Vorurteile

Jetzt arbeite ich konzentriert an meiner Urlaubsbilderpräsentation. Selbst wenn ich diese nie vorführen sollte, ist die Aufarbeitung für mich sehr hilfreich. Ich erinnere mich an Dinge, Daten und Fakten, die ich fast vergessen hatte, erwerbe neue Erkenntnisse über Gesehenes und erlebe die Tour noch einmal kraftvoll mit. Das ist wahrlich stark. Okay, es ist ein wenig mühevoll aber das Internet erweist sich als viel hilfreicher als die teuer erworbenen Reiseführer. Echte Fakten über Kirchen oder weniger bedeutende Gebäude sind bei letzteren Mangelware, meist finden sie kaum Erwähnung. Einerseits schade, andererseits kann dieses Wissen mir künftig Geld sparen. – Meine Andacht zeigt mir wieder einmal wie umfassend Gott seine Heilsgeschichte mit uns Menschen geplant und realisiert hat. Sie beginnt schon vor der Schaffung der Menschen und setzt sich zeichenhaft durch das ganze Alte Testament durch. Ich bin beeindruckt. – Der Krimi im Zweiten überzeugt mich – da hat sich die „Heulsuse“ zu einer standhaften echten Chefin entwickelt was mir Respekt abnötigt – das hätte ich den Autoren nie zugetraut. Zerknirscht muss ich zugeben, ich hätte der Serie schon früher eine Chance geben sollen. So lerne ich manches über meine Vorurteile. – Ein wenig YouTube, ein wenig Krimilektüre und bald stellt sich starke Müdigkeit ein. Doch vorher will ich unbedingt noch zwei Chards betexten. Unvernunft lässt grüßen. So wird es spät.

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Meine Verschwörungstheorie

Eine freudige Überraschung gleich nach dem Aufstehen: wir haben einen Termin zur Stromzählermontage, zwar erst in zwei Wochen aber immerhin! Mithin benötigt die LSW fast zwei Monate um eine simple Arbeit zu erledigen. Man könnte meinen es sei ein Beamtenladen, was sie wohl auch ist. Oder gibt es tatsächlich diese Strategie, die inzwischen nur noch wenig nach Verschwörungsspekulation klingt, dass die Netzbetreiber alles dran setzen um alternative Energieproduktion zu be- oder verhindern? Bei all den bürokratischen Barrieren im Gewerbe- und Steuerrecht, bei Einspeisevergütungen und dem schwachsinnigen Marktstammdatenregister drängt sich der Gedanke einer „Knüppel-zwischen-die-Beine-schmeißen-Koaliton“ von Politik und Energiekonzernen förmlich auf. Ich bin sehr gespannt was die „Ampel“ künftig produziert, die angeblich die Alternativen so fördern will. Wetten, dass mehr Bürokratie dabei herauskommt? – Energie hin oder her, die Sonne verkriecht sich sowieso die nächsten Monate am Horizont, daher liegt es nahe sich gegen die ankommende Grippewelle zu schützen. Das tue ich heute auch. Meine Ärztin erinnert mich freundlicherweise an die mögliche Booster-Impfung im Dezember. Ach ja, da schwirrt immer noch SARS-CoV-2 in der Gegend herum. Irre Zeiten! Trotzdem sind alle Kreuzfahrten bis 2023 nahezu ausgebucht, vor allem die Luxus-Kabinen. Auch irre! – Erfreulich ist dagegen die Entwicklung der Sibirischen Tiger, die dank groß angelegten Naturschutzes wieder ungestört ihre Reviere durchstreifen können. Ich mag Tiger, schließlich fahre ich einen 😉, also meinen mag ich gern nahe, alle anderen lieber von ferne – in weiter Ferne oder per TV 😀. Danach spiele ich virtuell Karten und spiele und spiele und spiele …

