Regensburg

So ein Hygienefrühstück nervt voll. Man soll die Hände desinfizieren und dann Plasktikhandschuhe überziehen – über die noch feuchten Hände. Merde! Zähes Brötchen trifft auf knallhartes Ei. Lecker 😢. Sehr gut für Touristen ist der ÖPNV in Regensburg. Ein Tagesticket für fünfeinhalb Euros für zwei Personen – was will man mehr? Dazu treffen wir noch an der Bushaltestelle auf eine ältere Dame, die uns einweist und begleitet was mir die Auseinandersetzung mit der App erspart und für die Rücktour arg erleichtert. Alles ist gut. Die Sonne lacht, der Dom strahlt uns an, die alten Häuser und Plätze beeindrucken, die Menschen sind ausgelassen und freundlich sogar die Donau scheint uns mittels ihrer schnellen Strömung zuzulächeln. Wir machen uns schon mal mit ihr bekannt, schließlich soll sie uns lange Zeit tragend begleiten. Schmunzelnd geben wir ein paar Krumen an die Spatzen ab und achten darauf dass die fetten Tauben ihnen nichts wegschnappen. Wir schlendern an einem Flusskreuzfahrtschiff mit echten Balkons vorbei, uns erwartet nur ihre französische Variante. Der Riesenkasten ist beeindruckend während seine in der Stadt verteilten, auf hochgehaltene Schilder starrenden Mitreisenden eher eigenartig wirken. Bald sind wir auch solche. Seufz. Im Dom findet meine scharfäugige Mitreisende einen winzigen Dinosaurier auf dem Fußboden, der ein arg missgestimmtes Kleinkind wieder zur Ruhe bringt. Wir bestaunen Altar, Orgel und Gemälde, genießen die Kühle ehe wir uns wieder in die Sonne wagen. Der Tag lohnt sich echt, nur nutzt meine Sofaerfahrung mir nahezu nichts bei der vielen Lauferei. Sie erweist sich eher als kontraproduktiv. So sinke ich irgendwann mittelschwer fertig auf mein Hotelbett. Welch ein schöner Ausflug, welch eine schöne Stadt.

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Fahrspaß trifft auf Ladenot

Mit Tiger auf der Autobahn. Wir kommen relativ gut los. So ein elektrisches Fortbewegungsmittel fährt sich blendend, vor allem wenn es wie Tiger dem Fahrer etliche Aufgaben abnimmt oder erleichtert. Alles rollt wunderbar bis die Batterie die 100 km Reichweitengrenze unterschreitet. Die automatische Berechnung der Ladestationen scheint noch fehlerbehaftet zu sein. Die Eigeninitiative erweist sich als schwierig weil das ID-System uns eine Station empfiehlt, die zwar nahe liegen soll aber in Gegenrichtung zurück (wie wir sehr spät erst merken). Arme VW-Programmierer ihr habt noch eine Menge Arbeit vor euch! Auf gut Glück finden wir ein Ladegerät bei einer Raststätte doch es funktioniert nicht. Selbst der Anruf beim Betreiber bleibt erfolglos trotz vieler freundlicher Versuche von ferne. Wieder auf der Autobahn, die Restkilometer minimieren sich merklich, findet das VW-System einen Stromversorger bei einem Autohof, ganz hinten, fast versteckt, bei einem Burgerverkäufer. Wenigstens das. Jedenfalls schließen wir, hoffend und bangend, mit wenigen verbleibenden Restkilometern Tiger an und siehe da, die Ladekarte wird akzeptiert und es fließt der Strom. PUH! Lerneffekt: Elektrisch in die Ferne fahren ist nichts für Nervenschwache oder enge Zeitfenster. Glücklicherweise kommen wir mit der Batteriefüllung gut bis zum Hotel. Dort wartet eine lange Schlange Inchecker vor uns. Endlich, endlich sind wir auf dem Zimmer. Welch ein Tag! Nein, in die Stadt zieht es mich heute nicht mehr. Recht früh erwächst mir ein ernstes Verlangen nach Bettruhe. Resümee: Elektrisch angetrieben fährt man nicht einfach so los und die letzten hundert Kilometer sind die Aufreibendsten. Das Fahren selbst ist toll.

