minister. Und die Impfgegner? Auch für sie habe ich zwei treffliche Sprüche gefunden: „Manchem scheint ein Weg recht; aber zuletzt bringt er ihn zu Tode.“ Und sollte ich mit ihnen diskutieren? „Besser einer Bärin begegnen, der die Jungen geraubt sind, als einem Toren in seiner Torheit“, so die Sprüche. Es steckt viel Weisheit in dem alten Buch. – Ich schaue dem Sturm beim Stürmen zu, höre die das Haus umtobenden Böen und freue mich unseres wohlgeheizten Domizils. Ich lese ein wenig, spreche heute mal ein Glas zuviel dem Whisky zu, wobei ‚zuviel‘ in meiner Konstitution objektiv nicht sehr viel ist, seufz. „Der Wein macht Spötter, und starkes Getränk macht wild; wer davon taumelt, wird niemals weise.“ Seufz, und das im Alter. 😇😉 Es wird spät.

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Ablenkungsbefreites Arbeiten

Der Dezember wirft seinen Schatten voraus und in demselben arbeite ich in meiner Gemeinde den Jahresschluss-Saugjob ab. Fatalerweise sind meine Ohrstöpsel absolut leer, ohne Power, tonlos. Mist! So schwinge ich den Staubauflutscher vor mich hin und bin verwundert wie schnell ich durch bin. Offensichtlich lähmt begleitendes Hören meine Arbeitsenergie – oder treibt mich heute die Kühle der Räume an? So fix war ich selten fertig. Toll! – Nachmittags erfreuen mich wie jeden Monatsanfang die pünktlichen Geldeingänge und ernüchtern mich die ebenso zeitlich präzisen Abbuchungen – ein Kommen und Gehen sozusagen 😀. – Den restlichen Tag beschäftigt mich eine weihnachtliche Grußidee in allen ihren Schattierungen, unterbrochen von einem äußerst leckeren Eierpunsch. Erst spät in der Nacht kann ich wieder den oft zitierten Koch begleiten. Es wird eine späte und schlaflose Nachtruhe. Das ist nicht gut.

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Krippenaufbau

Die Weihnachtskrippe entsteht wie jedes Jahr in Teilstücken über die Adventssonntage hinweg. Heute versammeln sich Ochs und Esel gemeinsam mit meinem selbstgebastelten Elefanten im Stall. Die Weisen sind unterwegs, wie auch Maria und Josef. Die Hirten sind nahebei auf dem Felde. Alle Gruppen werden sich nach und nach vor der Krippe einfinden um – etwas abweichend von den biblischen Berichten – am Heiligabend gemeinsam mit uns Jesu Geburt zu feiern. 😉! – Die Kälte nervt mich wie jedes Jahr doch das kümmert keinen – warum auch? So verkrieche ich mich in wohlgeheizten Räumen. Warmduscher? Unbedingt!!! – Wieder zappe ich mich ein wenig durch die Programme und das beginnt mich langsam aber sicher zu langweilen – ganz bestimmt keine Alternative auf Dauer! – Wieder begleitet mich der Koch aus Luxemburg durch die beginnende Nacht. Ein netter Tagesabschluss. Es wird mittelspät.

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Advent und Quark

Der ganze blöde Inzidenz-, Omikron- und Testkram hält mich davon ab zum Gottesdienst zu gehen. Nein, ich will keinen Selbsttest durchs Nasenloch direkt ins Hirn machen, auch nicht wenn er freiwillig ist. Nächste Woche muss ich diese Masochimustortur wohl durchstehen, weil ich einen Dienst vor Ort habe – doch diese Woche kann ich drauf verzichten. Also ran an den Fernseher und live in den Gottesdienst schalten. Die Übertragung wird jedes Mal ein wenig besser. Wenn die Jungs jetzt noch etwas mehr Saft auf den Ton geben würden und dabei die Gitarrenklänge ein wenig reduzierter einspielen könnten, wäre es perfekt – bis auf die Köpfe, die sich immer noch beim Aufstehen vor das Objektiv schieben. Beeindruckend ist das Bild mit dem Kreuz und dem Kranz samt einer brennenden Kerze. Die Botschaft hier, wie auch in Bremen, bezieht sich, wie könnte es anders sein, auf den Kommenden, den Messias, den König, unseren Herrn. – Ansonsten ist es ein ruhiger Adventssonntag mit kaltem Novemberwetter draußen und wärmendem Kamin drinnen. Ich würde zwar Sonne, Palmen und Meer draußen vorziehen aber man kann nicht alles haben. Leben, halt. – Abends lese ich ein wenig, zappe mich geduldig durch die neue TV-Programm-Streaming-App mit der Erkenntnis: nichts neues unter der Sonne. Wie bemerkte schon der gute alte Goethe so treffend: „Getretener Quark wird breit – nicht stark.“ Aber braucht es wirklich 150 Fernsehprogramme um das zu beweisen? Mit dem Luxemburger Koch endet meine Wachphase auch heute wieder, eher sehr spät.

