Am Fuße sich präparierender Lavaspeier

Ein Gottesdienst in der St-Gertrud-Kirche ist immer wieder erfrischend. Was Kletten mit uns, mit dem Glauben und mit Jesus zu tun haben, sollte man gehört haben. Da gibt es nachdenkenswerte Zusammenhänge. – Gegen Mittag fahren wir zum Erntefest nach Scharmbeck. Wir müssen an einem Feuerwehrmann vorbei, der nur Festgäste durchlässt, was sinnvoll ist, denn der Ort ist komplett dicht. Über eine staubige Piste erreichen wir unseren Parkplatz und konstatieren, dass Staub besser ist als Matsch. Immerhin. Im Dörfchen lassen wir den Festumzug mit 18 toll geschmückten Wagen, gezogen von historischen Treckern, an uns vorbeiziehen. Eine riesige Libelle, herumschwirrende Bienen, ein kleines Dorf (Schlumpfdorf?), die Elbphilharmonie, Robinson Crusoe, ja sogar eine mächtig rauchende Mondfähre und – man glaubt es kaum – Schloss Hogwarts können wir bestaunen. Alles ist detailverliebt konstruiert und ausgestattet. Faszinierend. Auf dem arg überfüllten Festplatz werden alle Kunstwerke noch einmal präsentiert und bewundert. Echt stark. Doch wir müssen nunmehr heim und verlassen, eine Staubwolke hinter uns entfesselnd, den Behelfsparkplatz. Gut zwei Stunden später, erreichen wir nach einem Kartoffel- und Eierkaufhalt unser Haus. Abends schauen wir einem Vulkan in Ruhestellung, sozusagen beim Luftholen, zu und wundern uns über die vielen Menschen, die unbekümmert am Fuß dieser explosionsgefährdeten Vuklankette leben. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Multi-Kulti

Die Innenstadt von Winsen/Luhe ist ebenfalls nett, besonders wenn dort bei einem kleinen Fest gesangkundige Herren unbedeckten Hauptes und im Anschluss tanzfreudige Damen und Herren mit Westernhüten ihre Künste zur Schau stellen. Die Aleviten bruzzeln, die Kurden präsentieren nationale Köstlichkeiten, überall duftet es appetitanregend. Dennoch beugen wir uns den Wünschen unseres Neffen und wählen typisch griechische Spezialitäten. Danach bin ich wieder einmal pappsatt. Erst das Sofa, dann ein Kaffee und schließlich eine Zigarre lassen mein Mägelchen wieder zufrieden schnurren. Am frühen Abend kommen dann auch Schwager samt Schwägerin von ihrem Trip zurück, was einen intensiven Austausch zur Folge hat. So ist das eben. Unser Neffe ist derweil beim Festwagenschmücken für das Erntefest im Nachbarort. Das muss ein harter Job sein. Wir sind auf das Ergebnis gespannt. Er ist jedenfalls zufrieden. Das weckt Hoffnungen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Cappuccino und eine kurdisch-italienisch-türkische Pizza

Die Sonne lacht vom Himmel und wir strahlen mit. Unser Ziel ist Buchholz in der Nordheide und wir flanieren durch die für eine Kleinstadt sehr attraktive Fußgängerzone. In einem Café am künstlichen Teich, leider ohne Fischbestand, pausieren wir mit Cappuccino und Schokolade im wohltuenden Schatten. Perfektes Feeling. Unser Verwandter muss zwar in dieser Zeit eine medizinische Prozedur über sich ergehen lassen – aber das ist ja sein Problem (kein sehr großes, wie es sich hinterher herausstellt). – Mittags bestellen wir uns bei einem kurdischen Imbiss eine italienische Pizza mit teilweise türkisch-typischen Belag und einem Pizza-Dressing (!!!), welch eine wohlschmeckende multikulturelle Geschmackskomposition. Altersgemäß schaffe ich nur die Hälfte. Ein ruhiger Nachmittag, ein Cohiba-Zigarillo auf der Terrasse samt Kaffee zum Nachspülen – welch ein Tag! Hier kann man’s aushalten.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Oben offen on Tour

