Gesegneter Wochenanfang

Der Wochenspruch macht Mut und baut auf. Auch die Predigt über den Kranken, dem Jesus zuerst die Sündenvergebung zugesprochen hat, gibt Kraft für den Alltag. Ja, Jesus sieht uns und wir sind ihm wichtig, er nimmt sich unserer Sorgen an. Dieses Wissen tut gut! Ein aufbauender Start in die neue Woche, der uns wohltut. Ansonsten lassen wir uns nach der Siesta im Cabrio bei wunderschönem Wetter nach Helmstedt treiben um die Anlagen zur Steuererklärung in den Finanzamtsbriefkasten zu verfrachten. Wir könnten sie auch schicken aber inzwischen lieben wir diese alljährlichen kleinen Ausflugsfahrten und schlagen bei der Rückfahrt einen weiten Bogen bis wir gegen Abend wieder zu Hause landen. Ich freue mich an unserer Bewässerung, die nun fehlerfrei funktioniert und lasse den Abend altersgerecht in aller Ruhe und mit viel Frieden seinem Ende zutreiben. Feiner Sonntag.

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Steuerfreuden

Jedes Jahr dasselbe Theater, die alljährliche Steuererklärung nervt ohne Ende. Wann begreifen Politiker samt ihrer Beamtenkohorte endlich, dass komplizierte Steuergesetze ebenso viel Ungerechtigkeit schaffen wie unausgewogene Steuersätze? Für die vielbeschworene Steuererklärung auf dem Bierdeckel müsste man vorher den gesamten Beamtenapparat der Finanzbehörden austauschen – mit ihm kann so ein Vorhaben nie gelingen. Ach ja, die Finanzgerichte müsste man dann wohl auch mit frischen Richtern ausstatten. Mithin ist das Vorhaben offensichtlich hoffnungslos. Ich muss eben mit den dschungelartigen, irrgartenähnlichen, größtenteils auf den ersten Blick unverständlichen Ausscheidungen der Finanzbürokratie leben. Zum Glück nur einmal im Jahr und in der Hoffnung nur weniges übersehen zu haben. Ein Steuerberater wäre zwar eine Alternative aber der muss sich ja auch erst einmal rechnen im Vergleich zu meinen Herumstümpereien. Doch jetzt ist es geschafft, per Elster transferiert und morgen gehen die Unterlagen zur Behörde. Puh!

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Alles neu …

Heute erledige ich die Steuererklärung, ganz sicher, unbedingt. Also Mac anwerfen, Steuerprogramm aufrufen und … es will ein Update. Selbiges dauert ein halbe Stunde, voraussichtlich. Okay, dann wende ich mich halt erst einmal anderen Sachen zu und lasse dem Update seinen Lauf. Kaum ist selbiges vollzogen fordert der Mac ein Betriebssystems-Update. Ich bin viel zu weichherzig und gebe es frei. Das war’s dann mit der Einkommenssteuer. Der Neuanfang zieht sich bis über die Mittagspause hin. Inzwischen wende ich mich dem Bewässerungscomputer zu. Mein erstes Urteil: es ist alles leicht verständlich. Also prüfe und korrigiere ich, mal ist alles weg, dann wieder da – im Detail verbirgt sich der Horror. Doch es ist ein winziger Horror, hoffe ich – ausprobieren ist nicht, denn der Regensensor sperrt – völlig zu Recht – die Wasserausgabe. So bleibt die Spannung bis morgen erhalten. Spannung? Ja, es gibt sechs Sektionen, die nacheinander sprühen sollen aber die Einstellung dafür finde ich nicht. Geht es automatisch nacheinander? Ich hoffe so und warte ab. – Abends probiere ich unsere neue Speedbox aus. Trotz geringer Downloadrate läuft die Serie flüssig. Eine prima Alternative.

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Dämpfer, Schutzcape und eine blauäugige Filmcrew

Ein weiterer Arztbesuch beschert uns weitere Dämpfer – irgendwie gehen wir inzwischen enorm gedämpft durchs Leben. Es reicht langsam. – Nachmittags erwischen wir den Zusteller dank einer guten Informationspolitik der Post und können ihn um unsere Sendungen erleichtern. Wir teilen uns auf, unser Audi ist abzuholen und Mutti ist zu besuchen. Ich fahre zum Heim, fülle einen Besuchsbeleg aus, schlüpfe in den neu erworbenen Regenschutz aus transparenter Folie und desinfiziere zweimal meine Hände. Dann darf ich zu meiner Altvorderen. Erstaunlich wie viel Wärme sich unter einer fast hauchdünnen dafür undurchlässigen Folie ansammeln kann. Leicht feucht verlasse ich danach diesen geschützten Ort und streife sofort den Schweißförderer ab. Ob er tatsächlich etwas bewirkt? Kaum zu glauben. Dann fängt es auch noch an zu regnen, gut für die Pflanzen, die Landwirtschaft und unseren neuen Rollrasen, schlecht für Cabriofahrer – Haube statt Freiheit. Abends reise ich durch Namibia, schaue Giraffenschützern bei ihrer Arbeit zu, begleite Forscher auf der Suche nach seltenen Metallen, lasse mich über einen riesigen Grundwassersee informieren, der viele Menschen versorgen könnte, es teilweise auch schon tut, und erfahre Grundlegendes über Vorteile des Tourismus, um schließlich beim Nashornschutzprojekt zu landen. Der Bericht setzt einen Kontrapunkt zum Bericht eines Insiders, den ich vor Ort vernommen habe. So kommen jetzt die beiden Seiten des Landes zum Leuchten: der aktive Tierschutz, der Nutzung natürlicher Ressourcen und der in der Verfassung verankerte Naturschutz im Gegenlicht grassierender Korruption, schlampiger Verwaltung und öffentlicher Nachlässigkeit. Ein schwieriges Terrain – offensichtlich zu undurchsichtig für die blauäugige Filmcrew – und doch hochinteressant.

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Neuer Garten, Hiob und eine Plauderstunde

Frühmorgens erhebt sich Lärm auf unserem Grundstück, eine Walze rattert und knattert, Menschen erzählen und dann … kehrt völlige Ruhe ein. Nichts mehr zu hören. Wir sind verunsichert und stehen nach kurzem Zögern auf. Tatsächlich, kein Mensch mehr da, nur die motorbetriebene Walze ist weg. Erst gegen Mittag laufen die Arbeiter auf und legen los. Rasen wächst aus der Rolle und grünt die Restfläche ein. Die letzten Düsen werden gesetzt und alles koordiniert. Zum Anwachsen ist die Bewässerung nötig und wichtig. Später muss ich sie mir genauer ansehen und auf das Nötigste begrenzen. Es wird ein Spagat. Doch die Jungs und Mädels machen alles gut und wir können zufrieden sein. Es fehlt noch Mr. Shorty und ein paar Restarbeiten sowie die knallharte Endabrechnung. Wie hat sich die Optik verändert! Ist das wirklich unser Grundstück? – Während einer Autofahrt erreicht uns eine Hiobsbotschaft und eins wird klar: Gutes und Böses liegen oft ganz nah beieinander. Leben pur kann auch bitter schmecken. Abends frönen wir den besseren Seiten bei Rosé und ausklingender Wärme in der Lounge. Es ist wohltuend einfach mal loszuplaudern. Aparter Tagesausklang mit Abendrot.

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Unerwartete Wendungen

Heute wird draußen alles für den letzten Rollrasen vorbereitet. Die allerletzten Düsen sind montiert und getestet, alle Gräben sind aufgefüllt, der Mutterboden ist verteilt, der zentrale Wasserverteiler im Boden versenkt. Alles wartet nun auf die grüne Bedeckung. Wird ja langsam auch Zeit (es war viel zu tun). – Heute werden wir in die Hand unseres Herrn und Gottes geworfen. Das fällt nicht leicht. Gut, dass wir auf ihn vertrauen können. Das macht Mut. – Immerhin genießen wir die Wiederbelebung des Internets, eine atemberaubend schnelle Versicherung und eine belebende Fahrt im Cabrio. Die Nähe von Freude, Verwirrung und Erwartung im Leben stimmt nachdenklich und lässt innehalten. Ein Jahr voller Kapriolen!

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Alte und Junge

Der Endspurt der Gartenhandwerker nimmt Fahrt auf. Das Ende der Arbeiten kommt in Sicht. Der Rollrasen verändert das Bild vollständig. Der Wandel von Lichtung zum Garten ist vollzogen. So einen gepflegten Rasen hatten wir noch nie. Am Nachmittag wird die letzte Bewässerungsleitung verlegt und angeschlossen, ein paar Sprengdüsen gesetzt und alles vorläufig fixiert. – Abends treffen wir uns bei Freunden zum Grillen und sitzen lange, lange im Garten. Die Diskussion dreht sich um unsere Gemeinde, die Gemeinschaft propagiert aber in der Krise damit arg überfordert scheint – vielleicht tritt auch nur ein Generationenkonflikt zu Tage: Junge Menschen wollen selbst entscheiden ob sie Besuch nötig haben, ältere fragen oft erst, wenn das „Kind schon im freien Fall im Brunnen“ ist, bildlich gesprochen. Bei allem Ernst muss ich insgeheim lächeln. „Zu meiner Zeit“ waren „die Alten“ im Vorstand und manche „Junge“ fühlten sich nicht verstanden. Heute sind „die Jungen“ im Vorstand und jetzt klagen manche „Alte“. „Damals“ fiel es „den Alten“ schwer, die Kritik zu akzeptieren. Und heute? Ich befürchte, wir Menschen ändern uns nicht 😉😇. Hoffentlich dürfen wir bald wieder zusammenkommen. Das wäre toll!

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Ruhe nach dem Sturm

Das Mobilfunknetz ermöglicht uns einen exzellenten Gottesdienstempfang und so hören wir etwas über den Namen und danach über die Schönheit Gottes. Über beides lohnt es sich reichlich Gedankenschmalz zu investieren. – Da viele unserer Geräte eine Zwangspause einlegen, können wir intensiv lesen, spielen und den Regenwolken nachschauen. – Abends verfolgt meine höchst interessierte Mitbewohnerin eine Evangelisation im Erzgebirge, während ich in eindrucksvollen Bildern aus Meck-Pomm schwelge. Eine Kreuzfahrt, eine Tagestour auf der Peene und ein Männerausflug auf einem Floß hat jedes für sich seinen Reiz. Danach bleibe ich in der Endphase eines Actionfilms hängen, in dem ein paar scheinbar frühsenile Greise – deren Ränge ihre IQs um ein vielfaches übersteigen – ein Inferno im Nahen Osten entfesseln wollen. Natürlich geht es gut aus – willkommen in der Welt des Films! Ein Cosy-Roman mit der Haupthandlung in einer rumänischen Burg, beruhigt meine Nerven. Ein virtuell stark reduzierter Tag neigt sich seinem Ende zu. Ich schlafe gut.

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