Sympathisches und unerfreuliches

Der gesamte an die Straße gestellte Sperrmüll ist weg. Alles wurde mitgenommen und kein Teil wurde Opfer irgendeiner Verweigerungshaltung. Toll (arme Badmöbel – das ist der Lohn für jahrzehntelangen Dienst 😣😏)! – Die Montage von vier Türen gelingt völlig problemlos, wenn auch das Spaltmaß Fachleute zu deftiger Kritik veranlassen dürfte. Apropos Fachleute, ich kann mir ein verständnisvolles heimliches Grinsen nicht verkneifen als ich die Story von einem Handwerker lese, der keine Aufträge von Audi-Großkopferten mehr annimmt, weil sie weit überdurchschnittlich oft mit hergeholten Beschwerden Rechnungen nicht bezahlen oder kürzen. Nun ja, ich kenne nur sympathische Ingenieure von VW persönlich – aber die andere Sorte ist mir ab und an ebenfalls begegnet. Begegnungen der unangenehmen Art. Mit vielen freundlichen Menschen sitzen wir dagegen heute am Abend zusammen bei griechischen Leckereien samt Rotwein oder wahlweise Gerstensaft. Es ist sehr gut und erfreut mich sehr. Unsere freiwillige „Nachspielzeit“ zu Hause verzögert die Ausübung der Nachtruhe nicht unwesentlich. Kommt halt vor.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Handicaperfahrungen

Sagen wir die Montage ab oder nicht? Unser hilfsbereiter Freund motiviert uns, dabei zu bleiben wiewohl er weiß, dass die Hauptlast nun auf ihm ruhen wird. Sehr dankbar nehmen wir sein überaus freundliches Angebot an. Der Zusammenbau läuft wie befürchtet ab: er macht fast alles und wir leisten Hilfsarbeiten. Die Schränke sind bis auf die letzte Schraube zerteilt – die Vielfalt der Einzelteile verblüfft mich bei jedem Projekt neu. Am Abend sind wir bis auf die Türmontage durch. – Weitere kräftige Unterstützung verfrachtet unseren Sperrmüll an den Straßenrand. Von Herzen Dank dafür – so ist es also alt und abhängig zu sein. Kein so richtig angenehmes Gefühl. Immerhin wurde viel geschafft und auch ich bin geschafft trotz meiner sich der messbaren Wirklichkeit nahezu entziehenden Beiträge. So ein Handicap schlaucht wohl auch. Seltsam. Ich entspanne bei ‚Nord bei Nordwest‘ – leider leichenreich – und lasse im Anschluss die abstruse Persönlichkeit des Doc Martin meine Sinne sowohl erheitern als auch erzürnen. Eigenartige Kombination. Ich nehme die Fernsehscheinwelt zu ernst. Charakterfehler.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Teppichsturz

Morgen wollen wir mit einem Freund die Schränke für den Wirtschaftsraum aufbauen. Also schiebe ich die Stühle zur Seite, verrücke den Eßzimmertisch, um eine adäquate Montagefläche freizuräumen. Danach will ich das erste Paket öffnen, den Inhalt kontrollieren und alles für die Montage vorbereiten. Ein guter Plan, scheint mir. Doch irgendeine Bewegung auf dem Teppich muss ich falsch koordiniert haben, keine Ahnung wie es geschieht aber völlig überraschend finde ich mich in einer Schräglage wieder und bewege mich heftig auf den Boden zu. Die Landung ist hart und schmerzhaft. Reaktionsschnell verhindere ich noch, dass zwei massive Kufen unserer künftigen Küchenbar über mich purzeln. Dann kommt der Schmerz. Erst kräftig, dann relativ erträglich. Einige Zeit des Jaulens und Haderns vergeht und endlich gelingt der Wechsel in die Vertikale – offensichtlich nichts gebrochen, Gott sei Dank! Mühsam suche ich meine seniorengünstige Lagerstätte auf. Wieder einmal bestätigt sich das wunderbare Gefühl wenn der Schmerz nachlässt – doch wirklich vermisst habe ich es nicht. Eine interessante Nacht wartet auf mich. Ächz!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Erkenntnisse und Perspektiven

Küchenaufbau, zweiter Akt und unser kompetenter Handwerker muss sich sputen, weil er im Anschluss einen weiteren Termin hat. So gelingt gerade der Einbau der zweiten Arbeitsplatte samt Spüle. Immerhin, denn es sind etliche Schneide- und Anpassungsarbeiten zu bewältigen. Mit dem zweiten Teil sieht die Küche erheblich besser aus. Noch fehlen die Bodenleisten, eine Eckleiste und die Verkleidung des Geschirrspülers sowie, was logisch ist, ein paar nachbestellte Hinguckerlis. – Am späten Nachmittag erreicht mich ein Reiseangebot für Neuseeland, 3 Wochen Ende 2021, meist 2 Übernachtungen in den Hotels und Flug mit den Emirates. Ich frage per E-Mail nach weiteren komfortablen Extras beim Flug, kurz nach Möglichkeit und Preis. Es heißt abwarten, was die Veranstalterkumpels so drauf haben. Das meiner reiseunlustigen, sparsamen Gern-zu-Hause-Bleiberin anzudienen wird ein hartes Brot. Ein äußerst hartes Brot. – Die zentrale Bibelstunde in der Gemeinde wirft alle meine hoffnungsarmen Erwartungen über Bord und wird sehr gut und aussagekräftig. Ich bin überaus angetan. Einzig negativ sind die dreißig Meter huschen durch eiskalte Lüfte zum und vom Auto. 😉 Brrrrr.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Seufzereien

Ein Nichtgärtner mit Garten hat die eine oder andere Last zu schultern. Neben Pflege- und Gießlasten kommen noch finanzielle Schwergewichte auf ihn zu. Das erfahre ich heute bei einem Gespräch mit unserer Landschaftsgärtnerfirma. Nicht nur, dass die Beseitigung von todkranken Bäumen eine Menge Kohle kostete, auch die Füllung der entstandenen Lücke mit adäquatem Grünmaterial plündert die Kasse. Boden raus und Boden rein, kaputter Rasen raus und Rasensamen rein (Rollrasen würde das Budget massiv sprengen), Blühhecke in die Erde stopfen und gießen, gießen, gießen – es bleibt die Hoffnung auf einen nassen und frischen Frühling-Sommer-Herbst. O wie eigennützig! So soll unsere natürliche Lichtung einer stinknormalen Gartenlandschaft weichen. Nun ja, so ist das Leben. Seufz. – Am Nachmittag bereiten wir unsere Küche auf die vorläufige Endmontage vor und rätseln wann wohl die endgültige Endmontage endlich kommen wird. Seufz. Dann schleppen wir noch zu montierende Schrankelemente, sauber verpackt in sausackschweren Paketen, in das Wohnzimmer zur Zwischenlagerung. Am Donnerstag wollen wir uns mit dem Zusammenbau vergnügen. Seufz. Aller guten Seufzer sind drei. Seufz. Ach, das wären jetzt schon vier.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Beunruhigende Ruhezeiten

Ein junger Bruder predigt heute munter drauflos. Seine Botschaft ist klar und eindeutig und wir erfahren darüber hinaus ein wenig aus seinem Leben. Erfrischend. – Meine Mittagsruhe beginnt mich zu beunruhigen. Früher konnte ich gar nicht zur Ruhe kommen und heutzutage schlafe ich erschreckend lange. Ob ich meinen Tagesrhythmus doch noch einmal überdenken sollte? Ich glaube schon. Eine spontane Einladung verfrachtet uns abends zu Freunden zu einem lebhaften Austausch über dies und das in den Nachbarort. So ein Tagesabschluss kann mir wohl gefallen. Zu einer vernünftigen Lageraufsuchungszeit kommen wir zu Hause wieder an – und bleiben auf. Sehr lange auf. Es wird sehr spät. Wie unvernünftig!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Morgenspachtelei

Wer hat bloß diese unsäglichen Geburtstagsfrühstücke erfunden? Für Frühstückfans mag das ja eine feine Sache sein aber für Leute meiner Art ist es eine echte Plage. Man steht vor einem mit allerlei Leckereien gefüllten Tisch – eine Abendbrottisch á la bonne heure – ohne jeglichen Appetit. Ich quäle mir ein wenig Rührei und ein Brötchen mit Lachs hinein und bin pappsatt. Jedes weitere Teil würde einen Organprotest hervorrufen, der sich gewaschen hat. Die anderen spachteln munter vor sich hin, ich sitze dabei und sehe ihnen lustlos zu. Das ist gar nicht spaßig! Dabei mache ich noch gute Miene zu einem Spiel, das sich mir völlig verschließt. Wenn die lebhaften Gespräche nicht wären, würde ich schier verzweifeln. Wenn ich Glück habe, gibt es zur Mittagszeit, wenn sich mein Appetit langsam regt, eine Suppe, so dass ich nicht als einziger um diese Zeit hungrig herumhängen muss. Meine in dieser Frage nahezu uneinsichtige Lebensteilerin will mich immer überreden zu meinem Geburtstag ähnliches zu veranstalten. Wie wäre der Fachbegriff für mich dann? Masochismus träfe es, glaube ich, sehr gut. Never!??

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Rauf und runter

Und wieder naht die zweite Bibelstunde zum gleichen Text. Mir fällt noch einiges zum Bibelwort ein und ich vervollständige die Präsentation. Wieder stelle ich fest, dass es ein hartes Brot ist, wenn man von den Teilnehmern nur wenig Resonanz erfährt. Ich ziehe die Präsentation schneller durch und erst zum Ende hin löst sich die stumme Aufmerksamkeit hin zum spürbaren Interesse. Wieder einmal verlasse ich leicht geplättet den Tatort. Für einen Mann mit einem etwas höheren Level an Selbstzweifeln ist das nicht die allerbeste Umgebung. Die Menschen sind supernett, sehr freundlich und zuvorkommend ohne jeden Zweifel aber es nagt die Frage an mir ob ich ihnen etwas erfahrenswertes mitgeteilt habe. Gleichzeitig weiß ich natürlich, dass Gott sowohl den Verkünder des Wortes wie auch die Hörer beschenkt und ohne Gott selbst bei den klügsten Worten nichts geistliches passiert. Ersteres habe ich unbedingt erfahren, das weiß ich genau und das andere? Gott weiß es. Ich mag diesen zweifelnden Rolf nicht aber so ist er halt. Ein wenig zappen in den Streamingdiensten lässt mich wieder runterfahren. Gut so. Aber jeden Tag brauche ich das nicht. Ein Ausgleich zum Dienstag? Mag sein.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar