Küchenprofis, Blaublüter und Exzentriker

Heute erleben wir eine exzellente Küchenberatung. Der Typ hat es echt drauf und man merkt ihm seine Erfahrung in diesem Metier voll an. Natürlich sind praktische Einbauten nicht kostenlos aber er scheint wirklich mit offenen Karten zu spielen. Das macht es leichter. Die möglichen Gefahren eines Induktionsfeldes für ältere Leute hat bislang keiner der Verkäufer erwähnt. Eine Internetrecherche bestätigt übrigens seine Einwände. Wenn selbst offizielle Stellen einen Abstand zum Kochfeld von 40 cm empfehlen, wenn nicht ganz auf die Platte passende Töpfe die Strahlungsabgabe deutlich erhöhen und stark streuen, dann muss ich das nicht haben. Da warte ich lieber ein wenig länger bis es köchelt. Außerdem will er uns bereitwillig – ganz im Gegensatz zur Konkurrenz – alle Unterlagen zu seiner Planung übersenden. Das finde ich fair. Möglicherweise haben wir unseren Vertragspartner, der am Rande bemerkt auch Christ ist, gefunden. Doch das bedarf sicher noch etlicher Grübeleien. – Abends verfolge ich Barnaby bei arroganten vor sich hinmordenden Blaublütern und im Anschluss bei einem skurrilen Fall, wie ihn sich nur Briten ausdenken können. Fabelhaft.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Backoffice

Mich nervt das ewige Herumreiten auf meinem Alter, das ich so lustvoll zelebriere. Doch es drängt sich einfach auf. Wie heute beim Motivationsgottesdienst. Zuerst einmal reise ich nicht mit dem Fahrrad an – das Thermometer zeigt nur 8 Grad, zu kalt für gewisse wärmegewöhnten Körperteile. Zweitens ist die Musik im Gottesdienst, das Gefallen oder das Nichtgefallen ein klarer Altersmarker. Da mir hinterher noch die Ohren nachdröhnen und die Liedertexte mich an Ostfriesland erinnern (dort ist alles flach), leuchtet ein knallrotes Licht auf: Vorsicht: alter Knacker! Dem muss ich mich stellen und die Konsequenzen für mich ziehen. Ich werde mich wohl doch eher im Hintergrund einbringen mit beten, Ruhezone für den Referenten schaffen, evtl. Fahrdienste oder so. Das kommt wohl meinem Naturell sehr entgegen. Für die Werbung fehlt mir einfach die emotionale Begeisterung – die intellektuelle allein taugt für diesen Zweck nicht viel. Ob Gott mich noch anstupst?

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Computerfrust und Reiselust

Ich will eine spezielle Sparkassen-App überzeugen meine Kreditkarte anzuerkennen. Das ist nicht leicht. Die Beschreibungen sind weitschweifig und – finde ich wenigstens – leicht irreführend. Nach mehreren gescheiterten Anläufen gelingt es mir tatsächlich ein Ergebnis zu erzielen. Ob sich das in der Praxis bewährt, bleibt abzuwarten. Glücklicherweise stehen mir ersatzweise noch andere Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Sonst könnte es im Einzelfall eng werden. Mein Eindruck ist, dass die Sparkassenleuten die Meinung umtreibt, dass der sicherste Umsatz kein Umsatz sei. Dieses Ziel verfehlen sie nur knapp. Zwei andere Anwendungen zeigen sich störrisch und so braucht es viel Zeit, bis ich den Rechenexperten ausschalten kann. – Abends sind wir bei Freunden zu Gast, lassen uns auf ihre Kreuzfahrt mitnehmen und aus meinem Auge stiehlt sich verschämt eine winzige Träne über unseren Mitreiseverzicht. Es war eine interessante Tour zu den Metropolen entlang der Ostsee mit ihren zahllosen Highlights. Leicht beschwingt lasse ich mich nach Hause fahren.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Auf Möbeltour

Und wieder sind wir auf Möbeltour, weil es so schön ist oder warum auch immer. Unsere erste Station, ein stationärer Händler mit großem Internetauftritt, ist nur per Backoffice besetzt. Die äußerst nette Dame kann uns nicht helfen. Na toll! Bei Porta treffen wir auf einen älteren Herren – auf mich wirkt er sehr freundlich, auf meine Mitreisende eher verhalten, aber – da sind wir uns einig – sehr kompetent und entgegenkommend. Da planen wir und planen wir und planen wir … Kurz bevor mein Magen sich mit schlechter Laune meldet stillen wir sein Verlangen mit Currywurst, Pommes und (!!!) Krautsalat. Das finde ich echt stark, denn Krautsalat hat bei mir ‚einen Stein im Brett‘! In jedem Fall hat dieses Haus beschaffungsmäßig betrachtet sehr gute Karten. Andererseits gefällt uns zu Hause der Entwurf des Konkurrenten nun auch wieder recht gut. Und dritterseits werden wir am Montag dem „kleinen Krauter“ eine faire Chance einräumen und dann schauen wir mal. – Abends packt es mich, eigentlich wollte ich ja nur mal schauen, doch dann ist es geschehen, der Herbsturlaub im kalten Kreta ist gebucht. So schnell kann das gehen. Eine Gottesdienstmoderation muss ich dazu noch abgeben aber das wird schon werden. Unsere Spontanität finde ich gut. Echt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Kantig, knorrig, geradlinig

Die Monate rasen vorbei. Schon wieder ist einer dahin und schon wieder staubsauge ich in der Stadtmission. Ich lerne dabei unsere neue Jugendreferentin kurz kennen, eine echt nette Frau. Erheblich weniger nett urteilt Pastor Latzel über den Feminismus in einer Bibelstunde, die ich mir während meines Staubsaugjobs zu Ohren führe. Er hat recht, wenn auch ausgesuchte Freundlichkeit nicht zu seinen Begabungen gehört. Dennoch ist seine Analyse über Ursachen und vor allem Folgen umfassend und stimmt nachdenklich. Seine strikte Weigerung bestimmte Stellen im NT der damaligen Kultur zuzuordnen, selbst wenn sie danach schreien, erschwert den Zugang zu den vielen guten Ausführungen aber da muss ein Zuhörer durch, wenn dieser (oder diese 😉😀😇) es nicht sogar gut findet. Besser so kantige, knorrige Aussagen als das puddingweiche Herumgeeiere, das uns allüberall sanft entgegenschwafelt während man gleichzeitig hinter dem Rücken ein scharfes Schwert gegen Andersdenkende schwingt. – Ein weiteres Mal begeben wir uns zu Freunden zum geburtstagstäglichen Grillen. Leicht beschwingt beschließe ich den Abend.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Unterwegs

Wieder einmal bestätigt sich die Erkenntnis, dass zunehmendes Alter eine Rückentwicklung ins kindliche Wesen hinein fördern kann. Früher hat man uns Kinder ermahnt doch zum Essen zu kommen und jetzt wird die alte Mutter mit Engelszungen zum Mittagessen überredet. Wenn ich einmal selbst soweit bin, schließt sich der Kreis von dem ich – wie alle anderen – hoffe eine Ausnahme zu sein. Doch wer wünscht sich schon einen frühen Tod als Alternative? Gesundheitlich sowie geistig stabil und mobil bis ins Alter hinein zu sein wäre toll – doch nur wenigen ist es vergönnt. Ganz wenigen. Leider. – Ansonsten treiben wir uns wieder einmal in einem Möbelhaus herum, eruieren Möglichkeiten und Chancen einer Umstrukturierung unseres letzten noch nicht erneuerten Raums im Haus. Das ist spannend. Das Ergebnis lässt durchatmen, nicht aufatmen und verlangt, nicht dringlich aber doch energisch, nach einem Vergleich. – Trotz eines kühlen Tagesbeginns können wir uns auf der Heimfahrt gepflegt durchpusten lassen. Zu Hause angekommen rauchen die Köpfe nicht mehr. Prima, so ein Cabrio!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Ups and Downs

Ich vervollständige unsere Hausüberwachung und bringe eine letzte Kamera außen an. Sie ist leicht zu klauen. Hoffentlich bleibt sie uns erhalten. Mein Spieldrang ist ungebrochen. Das Finanzamt schickt einen Steuerbescheid an meine Mutter, der uns sehr positiv überrascht. Das ist selten. Außerdem kommt eine Antwort – nach fast zwei Monaten – von unserem Reiseveranstalter, die uns sehr negativ überrascht. Er ergeht sich in flauen Formulierungen, die das Schlimmste erahnen lassen. Wir müssen nachfragen, haben aber bereits die Erkenntnis gewonnen, dass man bei ihm nur Standardreisen ohne jegliche Sonderwünsche buchen darf. Bei Abweichungen schaltet er auf stur. Wenn sein Namensgeber „Humboldt“ so gestrickt gewesen wäre, wäre der lebenslang in seiner Studierstube hocken geblieben. Nein, Nomen ist nicht immer Omen. Das hätte ich nicht erwartet – man spart dem Unternehmen Hunderte von Euros und doch stellen sie sich voll stur. Ätzend.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Online Kühlschrank

Es funktioniert tatsächlich. Die Kühl-Gefrier-Kombination, per Internet bestellt, trifft – begleitet von zwei freundlichen Herren – pünktlich ein. Sie wird in den Keller gebracht, ausgepackt und das Verpackungsmaterial mitgenommen. Wir sind vollauf zufrieden. Den Versender AO kann man guten Gewissens weiterempfehlen. Wir lassen der Kühlflüssigkeit viel Zeit um sich neu zu ordnen und aktivieren das Teil in der Nacht, da kann es sich schön einkühlen. – Der gute alte Barnaby begleitet mich den Abend über und zur Nacht lese ich noch ein wenig in meiner eBook-Bibliothek. Unser Auto liefern wir einem Reparaturservice in die Hände, der kleine Dellen entfernen soll. Hoffentlich gelingt es ihm. In Griechenland wären Dellen dieser Größe nicht erwähnenswert aber wir sind eben in Deutschland. Da müssen wir jetzt durch.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar