Schiff im Blick

Bei meiner Altvorderen tendiert die Stimmungslage heute eher zu gemischt. Wir verabschieden uns in den Urlaub und das trägt auch nicht gerade zur Aufheiterung bei. Doch bei ihr ist ansonsten alles in Ordnung und bei meiner Schwester und meinem Schwager ist sie in sehr guten Besuchshänden. – Unser Tiger offenbart mir immer mehr seiner elektronischen „Geheimnisse“ so dass ich gut gerüstet auf große Fahrt gehen kann. Ich bin schon sehr gespannt wie er und sein Lademanagement sich auf größeren Touren schlagen. – Den Abend eröffnet Friesland mit einem bekannten Gülleguss auf das Auto des Bestatters Habedank. Ein nettes Stück Fernsehen. Anschließend kann ich die Suche nach unserem Flusskreuzfahrtschiff erfolgreich abschließen. Es ist offensichtlich auf dem Weg von seinem Parkplatz(??) in Rumänien zur ersten Abfahrtstation Köln. Morgen will es sich eine knappe Woche den Main entlang nach Passau auf den Weg machen. Was die FlightRadar24-App für den Luftfahrt ist, bringt die MarineTraffic-App für den Schiffsverkehr mit. Sie wird mir im EU-Gebiet noch gute Dienste erweisen, hoffe ich. Die Vorurlaubsspannung steigt. Gut so. Ich lese ein wenig, spiele ein bisschen und trödele herum bis es sehr spät ist. Pensionistenfreuden.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Fliegenleichen und ein sprengaktiver Senior

Unser Reiseveranstalter will unsere Unterlagen morgen abschicken. Ich bin gespannt. Meine Suche nach einem kleinen Täschchen für Ladekabel und -geräte endet äußerst erfolgreich. Die sich ungeschlechtlich vermehrenden Dinger müssen jetzt nicht mehr im Koffer und Rucksack herumfliegen. – Unser Autohändler will uns eine Dreingabe zukommen lassen, sie hat nur lange Lieferzeiten. Wir hoffen auf eine Aushändigung vor dem Urlaub, weil sie dort exzellente Verwendung finden könnte. Abwarten ist die Devise. – Nach der Mittagspause raffe ich mich endlich, endlich auf und beseitige die Fliegenleichen auf unseren zwei Fortbewegungsmitteln. Mit den älteren Überresten gelingt es nicht so ganz zufriedenstellend. Ach, hätte ich doch … hätte, hätte … 😢 – Der gute alte Barnaby geleitet mich mit einem seiner uralten Fälle in den Abend, eine jahrzehntelange Familienfehde wird von einem scheinbar an den Rollstuhl gefesselten Senior durch intelligente, systematische Reduzierung der Gegenseite „entspannt“. Sehr englischer Humor. – Eine kleine Zuwendung zu einem leichtverdaulichen Lesestoff rundet den Abend ab und begleitet mich in die Nacht. Es wird sehr spät.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Gottesdienst, Dokumentationen und Glaubenshoffnung

Unsere Studierstube trifft sich und die Hoffnung auf eine neue Regelmäßigkeit wächst. Irgendwie müssen wir uns thematisch noch „finden“ aber das wird schon. Hoffentlich. Als Intermezzo disputieren wir über den Petrusbrief Nummer zwei und lassen unseren Gedanken freien Lauf. Geht doch. Mein Wunsch wäre eine Auseinandersetzung mit der Auslegung von Fruchtenbaum zu den Evangelien. Könnte etwas werden, hoffe ich. – Nachmittags hören wir der Predigt aus Bremen zu mit der Hoffnung auf eine geistliche Erweckungsbewegung. – Den Gottesdienst in unserer Gemeinde darf ich einleiten und die Predigt hält unser designierter dritter Hauptamtlicher. O ja, er und seine Frau haben viel mit unserem Gott erlebt. Er ermutigt uns auf IHN zu vertrauen und Schritte im Glauben zu wagen. Ich hoffe, dass es gelingt trotz großer Sprachbarrieren unsere chinesischen Geschwister etwas stärker in die deutsche Gemeinde zu integrieren. Eine völker- und kulturübergreifende Gemeindearbeit ist allemal ein sehr lohnendes Ziel. – Der Abend nimmt seinen normalen sonntäglichen Verlauf, erst erfahren wir etwas über gelüftete Geheimnisse der Natur, dann reisen wir die norwegische Küstenstraße von Bergen bis Kirkenes entlang um schließlich die schwedische Küste kennenzulernen. Am meisten verwundert mich immer wie in den Kommentaren das enge Zusammenspiel aller Elemente und Lebewesen in der Natur nachgewiesen wird, um es dann völlig kritiklos dem Zufall und der Anpassung der Arten zuzuordnen. Nein, so etwas kann der Zufall nicht, er wäre heillos überfordert. Wenn ihr, Jungs und Mädels, schon nicht an Gott glauben wollt, dann wäre eine „noch nicht erforschte steuernde Kraft in der Natur“ glaubwürdiger als ein Würfelspiel. Gut für uns Christen, dass wir darin Gott erkennen, der die Arten natürlich so angelegt hat, dass sie sich weiterentwickeln können. Nur wir Menschen bauen starre Elemente, denen allesamt nur eine Entwicklung, nämlich die ihrer Auflösung, eigen ist. Dennoch waren es beeindruckende Dokumentationen. Es wird ein klein wenig spät.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Wein- und Lebensphilosophie