Es steht eine Rücksendung an einen großen Versenderkonzern an. Ich begebe mich mit einem QR-Code auf dem Handy zum Vor-Ort-Service, selbiger scannt den Code ein und ruckzuck werden Etiketten und eine Bestätigung ausgedruckt, erstere aufgeklebt und letztere ausgehändigt. Funktioniert prima. – Relativ spontan brausen wir offenen Daches relativ spontan nach Pattensen. Es ist schön warm und es ist eine Genießertour. Unser Neffe erwartet uns und bricht bald nach unserer Ankunft auf um einen Wagen beim großen Erntefestumzug mitzugestalten. Er baut mit vielen anderen schon seit Wochen an diesem rollenden Wunderbau. Wir sind gespannt auf das Erntefest samt Umzug und hoffen auf einen regenfreien Tag.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Mit Senioren auf Tour

Die Sommerfahrt unserer Senioren begleiten wir als Mitältere schon etliche Jahre. Heute geht es nach Hannover ins Sealife. Leider beginnt der Tag mit Aufstehen noch vor halb acht. Das ist hart. Sehr hart. Im Halbschlaf bringe ich drei weitere Personen zum Abfahrtsort, schleiche mich in den Bus und drömmel so vor mich hin. Irgendwann vor Hannover bin ich endlich wach und aufnahmefähig. Wurde ja auch Zeit! Das Wetter ist phantastisch aber das Seeleben klein. Immerhin sehe ich Leine-Fische, Rochen, bunte Südseefische, Piranhas, blaue Kröten, unbewegliche Schildkröten und ein träges Krokodil. Mein Interesse weckt auch der Tunnel, der sich durch ein größeres Becken zieht mit einer die Beschaulichkeit pflegenden Schildkröte und einem hyperaktiven Rochen über unseren Häuptern. Nett. Leider ist man viel zu schnell mit der Tour durch. Immerhin ist zum Trost der Ausgangsbereich klimatisiert und etliche Dickbauchseepferdchen winken uns zum Abschied zu während eine Krake verborgen bleibt. – Mit 48 Personen vorbestellte Essen in Empfang nehmen ist immer wieder ein Erlebnis – nicht jeder weiß was er bestellt hat und nicht jede erhält das Georderte. Wie auf einem orientalischen Markt versucht das Servicepersonal lautstark Abnehmer für die verzehrfertigen Speisen zu finden. Das stößt teilweise auf eher mäßiges Interesse. Ja, ja das Alter in Kombination mit dem Erinnerungsvermögen ist eine spannungsgeladene Kombination. Vom Mittagessen geht es stracks zum Kaffeetrinken – glücklicherweise liegt dazwischen noch eine Andacht mit nachfolgender Gemeindepräsentation. Der hannoversche Gemeinschaft ist eine Symbiose mit einer landeskirchlichen Gemeinde eingegangen. Gemeinsam haben sie einen Kirchenkomplex gebaut und teilen sich nun die Räumlichkeiten. Klingt spannend. Ich bestaune die professionelle Küche und gräme mich ein wenig, dass wir das DLRG-Gebäude nicht erworben haben. Schade.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Gedenken, Pizzatraum und Finanztricks

Mein Schwiegerpapa wäre heute 100 Jahre alt geworden. Leider ist er schon sehr früh verstorben. Mit unserem Besuch machen wir uns auf zum Grab und denken an die vielen Erlebnisse mit ihm zurück. Ja, er hat viel Schlimmes im Krieg und danach erlebt, später stellte sich jedoch sehr viel Gutes und eine sehr glückliche Ehe ein. Seine Kinder lieben ihn heute noch aus tiefstem Herzen. – In dem neuen italienischen Restaurant im Fuchsweg lassen wir uns mit Holzofen-Pizza verwöhnen und sind allesamt total begeistert. Ja, diese Pizzas (bewusste Pluralbildung nach deutschen Regeln) zählen zu den besten, die ich je gegessen habe. Ich bin hin und weg. Klasse! Der Laden ist mehr als nur eine Empfehlung wert. – Nachdem wir heute am Vormittag Heizöl gefasst haben – die Menschen bestellen wie verrückt bevor die angekündigte CO2-Steuer zuschlägt, sagt der Fahrer, kommt am Nachmittag meine neue elektronische Bibliothek. Mit der Hülle bin ich in eine Amazon-Falle getappt, denn diese arglistige Firma zeigt bei einer gezielten Suche nach bestimmten Produkten auch andere, die nicht dazu passen aber ähnlich firmieren. Ja, ich habe einen Fehler gemacht, doch die Irreführung wird mein Bestellverhalten prägen, vor allem da die Rücksendung nicht portofrei ist, wie es aussieht. Schade. Den Solidarbeitrag abschaffen und stattdessen eine sogenannte Umweltsteuer einführen – die Politiker halten uns wirklich für doof. An einen Ausgleich, der über ein Tröpfchen auf dem heißen Stein im Einzelfall hinausgeht, glauben sowieso nur unerfahrene junge Wähler und alte Parteisoldaten. Auf dem Weg von der linken in die rechte Tasche der Bürger bleibt gewiss ein guter Batzen im Staatstopf kleben. Wetten?