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Kofferfülltag

Packen steht auf dem Programm. Ich pflege erst einmal alles hinzulegen was wir in die Koffer einlagern möchten. Eindrucksvoll. Frohgemut packe ich Stück zu Stück, schichte Teil auf Teil. Es ist eine alte Weisheit, dass Koffer, wenn überhaupt, erst nach dem Schließen versuchen zu platzen. 😉. Irgendwie gelingt es alles zu verstauen, ein paar Nachstopfungen oder „Umtopfungen“ sind nötig bis es schließlich mehr schlecht als recht passt. Resümee: Es tut nicht gut, wenn es keine Gewichtsobergrenzen gibt. – Am frühen Nachmittag kommt unser Sicherheitsdienst und erhält Vollmacht über die Alarmanlage samt Kameras. Das ist hilfreich in einem Langfingerfall doch viel, viel wichtiger ist, dass der HERR das Haus behütet. Warum ich dann doch einen Überwachungshelfer engagiere? Ganz einfach, weil für mich auch zum Vertrauen gehört, dass ich mir meiner eigenen Verantwortung ebenso bewusst bin. Gott hat mir nicht meinen Verstand gegeben, dass ich ihn ausschalte – wiewohl ich mir seiner argen Begrenztheit immer bewusst sein sollte. 😇. Fast hätte ich nur den Tabak eingepackt aber meine Pfeifen vergessen. Puh, das war knapp! Tiger lädt inzwischen seinen Akku rappelvoll, das erste Mal zu 100%. Mal schauen wie weit er damit kommt. – Den Abend verschönert mir Barnaby mit zwei alten Fällen, die ich beide kenne aber ich mag diesen coolen Typen und das (im positiven Sinne) schrullige Midsomer-Völkchen. Sehr nett. Heute wird es nicht ganz so spät aber auch nicht wirklich früh.

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Kommunikation

Der Gottesdienst in meiner Gemeinde dreht sich um einen Adler, genauer gesagt um die Verheißung Gottes an sein Volk Hoffnung zu fassen, dass es von ihm wieder aufgerichtet wird und – im Vergleich gesprochen – sich mit Flügeln wie Adler wieder aus dem Sumpf ihrer Verbannung lösen soll. Es geht um Vertrauen zu Gottes Wort. Anlässlich eines scheinbaren „Konflikts“ in meiner Gemeinde lerne ich wieder wie gut es wäre, wenn wir alle mit mehr Fingerspitzengefühl ausgerüstet wären. Vermutlich wächst uns Menschen einfach zu viel Hornhaut auf Stellen, die eigentlich sensibel sein sollten. Das ist kein Vorwurf an andere, denn erst einmal müsste ich mir diesen Schuh selber anziehen. Seufz. – Der Gottesdienst aus Bremen legt uns ebenfalls sehr ans Herz bei Gottes Wort zu bleiben und seinen Weg mit uns zu finden. – Ich schicke unserem ersten Hotel die erwünschten Unterlagen, bekomme prompt eine nette Antwort und das finde ich gut. Schnell noch die Alarm- und Überwachungsanlage auf die Übergabe an die Sicherheitsfirma vorbereiten und ein paar weitere Arrangements treffen und schon ist der Nachmittag vorbei. – Abends kommt eine gute Freundin zu Besuch und wir plaudern bis Mitternacht. Das tut wohl und es wird spät. Gut so!

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Vorbereitungen

Heute leert sich unsere Lounge, die Polster wandern in ihr Zwischenlager – kahl sieht sie aus. Die Kameraüberwachung und Susi-Alarm werden für ihren Einsatz fit gemacht. – Meine Zeit hat sich Mr. Shorty eingesaut. Oder sollte ich ihn zu lange nicht gereinigt haben? Wer blickt da schon durch, bzw. wer will das schon durchblicken! Jedenfalls hole ich jede Menge Heu aus seinen Geheimverstecken, unglaublich wie viel Leerräume so ein kleiner Roboter vorweisen kann. Immer wenn ich meine endlich durch zu sein fällt mir ein weiteres Zwischenlager auf. Sensationell. Außerdem erhält er einen Satz neuer Messer, eine ebenfalls längst überfällige Aktion. Seufz. Ich sammle unsere Bewässerungsschläuche ein, programmiere die Beregnungsanlage gemäß Wetterspekulation neu und verriegle unser Gartenhaus. Es sieht nach Aufbruch aus, obwohl der noch ein wenig auf sich warten lässt. Die Hotelsituation in Bayern scheint sich immerhin auf vernünftigem Niveau zu stabilisieren, hoffe ich. – Abends sind wir zu Gast bei Freunden. Das tut wohl und so wird es wieder einmal spät.

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15.000 Tage

Wir feiern einen ganz besonderen Hochzeitstag: heute sind wir 15.000 Tage verheiratet! Einfach nur stark! Echt geil, was Apps so auf dem Kasten haben. Ohne die App wäre ich nie auf den Gedanken gekommen eine derartige Berechnung anzustellen doch per App ist es easy. Zum Wohl! – Ich beschrifte die Kofferanhänger, ein Laminierversuch gelingt aber ob das Ergebnis wirklich gut aussieht ist wohl eher Geschmacksache, immerhin sind die Angaben sehr gut lesbar. In der Mittagspause öffnen die Wolken ihre Schleusen und lassen innerhalb kürzester Zeit 24 Liter/qm auf uns herabfallen. Rasen, Bäume und Büsche freuen sich mächtig darüber. Das motiviert mich wiederum das Wetter unserer Destinationen zu erforschen. Die Wetter-Apps gewähren mir Einblick in ihre Spekulationen. Momentan sieht es gut aus und die Perspektiven lassen wohlige Gefühle aufkommen. Hoffentlich schlägt nicht mittendrin die eigenwillige Realität zu. Wir werden es bald wissen. – „Der Alte“ begibt sich abends zu den Influencern in die Scheinwelt des Internets mit ihren alternativen Wirklichkeiten, sicher skurril aber gut unterhaltsam gemacht. Ganz nebenbei würdigen wir angemessen unser Ehejubiläum. In die Nachtruhe hinein begleitet mich eine englische Lektüre. Ein klein wenig stolz hebt sich meine Brust an, weil es gelingt trotz meiner, zugegeben, unzureichenden Fremdsprachenkenntnisse recht problemfrei das Buch zu lesen und zu verstehen. Das baut auf. Zu einer absolut normalen Zeit, gegen halb eins, begebe ich mich zum Traumempfang an die dafür vorgesehene Stätte.

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Erkenntnisse

Schlechtes Einschlafen gefolgt vom späten Aufstehen bringt einen sehr kurzen Vormittag mit sich – zisch und er ist vorbei. Das kann im Urlaub noch heiter werden. Sehr aufmunternd wirken die Reiseunterlagen, die heute eintreffen. Man merkt, dass das Publikum wohl weit überwiegend aus älteren Semestern bestehen wird, denn alles kommt auf Papier und die einzige digitale Möglichkeit hat das fürsorgliche Reisebüro auf sich geschaltet und adäquat genutzt. Meine Vorurteile gegenüber Flussreisen wandeln sich so nach und nach in Urteile. Auf uns wartet eine mobile Seniorenresidenz 😉😇😀. Mit fast siebzig passen wir ja auch gut dazu. Schließlich fügt sich das avisierte Servieren am Tisch ebensfalls gut mit ein. Nein, ich kritisiere das alles kein bisschen, allerhöchstens ziert ein kleines, verdecktes Schmunzeln mein Antlitz. Das wird gut, ganz bestimmt. – Am Abend wird unser großes Partyzelt von sehr netten Menschen abgeholt, die es für ihre Hochzeit in Reserve haben wollen. Es passt fast perfekt auf ihren Anhänger, nur die Dachstangen müssen zusätzlich gesichert werden. Prima. – Das TV-Programm konterkariert eindrucksvoll das Verfassungsgerichtsurteil zu den Rundfunkgebühren: schwarze unergründliche Löcher gibt es offensichtlich nicht nur im Weltall. Dann lese ich eben und zahle verbissen weiter, damit Fußball- und Leichtathletikfans für horrende Summen einerseits ihren Millionären beim Kicken oder alternativ ihren überzüchteten mit vielerlei Mittelchen auf Leistung getrimmten Muskelträgern bei abnormen Körperaktivitäten zuschauen können. Das sind also „authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten“. Man lernt eben nie aus. Es wird gar nicht so spät.

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Hörstöpsel, Wespenterror und eine Soko

Meine Gemeinde ist immer wieder ein Hort steter Freude oder spontanen Ärgers – je nachdem. Heute freue ich mich, dass ich meinen Saugjob erledigen darf, weil ich dabei einen Praxistest meiner neuen Hörstöpsel von Apple, genannt AirPods Pro, durchführen kann. Beim Exemplar fürs rechte Ohr scheint ein anderer Aufsatz empfehlenswert zu sein. Sie halten dennoch erstaunlich gut, beim Herausnehmen eines Teils stoppt die Wiedergabe und setzt nach dem Einwurschteln ins Ohr wieder ein, so soll es sein. Der gute alte Roger Liebi ist gut zu verstehen und seine Ausführungen zum Buch des Predigers hochinteressant. Viel Neues unter der Sonne für mich 😀. – Tiger fährt ruhig und schnurrt vor sich hin. Beim Schließen des Gartentores fühlt sich eine Wespe gestört und sticht zu. Mistvieh! Der Anfangsschmerz ist ebenso unerwartet wie heftig. Doch er klingt bald ab. – Die Mittagsruhe wird jäh aber nicht unerwartet unterbrochen. Unser Heizungsmonteur rückt zu Wartungsarbeiten an. Halbwach tappe ich zur Tür, leite ihn in den Keller, drehe Heizungsventile oben auf und sinke erschöpft auf mein Lager. Da war ich tatsächlich eingeschlafen und komme jetzt erst gaaaanz langsam wieder zu mir. O weh, das Alter nagt wohl kräftig an mir. Dann ist das halt so. – Abends erfreut uns eine Serienspezial der Soko Wismar. Der Plot ist natürlich irre seltsam aber trotzdem irgendwie nett unterhaltend. Lesenderweise rauscht danach die Zeit an mir vorbei und lässt mich arg, arg spät zur Nachtruhe kommen. Alte Eule!

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