Der Angriff auf meine Bauchumfangsreduzierungsmaßnahmen erfolgt angekündigt und machtvoll. Im ersten Schritt gelingt es mir mit schmerzlichem Vorsuppenverzicht und einem Schollenfilet zahllose Kalorien abzuweisen, doch es folgen Reste vom Teller meiner Mum und ein Eis mit drei Kugeln von monumentaler Größe. So eine Einladung ins Hoffmannhaus ist gut gemeint und das Treffen mit den Verwandten kommt bestens bei mir an doch die Kollateralschäden sind bedeutsam. Meine Angst vor dem nächsten Waagengang steigt exponentiell. Mir bleibt für die beiden nächsten Mahlzeiten halt nur ein trockenes Knäckebrot. Ob das tatsächlich hilft, wer weiß das schon? Hoffen und harren … Eine notwendige Mittagspause später stürze ich mich auf die Einleitung zum morgigen Gottesdienst. Voller Bauch studiert nicht gern, sagt man, doch er verführt das Hirn zu allgemeiner Trägheit, die sich nur mit Mühe abschütteln lässt. Gott sei Dank gelingt es. – Der Frieslandkrimi am Abend unterstreicht meine durchaus einseitigen Abendunterhaltungsintentionen. Aber immerhin kann man das bildverbreitende Medium abschalten, während die Fluchtmöglichkeiten im Theater oder Kinosaal nur äußerst begrenzt verfügbar sind. Bei einem Rotwein, Jahrgang 2003, aus dem Rheingau bewegen mich Gedanken ob eine längere Lagerzeit bei einem Weißwein ebenfalls besänftigende Wirkungen entfalten könnte. Ein junger Riesling aus dem Rheingau schlägt mir sofort auf den Magen – ob ein zehn Jahre alter Riesling möglicherweise viel behutsamer mit meinen nahrungsverarbeitenden Organen umgehen würde, frage ich mich. Wenn ja, hätte ich vor zehn Jahren die Chance verpasst jungen Rebensaft einzulagern um ihn jetzt zu genießen. Das Experiment heutzutage in meinem Alter zu wagen erfordert dagegen ein viel zu hohes Maß an Optimismus. 😉😇. So neigt sich ein philosophischer Abend recht spät seinem Ende zu.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Einseitige Geldflusslust

Weit nach dem Frühstück, auf dem Dreiviertel-Weg zur Lunchtime begeben sich unsere Besücher 😉 auf ihre Weiterreise und kommen zwei Stunden später wohlbehalten an ihrem Ziel an. Das ist gut. – Mein neuer Ladepunkt trifft ein. Der Vorteil vom sogenannten kabellosen Laden erschließt sich mir nicht so ganz, denn das Laderondell ist – logischerweise – ebenfalls mit einer Kabel/Netzteilkombination ans Stromnetz angeschlossen. So ist dadurch nur ein weiteres entgeltschöpfendes Gerät dazwischengeschaltet. Für die Ohrhörerschachtel ergeben sich kleinere Vorteile und das Netzteil-/Kabelwirrwarr lichtet sich ein klein wenig. Hauptsache Geld fließt aus meinen Taschen in die Unternehmensspeicher, darauf kommt es der Industrie an. Seufz. – ‚Der Alte‘ unterhält im Abendprogramm wieder mit einer ebenso bewegenden wie seltsamen Story sein Publikum und mich. Bei YouTube begeistert mich ein Boeing-747-Flug von Frankfurt nach Mallorca und retour, den Planespotter, neben zahllosen Urlaubern natürlich, für ihr recht eigenwilliges Hobby nutzen. Morgens hin zur Insel und vierzig Minuten später wieder zurück, eine Einreise mit fast gleichzeitiger Ausreise gekoppelt. Jedem Tierchen sein Pläsierchen oder Verrücktheiten als Sympathieträger. Ich erfahre, dass in Frankfurt eine neue Airline ihren Betrieb aufgenommen hat, die Eurowings Discover, zwei Jahre später als geplant aber immerhin ein mutiger Schritt in diesen Zeiten von ihrer Mama, der Lufthansa. Es wird gar nicht so spät.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Besuch