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Zählermontageverschlepper

Uns fehlt immer noch der Stromzähler, den nur die LSW einbauen darf. Am 8.09. wurde die Anlage vom Ersteller abgenommen und der neue Zähler beantragt. Zwischendurch forderte die LSW, offensichtlich ein Verzögerungsmanöver, noch ein Foto des montierten Wechselrichters ein, das ich prompt schickte. Dann tat sich wieder nichts. Die LSW ist telefonisch natürlich nicht zu erreichen, jedenfalls nicht innerhalb einer zumutbaren Wartezeit. Schwer genervt schalten wir nun die Montagefirma ein, die bei dem Zählermontageverschlepper ein wenig „Druck“ machen soll. Was sie auch sofort tat. Warten wir das Ergebnis ab. – Die unendliche Geschichte Nummer zwei, nämlich unsere Fotopräsentation der Donaureise, bereichere ich heute um Handyfotos meiner geliebten Mitreisenden, wobei ich mich mühe Fotos auszutauschen und nicht zu vermehren. Auch das gelingt. – Der Bunte-Bilder-Kasten bietet sein übliches Plätscherprogramm und so informiere ich mich mal über elektrische Kleinwagen. Das Angebot ist dürftig und die Preise hoch – eine fatale Kombination. Restmodelle aus den zwei bis drei „Gründerjahren“ sind zum Teil noch auf dem Markt, neu konzipierte spärlich gesät. Bei den Großen ist wohl mehr abzusahnen. So tickt die Wirtschaft, so ticken wir Menschen wohl. Trotzdem wird es wieder mittelspät.

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Alkoholfreier Katzenmann

Völlig verkatert wache ich auf, verkatert ohne auch nur einen Tropfen Alkohol gestern genossen zu haben. Erst nach dem Kaffee rafft sich die Müdigkeit auf zu verschwinden. Wie zu erwarten tröpfelt der Tag so vor sich hin. Ich sammle erste Erfahrung mit iMovie und tue mich recht schwer überhaupt Filmchen von der Foto-iCloud ins Programm zu übertragen. Aller Anfang ist nach wie vor offensichtlich immer noch nicht leicht. Aber immerhin komme ich voran. Meine fette Urlaubs-Präsentation wird immer umfangreicher. Ein wenig Muffe habe ich schon vor dem ersten Echtzeitprobedurchlauf. Die Mittagspause wird nach der Nacht natürlich „tiefschürfend“. Eine langanhaltende Suche nach zwei Reiseführern endet unerwartet erfolgreich. Wenig später muss ich leider feststellen, dass der Informationsgehalt dieser Werke bei Details über Kirchenbauten eher mager ist. Schade. – Zwei Münchenkrimis sind ganz ordentlich, etwas spinnert, leider endet der zweite recht unbefriedigend. Nun ja, TV halt. Es wird mittelspät.

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Winterschnitt

Ein ganz normaler Tag. Freunde fliegen heute nach Kreta (schön für sie), ich sortiere Fotos von unserem Urlaub und gelange fast bis zur Fertigstellung (fehlen noch die Texte – was ist was?) und ich ärgere mich über einen Sprung im Waschbecken. Die Mittagspause ist sehr erholsam und am Nachmittag erfahren meine sämtlichen sichtbaren Kopfhaare eine deutliche Kürzung. War wohl nötig. Danach bin ich deutlich windschnittiger, was sich weder bei meiner Normal- noch bei meiner Höchstgeschwindigkeit in irgendeiner Form bemerkbar macht. Nur viel leichter und luftiger fühlt sich mein Haupt an. – Der Syltkrimi ist wie immer recht eigen aber nett – erstaunlich ist nur die hohe Mordrate auf dieser relativ kleinen Insel. Ein bekannter Barnaby begleitet mich am Abend und irgendwie wird es sehr spät. Dafür schlafe ich sehr schlecht. Das ist nicht gut!

