Hustensaft, Schweiß und Schlaflosigkeit

Das war eine Nacht! Unklar im Kopf, tief verunsichert und äußerst vergrippt blinzle ich in das Morgenlicht. Das wird nichts mehr, ich bleibe im Bett. Mithin sage ich die Bibelstunde ab und pumpe Medizin in mich hinein. Die Zweifel bezüglich meines Auftrags bleiben, ja werden eher stärker. Doch mich bewegt noch viel mehr das Schwitzen, das Dösen und das Vor-sich-hin-Drömmeln. So verbringe ich einen Tag auf meinem Lager, dankbar für eine kurzfristige Regelung für die abendliche Stunde und kann mich auf eine weitere schlaflose, schweißtreibende Nacht „freuen“. Nette Aussichten.

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Zweifel

Heimtückisch und unverhofft schlägt die Erkältung zu. Wieder erwischt es mich kurz vor einer Bibelstunde, die ich zu halten habe. Am Nachmittag verschlägt es mich ins Bett. Ich frage mich natürlich warum ich schon zum dritten Mal hintereinander direkt vor so einer Veranstaltung von einer Erkältung heimgesucht werde. Redet Gott dadurch zu mir – sollte ich besser keine Bibelstunden mehr halten? Ich bin sehr verunsichert, vor allem, da ich gerade durch Roger Liebi eine Steilvorlage für diese Stunde erhalten habe. Hüte ich halt das Bett und hoffe auf morgen. Doof!

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Sommerzeitschäden

Die Zeitumstellung hat zugeschlagen. Wir wachen erst gegen halb zehn auf. Zu hetzig für den Gottesdienst, also frühstücken wir in Ruhe und hören nebenbei einem Internet-Gottesdienst zu. Meine auf dem Gesundheitstrip befindliche erfahrungswillige Ernährungsexpertin hat außerdem die jahreszeittypische Erkrankung erwischt. Insofern ist ein Ruhetag höchst angemessen. Und so gestaltet er sich auch. Der zweite Teil des Vortrags von Roger Liebi über das Passahfest, insbesondere das letzte Sedermahl von Jesus, rundet die geistliche Komponente des Sonntags ab. Höchst ungeistlich gestaltet sich eine Folge von Death on Paradise und die Tierskens am Abend. Es wird spät – die Sommerzeit schlägt zu.

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Samstag

Ein wenig werkeln im Salon, ein wärmendes Bad und eine geruhsame Reiseplanung begleiten mich durch diesen Tag. Es sind allesamt nette, freundliche Gefährten. Meine sich offensichtlich dazu entwickelnde Partyfreundin lässt sich ein Geburtstagsfrühstück in Frauenrunde schmecken. Es sei ihr von Herzen gegönnt. Ich lasse mich ein wenig durchhängen und genieße den Tag. Muss auch mal sein.

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Staun und Baff

Ein besonderer Geschmack kann leider auch besonders teuer sein. Wie oft musste ich das schon feststellen, seufz. Komfort gibt es nicht umsonst, mitunter fallen dafür ganz schön hohe Preise an, so dass eine gewisse Intention zum Abzocken nicht auszuschließen ist. Schmaler Geldbeutel sei wachsam! Ich stelle fest, dass eine Komfortleistung als Zuzahlung zum inkludierten Preis höher ausfallen kann, als der Einkauf des Komforts außerhalb des Pakets. Das ist schon arg komisch, würde aber für eine Reiseplanung möglicherweise ganz neue Perspektiven eröffnen. Ich staune. Abends kommen unsere verliehenen Stühle zurück. So viele Besucherstühle besitzen wir? Ich bin ganz baff.

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Reisefragen

Der zweite Versuch einer Annäherung an die Humboldt-Reisen startet. Wir sind, wie im letzten Jahr, im Hoffmannhaus. Die Kostenverteilung ist klar: wir zahlen unsere Getränke und der Reiseveranstalter das Essen, was im übrigen total reichlich und sehr lecker ist. Die Präsentation der Reisen ist hochprofessionell und ebenso interessant. Eine dreiwöchige Chinareise würde mich sehr reizen, doch irgendwie ist sie nicht dran. Dagegen gibt es ein tolles Südafrika-Angebot, altersgerecht aufbereitet in kleiner Gruppe und mit mancherlei Ruhetagen. Das könnte mir schon gefallen. Der Preis ist auch okay. Letztes Jahr haben wir eine Reise nach Rumänien/Siebenbürgen gebucht und einen Rückzieher gemacht. Dieses Jahr wollen wir es ohne Zurückzucken probieren. Ob es mir gelingt? Ich weiß nur eins, wenn nicht, dann gibt es keinen dritten Versuch. Nur wegen des guten Essens kommen, buchen und rechtzeitig retirieren liegt mir nicht. Und doch türmen sich noch ein paar Hürden vor mir auf, bevor ich völlig von der Qualität des Angebots überzeugt bin. Zwei Wochen Bedenkzeit dürften ausreichen. Hoffentlich.

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Günstige Möbel und rasende Zeit

Preiswert-Möbel können gut aussehen. Ein Beispiel ist eindeutig mein neues Beamerregal. Es kommt – leider – in einem riesigen Paket, darin noch ein Paket, aber das ist schon der einzige Nachteil. Schnell und selbsterklärend ist es aufgebaut, sieht schön aus, steht stabil und entspricht voll und ganz der Beschreibung. Wunderbar. Im übrigen rast die Zeit wieder einmal im Formel-1-Tempo dahin, kaum ist man aufgestanden schon ist wieder Zu-Bett-Gehzeit, kaum ist der Sonntag vorbei steht schon der nächste vor der Tür. Im Moment ist das das Unangenehmste am Alter. Wenn es so bleiben würde, wäre es gut zu tragen, jedoch hat schon mancher mit diesem Lebensjahresvertilger ganz anderes erlebt. Also genieße ich die gute Zeit, eine Andacht von Pastor Latzel zum Prediger, die recht eindrucksvoll ist und dazu passt sowie die kurze Zeit bis zur Nachtruhe. Buenas noches, amigos.

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Innovations-Magersucht

Ich versuche vergeblich ein neues Betriebssystem auf meinen Mac aufzuspielen. Er lädt alles wunderbar herunter aber startet danach nicht das Update. Bin ich zu ungeduldig und breche zu früh ab? Ist Apple im Windows-Rausch? Wo hakt es? Keine Ahnung, es bleibt mir also nur das übliche Spielchen, nämlich mich nicht zu ärgern, abzubrechen mit dem Wissen, dass morgen ja auch noch ein Tag ist. Ein neues Spiel, ein neues Glück, sozusagen. Mit einem halben Auge werfe ich einen Blick auf das Apple-Event (früher habe ich mir die Show gern online angeschaut) und bin von seiner Dürre, man kann auch sagen seiner Magerkeit verblüfft. Sollte dieser so finanziell extrem gut gepolsterte Konzern an Innovationsmagersucht leiden? Ich fürchte: JA!

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