Die Montage eines neuen Duschkopfes samt Schlauch geht problemlos vonstatten. Zwar muss ich hinterher noch eine Halterung zwischen Kopf und Schlauch „zwängen“, doch das ist einfach. Schön, wenn mal wieder etwas völlig problemlos von der Hand geht. Die Stuhlschlepperei, diesmal retour vom Keller zum Obergeschoss, baut Kondition auf (oder ab?), irgendwelche Folien lassen sich von mir nur schwer eine Etage tiefer verfrachten aber sie müssen, ob sie wollen oder nicht. – Nach der Mittagsruhe widme ich mich wieder der Ins-Ohr-Würgerei der AirPods oder besser gesagt der Perfektionierung dieser Handlung. Ein normiertes Gewinde im Hörorgan würde sich dabei als äußerst hilfreich erweisen. Gibt es aber nicht. Schade. – Unser Besuch trifft wohlgelaunt ein. Die Zwei haben eine lange Fahrt hinter sich sind aber junge-leute-typisch gut drauf. Nun ja, junge Leute nur aus unserer Sicht. 😉! – Beim kalten Dinner erliege ich völlig den Verlockungen frischen Brotes und haue mir den Wanst viel zu voll. Tss, tss, tss! Besuch ist toll aber abnehmfeindlich. Es ergibt sich eine muntere Plauderei bis die Youngster früh am Abend ins Bett fallen. Bei mir wird es dagegen sehr spät mit YouTube-Berichten.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Zweck oder Selbstzweck?

Unsere Reise rückt unerbittlich näher. Meine Befürchtung zu wenig Beinkleider für die Fahrt parat zu haben, erweist sich als großer Irrtum. Die Fehleinschätzung meiner einsatzbereiten Textilien zur Bedeckung der unteren Gliedmaße ist erschreckend: Eher zu viel als zu wenig. Die optimierte Vorsorge meines Körpers für schlechtere Zeiten mag gut dazu beigetragen haben – die vorderen Fettlagerstätten sind etwas geschmolzen. Morgen will ich meine T-Shirts checken. Die Spannung steigt. – Nachmittags treffen meine neuen Ohrhörer ein, AirPods Pro von Apple. Ich habe mich immer gegen diese Ohrbesetzer gesträubt, doch meine Schwägerin hat sie so vehement empfohlen, dass ich „umfiel“. Ein erster Eindruck: sie kommen ziemlich entladen an und sind nicht einfach im Hörorgan zu befestigen – aber es könnte klappen. Der Härtetest beim Staubsaugen steht nächste Woche an. Dummerweise ist das Laden recht umständlich, sodass ich gleich für kleines Geld eine „Ladescheibe“ dazu bestelle. So kommt eins zum andern. Die Industrie weiß schon wie sie Leichtgläubigen wie mir das Geld aus der Tasche zieht. Mit viel Sparsamkeit könnte ich heute schon Millionär sein – aber meine Fähigkeit beim Blick auf fette Kontoauszüge Glückshormone auszuströmen, ist nur gering ausgeprägt. Ich wende mich lieber Greif- und Erfahrbarem zu. Geld ist für mich nur ein Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck. So bin ich halt. – Der Abend vergeht mit der Nachprogrammierung unseres Fernseher, der Anpassung der Zattoo-App, um im Notfall die Privaten auch in HD-Qualität empfangen zu können und der Neusortierung unserer digitalen Programmzeitschrift. Zeitvertreib für freizeitreiche Pensionisten. Den Abend beschließe ich mit dem schwatzenden Kater und seiner Versorgerin. Erstaunlich früh strebe ich der nächtlichen Ruhe zu.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Software, Kräuter und Leichen in Friesland

Ich fahre zum Seniorenheim. Tiger rollt gerade aus unserem Ort heraus und schaltet mit einem Mal seinen Bildschirm ab. Alles schwarz. Immerhin kann ich problemlos lenken, Strom geben und so – man wird dankbar für Selbstverständlichkeiten. Etwas später fährt das System aus eigenem Antrieb wieder hoch. Das kann ja noch heiter werden. Autos kann VW bauen, die Software scheint an alte Windows-Zeiten erinnern zu wollen. Auf solche Nostalgie kann ich gut und gern verzichten! – Meine Mum wirkt körperlich müde, doch recht munter im Geist, wenn auch ziemlich einsam im Heim. Ich werde wohl nie so richtig verstehen warum sie sich isoliert und von allen Angeboten abschottet. Früher war sie viel offener und interessierter – oder war da mein alter Herr allein die treibende Kraft? Es ist traurig. Ein wenig bedröppelt begebe ich mich auf den Rückweg. – Nachmittags wandelt meine vielseitig interessierte Hausmitbesitzerin auf Kräuterpfaden. Eine dreistündige Wildkraut-Erkenntnistour unter fachkundiger Leitung begeistert sie und fünf weitere Grünzeugliebhaberinnen. Hoffentlich driftet sie nicht ins vegetarische Lager ab. Das wäre fatal (für mich). – Abends lasse ich zwei Frieslandkrimis über mich ergehen und schwanke zwischen ‚halben-Auges-gucken‘ und ‚abschalten‘. Das neue große Bildformat verleitet mich schließlich zu ersterem. Apple bietet im Anschluss ein Intermezzo mit seinen Update-Orgien, die Schlag auf Schlag erfolgen. Nervig. Den Abend beschließt ein Blick in die Katergeschichten der juristischen Hilfskraft. Leidlich nett. Es wird wieder spät, logisch.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar