Technikkapriolen oder Alterserscheinungen?

Wir stehen sehr spät auf, was nach der vergangenen Nacht ja kein Wunder ist. So kommt der Mittag nach Zeitung, Andacht und Turnerei schnell herbei. Produktiv würde ich den Vormittag eher nicht bezeichnen. Dann ist das eben so. – Die Mittagsruhe fällt intensiv und ausgiebig aus, ich hole manches an der Nacht Fehlende nach. Abends verlässt mich meine Mitbewohnerin zu einem externen Dinner. Ich breche wenig später zu ‚Bibel und Brot‘ auf. Während der kurzen Fahrt mühe ich mich redlich Laura wieder Spurtreue beizubringen und merke endlich, endlich, viel zu spät für einen angeblichen Technikfreund, dass ich den falschen Travel-Assistenten ausgewählt hatte. Eine Klick auf einer Taste am Lenkrad öffnet nämlich kurzzeitig ein kleines Fenster im kleinen Display und zeigt dort drei Modi an. Ich erinnere mich dunkel irgendwann mal diese Taste betätigt zu haben und vermute, dass ich dabei unbemerkt den Wechsel ausgelöst habe. So schnell es unbewusst in die eine Richtung ging um so komplizierter ist es in den gewünschten Modus zurückzukehren. Das Programm weigert sich standhaft. Aber wenn man erst einmal weiß woran es liegt, schafft man die Lösung meistens mit ein wenig probieren. So auch hier. Endlich lenkt Laura wieder. Endlich sieht das Symbol auf dem Bildschirm wieder so aus, wie ich es gewohnt war. Endlich ist ein weiteres Zeichen daselbst verschwunden. Puh. Meine eigene Blindheit, die unendlich lange Probiererei ärgert und beschäftigt mich so, dass ich nur halb in der Bibelstunde dabei bin. Außerdem nervt mich die Bibelserver-App mit unerwarteten Kapriolen. Komme ich jetzt etwa auch in die Konfrontationsphase mit technischen Spielereien in der sich einige meiner gleichaltrigen Freunde schon einige Zeit befinden? Schlägt das Alter grausam zu? Schwere Frage, keine Antwort, seufz! – Wieder daheim klingt der Abend mit YouTube & Co aus. Es wird sehr, sehr, supersehr spät. Der Schlaf ist angesichts dieser Tatsache recht befriedigend. Nun ja.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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