Elefantenbier

Die Welt steht Kopf beim Fernflug. Es ist 10 Uhr am Zielort. Draußen glänzt der inzwischen schon mittelalte Tag vor sich hin und wir spielen Nacht. Alle Fenster sind dicht, keiner traut sich sein Rollo zu liften und Dunkelheit durchzieht die Kabine. Bin ich der Einzige, der sich den Realitäten stellen will? Offensichtlich ja – die Tagleugner sind in der Überzahl. Komisches Volk diese Fernreisenden. Gegen Mittag (Bangkok-Zeit) gibt es Frühstück. In Bangkok lernen wir nur den Airport kennen und schwingen uns kurze Zeit später in die Lüfte. Eine malerische Wolkenlandschaft erwartet uns und ein weiteres warmes Essen. Genudelt treffen wir in Chiang Rai ein. Im Hotel beschließen wir den Tag bei einer Hopfenkaltschale. Marke Elefant.

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Halbedelstein

Die Situation ist da. Alles Vergessene muss zu Hause bleiben. Überflüssiges ist noch in guter Deckung und wird erst im Laufe der Reise enttarnt werden. Wir sind sehr früh dran, ein Stau könnte uns kaum schaden – so kommen wir gut durch. Check-in prima, Körperscannen problemlos – zack sind wir im Frankfurter Airport und zuck sitzen wir im Flieger. Übrigens in der Prime Economy sitzt man komfortabel und speist halbedel nur das Schlafen weist bei mir große Defizite auf. Also weitgehend durchwachen, eine recycelte Erfahrung aus meiner prähistorischen „Jugendzeit“. Das ich so ein Wort mal gebrauche?! Stark!

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Kleines Gepäck

Die Mähne ist ab. Die Friseuse hat ganze Arbeit geleistet. Aus einem Löwen wurde ein Zieglein. Doch für den anstehenden Sonnenschein ist das schon okay. – Noch nie war ich so früh wählen wie heute. Gerade noch rechtzeitig vor dem Start in das Reisegeschehen gebe ich meine Stimme ab und mache brav mein Kreuz bei Leuten, die ich überhaupt nicht kenne – nicht einmal aus der Presse. Das heißt also „wählen“. Aha. Immerhin besteht die Chance, dass ich bestimmten Mitmenschen ein nicht unbeachtliches „Nebeneinkommen“ beschere. Sie dürfen dann so abstimmen wie die Fraktionsspitze es will oder dürfen der Sitzung im Landtag gänzlich fernbleiben um zu shoppen, zu speisen oder was weiß ich. Ach ja, in den Ausschüssen dürfen sie die Fraktionsmeinung vertreten. Toll. Das Schmerzensgeld ist dafür durchaus angemessen. Ich packe lieber meine Koffer und wundere mich über das wenige Gepäck. Sind wir lernfähig oder vergesslich? Man wird sehen.

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Mürrischer Mac hadert mit Update

Das gute alte Sierra hat sich nun in noch höhere Regionen aufgeschwungen und ich will mit dabei sein. Gestern schon initiierte ich ein Update, die Nacht über ließ ich es reifen und am Morgen kann ich den Mac nicht mehr starten. Von den Gipfelhöhen ins dunkle Tal gestürzt. Es kommt eine Meldung, dass der Streikende eine Datei nicht finden könne. Soll er doch besser suchen der faule Rechenknecht. Seine Eltern liefern das Paket und mich mault er an, dass was fehlt – da hört sich doch alles auf! Die Mac-Welt stürzt bedenklich schnell auf den Windoofs-Sumpf zu. Um so fixer, da diese Moorlandschaft schon beachtliche Erfolge beim Trockenlegen verzeichnen soll. Etliche Surfrecherchen später kann ich meinen Apfel überzeugen sein altes System zu reaktivieren. Aber es gibt Verluste: Laubotium lässt sich nicht mehr bearbeiten. Gut, dass es jetzt Laubotium on Tour gibt! Zur Nacht starte ich einen zweiten Versuch. Dann werde ich die Wipfel erstürmen  – oder ganz unten bleiben. Alea iacta est.

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Aufräumen oder verdichten?

Mein heutiges Schlüsselerlebnis findet in unserer Garage eine imposante Kulisse. Sie ist nämlich proppenvoll. Und nun soll das Auto meines Schwagers zwischengelagert werden. Auf-, um- und wegräumen ist die Devise – aber wohin? Oder doch besser verdichten, stauchen und stapeln? Uns bleibt wohl nur eine Mischung aus beidem und schließlich stehen dann doch zwei Fahrzeuge friedlich nebeneinander. Das freut uns und an den Verbleib des Sperrgutes wollen wir erst einmal nicht denken. Abends wälzen wir in der Mitgliederstunde schwerwiegende Fragen hin und her, müssen aber nichts Bedeutendes entscheiden. Das fällt nicht schwer. Trotzdem will gut Ding wieder einmal Weile haben. Warum eigentlich?

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Traumauto

Jedes Autohaus hat seine eigene Atmosphäre, selbst innerhalb einer Marke. Aber auf eins wird offensichtlich streng geachtet, dass kein Verkäufer dem anderen seine Kunden klaut. Es gibt hochsensible Verfahren um Beratungsströme zu steuern und Regularien für absolute Ausnahmefälle beraterwechselwilliger Querköpfe. Allerdings bleibt jeder Kunde auf der Strecke, der nicht versteht zu handeln. Das ist übel aber seit dem Pferdehandel hat sich daran nichts geändert. Leider gehöre ich zu der Sorte der Festpreisfetischisten. So sollte ich wohl eher Barkäufe vermeiden und vielleicht auf das Leasing zugehen, die Differenzen sind dort nicht ganz so offensichtlich. Irgendwie habe ich seit unserem letzten Autokauf „Blut geleckt“, wie man so sagt, und schaue gern mal wieder in den Verkaufstempeln vorbei. Ich wüsste schon, welchen fahrbaren Untersatz ich noch gern hätte, aber derselbe schwebt irgendwo in illusionären Bereichen. Vor allem für Non-Trader-Figures. Schade.

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30er-Jahre-Sehnsucht

In was für einem Land mit was für Wählern lebe ich? Ticken die noch richtig? Ticke ich noch richtig? Da liefert eine große Koalition ein mehr als passables Ergebnis ab, setzt viele Projekte durch – zugegeben immer unter Beschuss durch die Medien – leistet also eine ordentliche Arbeit und wird abgestraft. Beide Partner verlieren in großem Maße Prozentpunkte. Dafür werden Nazis mit 13 % ins Parlament gewählt. Früher war die AfD tatsächlich eher eine erzkonservative Partei, dann wurden alle „liberalen“ Kräfte – um in deren Parteideutsch zu bleiben – „entsorgt“ und die Nachfolger starten einen Wettbewerb um die besten rechtsradikalen Sprüche. Ich bin stinksauer. Im Osten sollen diese Radikalen sogar über 30 % eingefahren haben. Man sehnt sich dort offensichtlich nach einer Diktatur zurück. Armes Deutschland. Ich bin dann mal weg. Ganz weit.

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Gut Schöpf!

Was wollen wir in unserer begrenzten Zeit in Thailand alles anschauen? Thailand reicht in der Länge von Aalborg bis Neapel und in der Breite von Paris bis Halle. In etwa. In drei Wochen die Highlights Dänemarks, Deutschlands, Frankreichs, Belgiens, der Niederlande, Luxemburgs, der Schweiz, Österreichs, Monacos, und Italiens erkunden. Viel Spaß! In der Begrenzung liegt die Erkenntnis. Wir werden punktuell zuschlagen und nur einzelne Körner picken. Aber welche? Gute Frage! – Abends überlassen wir die quälenden Fragen sich selbst und wenden uns bei Zwiebelkuchen und jungem Wein gänzlich anderen Themen zu. Nur Ablenkung bewirkt Lenkung. Ich stelle mich immerhin mit vielsagenden Sprüchen schon auf die Reise ein. Selbst aus Narrenwort kann der Weise Erkenntniswasser schöpfen. So isses! Nun schöpft mal schön.  😉 

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