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Pensionistensonntagsfeeling

Der Sonntag fängt nicht so gut an. Mir bleibt nur, die Gottesdienste in meiner Gemeinde und in Bremen online zu verfolgen. Schön, dass es diese Möglichkeit gibt. In Bremen läuft es ja professionell aber auch meine Gemeinde bekommt inzwischen eine wirklich gute Übertragung hin. Das freut mich sehr. Glückwunsch und Dank! – Wieder einmal staune ich über den emotionalen Wandel des Sonntags beim Wechsel vom Berufs- ins Pensionärsleben. Irgendwie empfindet man diesen Tag anders, hat eine neue Herausforderung den Sonntag in Ehren zu halten, als Geschenk Gottes gefühlsmäßig zu würdigen. Krass. – Sonntags verwandelt sich unser Lunch immer zu einem Dinner und das tut gut! – Abends wollte ich Terra X eigentlich gar nicht anschauen, denn Chemie zählte zu den Horrorfächern meiner Schulzeit. Doch die Sendung ist überzeugend gut. Ich bin sehr amused. Im Anschluss begeben wir uns virtuell ins Oder-Delta und anschließend nach Indonesien, gewinnen interessante Einblicke, leiden aber zunehmend unter zufallenden Augenlidern. Wir wechseln mithin früh in die Ruhestellung und ich finde, wie üblich in solchen Situationen, dort erst sehr spät den Weg in „Morpheus seine Arme“😉. Seufz!

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Herbststimmung mit Abendleuchten

Der Herbst ist da und Mr. Shorty wandert in sein Winterquartier. Vorher reinige ich ihn sehr gründlich, dann baue ich seinen Parkplatz samt Ladestation ab. Es ist wieder einmal eine kleine Fummelei, ein Dübel zerteilt sich und prophezeit damit Aufbauprobleme im nächsten Jahr – doch das ist lange hin, ein PaZ (Problem anderer Zeiten 😊). So ganz nebenbei informiere ich mich über steuerliche Aspekte einer Photovoltaikanlage (wieder einmal) und erneut zeigt sich, dass die sogenannte Energiewende nur eine Seifenblase der politischen Kaste ist. In Wirklichkeit versucht der Staat in enger Kooperation mit den Energiekonzernen diese mit vielen fiesen Tricks zu verhindern. Darüber hinaus versuchen unsere Stromkartelle mit allen Mitteln – Blockade, Querschüsse und jegliche Kooperationsverweigerung – ihr Gelddruckmodell zu erhalten. – Abends sind wir bei Freunden zu Gast und es wird sehr schön. Ein wirklich sauguter Abend. Weshalb ich danach zu Hause noch lange herumturne bleibt selbst mir ein Rätsel.

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Magischer Geldfluss, adieu BahnCard und eine Tigerwäsche

Ich habe den Eindruck kurz davor zu stehen einem Verschwinden unseres Geldes in der geheimnisvollen Welt des virtuellen Bankwesens beizuwohnen, besser gesagt ihm im digitalen Sumpfmoor nachzublicken. Ausgezahlt und verschwunden, erst das Jubeln über die Erstattung und gleich hinterher das Staunen über ein zauberhaft unheimliches Auflösen. Eine überaus interessante Erfahrung. PayPal, wahrscheinlichster Empfänger, weiß von gar nichts. Okay, wir haben die Sache in die Hände des HERRN gelegt und vertrauen ihm das Ganze an, was aber nicht heißt, dass wir nicht unsere bescheidenen Möglichkeiten wahrnehmen, wohl wissend ER regelt das so oder so. – Draußen probt das Wetter für den April und ist ganz gut darin. – Drinnen kündige ich unsere BahnCards, erst sperrt die Bahn uns aus den Lounges in den Bahnhöfen aus und dann erhöht sie noch die Preise, langsam reicht es! Und tschüss. – Am Nachmittag besuchen wir meine Mum. Ich arbeite daran ihr TV-Gerät mit einer neuen Fernbedienung zu überzeugen nur Programme anzuzeigen, die im Favoritenmenü gespeichert sind. Nur auf diese soll ihre Seniorenfernbedienung Zugriff haben um das unabsichtliche Aktivieren des Radiomodus zu vermeiden. Im Test funktioniert es, mal sehen ob es in der Praxis dabei bleibt. Ansonsten stelle ich wieder einmal fest, dass – individuell unterschiedlich – das Altwerden sich extrem doof entwickeln kann. – Und wieder lasse ich unseren Tiger waschen. So langsam scheint mir, dass er schon öfter durch die Waschanlage gezogen wurde als seine Vorgänger in vier Jahren 😉. Außerdem hat er bereits nach vier Monaten die Hälfte seines Kilometer-Jahresbudgets auf dem Buckel. Aufpassen ist angesagt – aber er fährt sich doch so gut! – Heute spiele ich mal intensiv Karten mit meinem Mac. Besser als Herumzappen. Es wird spät.

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