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Eremit trifft Senior

Mein eBook-Reader ist weg! In Luft aufgelöst! Ins elektronische Nirwana verabschiedet. Abgehaun!!! Mist! Ich stelle das Haus auf den Kopf, meine mit Adleraugen ausgerüstete Suchgefährtin ebenso. Er bleibt verschwunden. Zähneknirschend bestelle ich einen neuen, hoffentlich mit weniger Fluchtreflex ausgestatteten, Bibliotheksersatz. Wenn ich ihn voll eingerichtet, alle Ordner neu erstellt und alle nötigen Inhalte aus der Cloud geladen habe, dann – aber auch nur dann – besteht die Möglichkeit, dass der ehemalige Platzhirsch sich wieder sehen lässt. Smartphones kann man wenigstens orten, hier hilft selbst lautes Rufen nicht. Wech ist wech, das ist Pech. – Zum Trost kommt am Nachmittag Besuch und wir plaudern bis in die Nacht hinein. Leider bricht auch hier das Leben über uns herein, denn gesundheitliche Probleme naher aber räumlich weit entfernter Angehöriger müssen telefonisch einer Lösung zugeführt werden. Jetzt machen uns die Alten Probleme und in hoffentlich nicht zu kurzer Zeit sind wir es, die andere auf Trab halten. Der HERR sei mit uns.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Abschied, Fehlalarm und Kreuzfahrtdilemma

Heute siegt das Gold aber die Uhr hat ja meinen kritischen Punkt weit hinter sich gelassen. Wir radeln zur Verabschiedung unseres Jugendreferenten. Ein großer Teil der Gemeinde ist total traurig, dass er geht, andere sehr viel weniger. Ich wünsche ihm alles Gute und Gottes Segen auf seinem Weg. Er predigt selbst zum Abschied. Er mahnt die Gemeinde eindringlichst Veränderungen zu fördern und zu begrüßen. Das ist sehr gut. Leider vergisst er in seiner Begeisterung, dass es sowohl Veränderungen zum Guten wie auch zum Schlechten gibt. Das ist nicht ganz unwichtig. Er macht Mut seiner Nachfolgerin offen zu begegnen und auch in ihr eine von Gott geschenkte Veränderung zu sehen. Das gefällt mir total – so klar habe ich das selten gehört. Respekt. Leider funken wir beide auf konträren geistlichen Kanälen, weil wir völlig unterschiedliche Erfahrungen mit unserem Gott haben. Offensichtlich sehen wir jeweils beim anderen die Risiken, die ihm durch diese Haltung drohen. So etwas gibt es unter Christen und Gott sei Dank erträgt ER das und packt uns jeweils da, wo wir ihn verstehen können. Das ist wirklich gut. So möge mein junger Bruder niemals an den Risiken seiner Erfahrungen mit Gott scheitern – andererseits hoffe ich das für mich ebenfalls. – Anschließend sind wir bei einer langjährigen Freundin zum Mittagessen eingeladen. Es ist sehr nett, wir plaudern angeregt miteinander und genießen die schmackhaften Kochergebnisse bis sich meine Alarmanlage von zu Hause meldet. Dank diverser Kameras kann ich cool bleiben und ruhig unserem Heim entgegenradeln: Mein erster Fehlalarm, keine Ahnung was einen Bewegungsmelder geärgert hat. – Abends begebe ich mich televisionär auf ein Kreuzfahrtschiff, schaue mir mit Entsetzen die wirbelnden Massen an – no never!!! Kreuzfahrt okay aber nur mit deutlich unter 1.000 Mitreisenden. Ahoi.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar