Lecker Lunch

Zum Family-Lunch versammeln wir uns im Hoffmannhaus in Fallersleben. Vorher holen wir noch meine Mum ab, die uns immerhin eingeladen hat. Die hochkompetente und wohlorganisierte Seniorenheimleitung im PUNS hat natürlich unseren Hinweis diese Bewohnerin nicht zum Essen abzuholen völlig ignoriert – das ist nichts Neues. Also entführen wir Mutti aus dem Speisesaal, dort ist das Essen zu ihrem und unserem Glück noch nicht serviert. Der Service im Hoffmannhaus erweist sich als sehr gut wobei die Preise die Einstelligkeit sehr deutlich scheuen. Die Zwiebelsuppe zu Beginn rangiert dennoch leider eher im qualitativen Mittelfeld aber die Schweinefiletstreifen „Schweizer Art“ sind ein Gedicht und die Cognacrahmsauce verführt mich zu lukullischen Schwärmereien. Dass dann noch der verdauungsfördernde Cognac perfekt serviert wird, krönt dies professionelle Schmeicheln meiner Geschmacksknospen. Es ist wirklich sehr schön. Andererseits kann ich mir einen so prallgefüllten Magen eigentlich gar nicht leisten. Da bleibt immer zu viel Fett irgendwo am Körper hängen. Das ist nicht gut. Aber was tut man nicht alles für seine grußzügige Altvordere. Gut war’s. Geschmeckt hat’s. Alles roger.

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Altersweisheit

Heute steht fest: der Verkauf war ein Fake und diente wohl dazu den iMac abzugreifen. Die Polizei entlarvt die gefälschte Buchungsbestätigung, damit hat sich der Verkauf erledigt und endet in einer Anzeige. Bleibt nur zu hoffen, dass sich jetzt auch noch ehrliche Interessenten finden. – Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, schlägt völlig unerwartet meine Reiselust zu. Bang!!!! Ich bin von einer dreiwöchigen Expedition nach Neuseeland fasziniert. Zugegeben, sie ist nicht so überzeugend wie das Angebot von Humboldt-Reisen aber deren Herumzickerei bei unserer Südafrikareise schlägt enorm negativ zu Buche. Ein Veranstalter, der Kunden wegen eines Sonderwunsches monatelang hängen lässt und dann alles mit fadenscheinigen Gründen abbürstet, ist mir höchst suspekt. Hoffentlich können wir wenigstens die eine Reise mit ihm genießen. Für Neuseeland 2021 will ich mir bei Gebeco eine Option eintragen lassen. Doch komisch ist das schon. Wer vermag wohl den körperlichen und geistigen Zustand von Leuten meines Alters im nächsten Jahr vorhersagen? So Gott will und wir leben wird es gelingen. Und wenn nicht, dann ist es auch gut, denn Gott weiß was er tut. Bei mir selbst bin ich da nicht immer so sicher. Selbstzweifel? Nein, Altersweisheit!!!

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Wenig Licht, viel Schatten

Ein freundlicher junger Mann will mir helfen meinen iMac zu verkaufen. Der Mac ist zwar aus dem Jahre 2018 aber nahezu ungebraucht, eine Fehlbeschaffung aus – zugegeben, wenn es auch schwerfällt – mangelnder Kenntnis weiblicher Psyche. Wie ein abgewiesener, nicht akzeptierter, „Liebhaber“ steht er in der Ecke und wird einfach nur älter. Ich tue mich schwer mit dem Verkaufen und so nehme ich dankbar die Dienste des Youngsters (aus meiner Alterssicht) in Anspruch. Gleich nach dem Einstellen der Offerte im Internet schlägt ein Käufer zu und will mehr berappen als ich mir in meinen kühnsten Träumen vorgestellt habe. Er wohnt in England. Mein Verkaufshelfer schöpft Verdacht. Ihn erreicht zwar eine Überweisungsbestätigung, angeblich von Paypal, doch die Umstände erscheinen ihm (und mir) sehr suspekt. Morgen will er die Polizei zwecks Beratung aufsuchen. Ein weiser Entschluss. – Nord bei Nordwest am Abend liefert die allerschwächste Folge der ganzen Serie ab. Wenn meine Lieblingsprotagonistin sterben muss und die Ermittler äußerst harm- und hilflos agieren ärgert mich das sehr. Ich bin schwer enttäuscht. Schade. Ein für meine Verhältnisse recht frühes Zubettgehen liefert leider nicht das gewünschte Ergebnis. Wachbleiben und nur oberflächliche Schlafphasen tun mir gar nicht gut. Doppelt schade.

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Vitaminkur am Sonnenstrand

Ausräumen ist relativ leicht. Einräumen kann dagegen mühevoll sein, wenn eine neue Ordnung begrenzteren Platz bedeutet. Da ist Kreativität gefordert und auch der Mut zur Trennung von langgelagerten Produkten, die mancherlei, zum Teil in Dunkel der Erinnerung versunkenen, Zwecken dienen sollen. Immerhin können wir im Zuge dieser Überlegungen gleich wieder Dübellöcher nutzen, die zunächst recht überflüssig wirkten. Ein Raum füllt sich, während sich die Zwischenlager unterproportional langsam leeren. Doch irgendwie muss es gehen. – Meine Gesundheitsexpertin will mich von der überragenden Bedeutung des Vitamins D überzeugen, das mit Hilfe der UV-B-Strahlung aus der Haut gebildet wird. Mein Vorschlag diesen Prozess an sonnenreichen Stätten vor Ort zu beschleunigen stößt auf Ablehnung. Schade. – Der Versuch meinen iMac für den Verkauf zurückzusetzen scheitert furios, also vertage ich das Experiment auf morgen. Kommt Zeit, kommt Festplattenformatierung.

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Ehrlichkeit und Freundlichkeit

Staubsaugen in der Gemeinde, business as usual, nervig aber unvermeidlichkeitsbar. Einerseits begleitet mich Roger Liebi mit seiner Einführung in die fünf Bücher Mose und andererseits meine Zerrung, die sich über die leichte Belastung meines linken Arms ereifert. Danach gibt es Fisch von der Nordsee, den eine muffelige, unfreundliche Verkäuferin meiner stadtbummelnden Gefährtin mürrisch verkauft hat. Doch das trübt zum Glück nicht den leckeren Geschmack der ehemaligen Wasserbewohner. Nach der wohltuenden Mittagspause stellen wir unser Esszimmer wieder her, räumen den Montagetisch in den Keller und das Werkzeug an seinen Platz, soweit es in meinem messie-ähnlichen Gelass einen hat. Demnächst ist dort aufräumen angesagt – am effektivsten mit einem kleinen Vorderlader drinnen und einem Container draußen. Aber das ist Zukunftsmusik. Der Abend gehört zum großen Teil Doc Martin, der wieder einmal eindrucksvoll beweist, dass Ehrlichkeit und Freundlichkeit eher Feinde als Freunde sind. Das gibt viel Stoff zum Nach- und Umdenken. Überaus ratsame Gehirnaktivität.

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Vollendungsphase

Heute bauen wir zwei Schwebetüren zusammen um das große Schrankwerk zu vollenden. Es geht tatsächlich so flott wie erwartet von der Hand. Die Fahrlässigkeiten der Montageanleitung können wir schnell überbrücken und auch in ihre Fallen tappen wir nicht hinein. Gegen Mittag ist das Werk vollendet und beide Schränke stehen gerade an der Wand. Perfekt. – Am Nachmittag bringe ich noch die Sicherheitswinkel an – man weiß ja nie – und beende den Urlaub der Deckenleuchte. Der Wirtschaftsraum ist aufnahmebereit für alle seine ausgelagerten Inhaltsstoffe. Munter läutet nun seine Lagerverwalterin die Bestückungsphase ein. Sie ist nicht zu bremsen. Unser Chaos nähert sich wieder der Ordnung an. Sobald sie hergestellt ist, ist das untere Geschoss dran. Keller mir graut vor dir!!!

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Gog, Magog und andere Geheimnisse

Die Studierstube beschäftigt sich mit der hochinteressanten Weissagung über Israel in Kombination mit Gog samt Magog. Toll, so spekulieren zu können, sich von ernsthaftesten Auslegungsversuchen, die mit aller Vehemenz vorgetragen werden beeindrucken zu lassen und doch zu wissen, dass letztendlich nur Gott die volle Bedeutung kennt. Spannende Sache. Nach einer ausgiebigen Pause kämpfen wir uns durch unser Renovierungschaos ins Wohnzimmer und schauen dem Regen draußen von drinnen zu. – Abends wird uns der Prolog der Bergpredigt, den viele Menschen für die ganze Predigt halten, nahegebracht. Ich nehme manche neuen Aspekte auf und tausche mich hinterher über den Aufbau von Schränken aus. Das passt nicht zusammen? Doch, es ist unsere Wirklichkeit, die in der Rückschau recht schillernd rüberkommt. Back home erfreuen mich zwei Sendungen aus der Mediathek, gefolgt vom echt englischen Barnaby, um endlich wieder einmal von Doc Martin bettfertig gemacht zu werden. Irre wie lange mich diese Serie verfolgt. Ich muss einfach einen Draht zu seltsamen Typen haben. Spiegeleffekt?

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Einzelhandel und CO2

Wieder einmal bin ich arg dankbar für das Geld, das ich erhalte ohne arbeiten zu müssen. Pension und Rente sind wunderbare Erfindungen! Danke! Wir machen uns auf den Weg, um wieder einmal (wie oft versuchen wir es noch?) dem lokalen Einzelhandel eine Chance zu geben. Natürlich erfolglos, wir fahren von Shop zu Shop und finden – nichts was uns gefällt. Traurig. Nur das Essen im Möbelhaus ist nahezu perfekt. Vielleicht sollten unsere Klimahysteriker auch einmal den CO2-Verbrauch ergebnisloser Kauftouren dem des Versandhandels gegenüberstellen 😉😇 – Meine Mum ist gut drauf aber mein Mittagsruhe-Gen zieht mich kräftiglich heimwärts. – Zu Hause gilt es die Montagevorbereitungen für Montag zu schaffen. Danach bringt mich irgendwann Doc Martin zu Bett. Nett von ihm.

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