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Adventsschabbat

Die ersten Advents- und Weihnachtsdekorationen machen sich bei uns breit. Ich wecke unser Winterdorf aus seinem Sommerschlaf und platziere es auf dem Kaminsims. Eine passende Lichterkette für die Innenbeleuchtung finde ich nicht aber ein Gedanke vom letzten Mal rappelt sich auf und nimmt Gestalt an: die batteriebetriebenen Weihnachtsbaumkerzen, die zwar nie auf einem Baum gestrahlt haben sondern meist im Windfang, könnten doch die Häuslein von innen beleuchten? Gedacht, probiert und begeistert beendet – alles ist gut und es wirkt besser als mit einer Lichterkette. Fein. Für die Krippenpräsentation warte ich noch auf eine gute Idee – nur Geduld! – Die neuen Kameras bewähren sich bestens, die alten tun weiter ihren Dienst, wenn auch größtenteils an Nebenschauplätzen. Das ist okay. – Pünktlich um 17 Uhr schaltet sich die Außenillumination ein, es ist dunkel und nach jüdischer Zeitrechnung hat damit der Adventssonntag bereits begonnen 😉😇. Auch eine Rechtfertigung. Ich hätte sie ebenso am Freitagabend einschalten können, sozusagen zum Adventsschabbat (ein Wort, das ich sehr mag), vielleicht im nächsten Jahr – Jak. 4,15. Ich liebe diese Beleuchtung und bin hin und weg (more or less). Unser Nachbar, der alljährlich eine monumentale Lightshow entfesselt, legt beeindruckend los. Deutlich zurückhaltender sind da die anderen Nebenwohner. – Ich habe probeweise eine neue Streaming-App installiert, die uns Zugang zu 150 TV-Programmen verschafft und im ersten Monat kostenlos ist. Ich zappe heute mal durch die Programme auf meinem iPad und bin extrem fasziniert wie man es schafft diese Vielfalt an bedeutungslosem und inhaltsleerem Schrott auf soviel Sendern zu verteilen. Reife Leistung! – Irgendwann ziehe ich mich auf meinen Koch aus Luxemburg zurück und begleite ihn auf einer alten Ermittlung. Es wird spät.

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Portal räuberischer Rabenvögel

Endlich sitze ich vor meinem Mac und will mich ins Portal der räuberischen Rabenvögel einloggen. Dazu ist mein Personalausweis nötig und im ELSTER-Portal – o Schreck – eine PIN. Wo finde ich die denn? Mit der mir typischen anschwellenden Hektik suche ich an allen möglichen und unmöglichen Stellen. Nur auf die Idee, dass die gefragte PIN originär zum Personalausweis gehören könnte, komme ich erst viel zu spät. Im Datensafe finde ich sie sofort an besagter Stelle. Warum einfach wenn es auch umständlich geht? Nach virtueller Anweisung meiner Montagefirma fülle ich den Anmeldebogen des Finanzamtes aus und schicke diesen ab. Sofort erhalte ich eine Versandbestätigung und schon habe ich fertig. Weshalb ziere ich mich vorher immer so? Diesmal wohl, weil mir das Anleitungsvideo fehlte und ich diesen Bürokratenkram ein Leben lang „hassen“ gelernt habe. Jetzt erst einmal tief durchatmen. – Das Novemberwetter lässt nur wenige Sonnenstrahlen passieren und so liefert meine Anlage nur ein Minimum an Strom, das ‚Tal der Tränen‘ für jeden Anlagenbetreiber. Seufz. – Die Chefin am Abend löst wieder einen arg skurrilen (das Wort klingt besser als konstruierten) Fall mit einer Nasenhasserin und einer Brustimplantatsgeschädigten, die der Drehbuchschreiber geschickt benutzt um vom eigentlichen Täter abzulenken. – Ich schaue meine üblichen Freitagabendvideos bei YouTube plus ein paar netten Filmchen als Beschäftigungstherapie für meine Äuglein und Ruhemodus für das Resthirn 😉😇. So gegen Mitternacht aktiviere ich feierlich die Zeitschaltuhr für unsere Adventslichtershow. Morgen geht es los! Es wird recht spät.

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Steuermeldedrama

Heute will ich mich endlich um die Anlagenverhinderungssteueranmeldeprozedur kümmern. Unbedingt! Der Vormittag vergeht mit irgendwelchen „dringenden“ Erledigungen und am Nachmittag müssen wir meine Mum besuchen. Sie ist nicht sonderlich gut drauf, was sehr schade ist, so versuchen wir sie ein wenig aufzumuntern. – Wie leider zu befürchten war, geht dabei die gute Steueranmeldeabsicht den Bach hinunter, ruckzuck ist’s wieder Nacht und nichts ist passiert. – Draußen nimmt die Zahl leuchtender Gärten und Häuser exponentiell zu, je näher am Advent, desto mehr Illuminationen. Mit energischer Verbissenheit halte ich am Starttermin ‚Kirchenjahrssilvester‘ fest: zweimal werde ich noch wach, heißa, dann ist Leuchtetag (oder so ähnlich)😉😀. Mitunter frage ich mich weshalb ich mir immer wieder so komische Ziele/Grenzen setze. Ist wohl meine Art. – Wir treffen uns allen Inzidenzen zum Trotz im Hauskreis. Bei inzwischen überall lauernden Virusbanden ist das keine leichte Entscheidung. Doch es wird gut, eine lebhafte Diskussion entsteht, wenn auch ein wenig entfernt vom eigentlichen Thema. Aber was soll’s, wir sind alle mit dabei. Der anschließend genossene Rotwein ist lecker und die Mineralwasserexperten fahren nach Hause. Die Strafen für Alkohol am Steuer sind inzwischen zu deftig für mein Einkommen und zu drastisch in ihren Folgewirkungen. – Zu Hause lese ich noch ein wenig und so wird es sehr, sehr spät.

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Koalitionsprogramm

Morgens aktiviert meine hochaktive Lebenslanggefährtin unsere Montagefirma, die uns volle Unterstützung zusichert und den Zugang zum Premiumbereich mit wichtigen Unterstützungsvideos öffnet. Die Filmchen werde ich mir morgen mal zu Gemüte führen, heute jedoch steht immer noch die Technik auf dem Programm. Montage und Einstellung von zwei neuen Kameras sowie Verwendung der abgelösten Alt-Aufnahmegeräte beschäftigen mich intensiv. Außerdem lasse ich eine indirekte Beleuchtung vom Büro ins Wohnzimmer umziehen. Bislang wurde sie kaum genutzt, jetzt ist sie jeden Abend dran. So sollte es sein. – Betroffen stimmt mich der Tod der Mutter eines ehemaligen Kollegen. Sie ist im Alter ein weiteres Opfer von Corona geworden. Das ist sehr traurig. Mistseuche! Umso schlimmer, dass sich immer noch so viele wissenschaftsfeindliche Querköpfe gegen eine Impfung sträuben. Schade. – Abends lese ich, dass die Koalitionsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen wurden. Ich versuche die 177-seitige Vereinbarung lesend zu überfliegen und aus den vielen Worthülsen die tatsächlichen Fakten herauszufiltern. Das gelingt teilweise und klingt überwiegend gut. Was jedoch in der Praxis daraus wird, bleibt abzuwarten. Wer sich viel vornimmt kann Großes erreichen oder sich grandios verzetteln – beides ist möglich. Es wird viel davon abhängen ob mehr lösungs- als lobbyistenabhängig agiert wird. Ich bin (hoffentlich fälschlicherweise) sehr skeptisch. Mein Misstrauen gegenüber Politikern ist halt mächtig gewaltig. – Nach ein paar interessanten Videos zum Koalitionsvertrag und zur Elektromobilität verbringe ich den Abend wieder mit lesen. Und wieder wird es spät.

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