Unsere Tigerlilly – schick und eigenwillig

Mit unserem Leih-T-Cross begeben wir uns zur örtlichen Autowerkstatt, holen den Beetle ab, löhnen einen enormen Förderbeitrag für das Autohaus und begeben uns zur Autostadt. Dort benötigen wir e-Guest als Nachweis unserer Anwesenheit. Siedend heiß fällt mir mein Versäumnis ein das Teil herunterzuladen. Für eine neue Jahreskarte reicht ein ausgefülltes Formular. Danach lade ich munter herunter und nach ein paar Versuchen klappt das Einchecken tatsächlich. Stark. Für die Formalitäten zur Mitnahme unseres neuen Hausgenossen darf nur eine Person ins Bürokratendomizil. Mit einem Gutschein über 30 Euro ausgestattet geht es dann ins, nach der Krise gerade frisch geöffnete, Restaurant. Sie üben noch Normalität doch es klappt recht ordentlich, wenn auch noch nicht alles vorrätig ist. Currywurst und Pommes sind da – die Futterwelt ist in Ordnung. Wir schlendern zum Übergabepavillon und werden frustriert: Das Auto darf nur eine Person in Empfang nehmen. Krass doof. Laut Mitarbeiter sei das eine Anordnung der Stadtverwaltung. Da ich dort jahrelang tätig war glaube ich’s ihm aufs Wort – die sind halt beamtenmäßig stark drauf. Meine Mitabholerin weigert sich konsequent einen Stromer aus der Halle zu fahren, mithin habe ich das Vergnügen. Die erste Erfahrung mit einem Strommotor fällt aus wie erwartet: man startet das Fahrzeug und scheinbar passiert nichts, dann gibt man versuchsweise Stoff und ab geht die Post. Der ID mit der Nummer 4 gleitet dahin. Faszinierend. Mitten im Berufsverkehr auf der Abbiegespur bleibe ich stehen. „Parkbremse“ bedeutet eben nicht Handbremse, sondern PARKbremse. Man muss neu starten. Mein Hintermann zeigt eine Bärengeduld – DANKE unbekannterweise. Es ist brütend heiß und ich bin unfähig die Klimaanlage zu aktivieren. Das ist gut, denn vor einem Radarkasten bremse ich ab und fahre zwecks Suche in eine Nebenstraße, um dort meinen Doppelsieg (kein Ticket und frischer Wind um die Nase) zu genießen. Wohlgekühlt erreiche ich mein Heim, kann aber meiner potenziellen Mitfahrerin nicht öffnen. Die Türen verweigern sich jeglicher Öffnungsversuche. Erst viel später merke ich, dass ein Doppelklick auf dem Schlüssel nötig ist. Gewusst wie – aber normal ist das nicht. Es bleibt spannend. Noch schnell ein Geburtstagsbesuch und im Anschluss gelingt es mir den ID in die Garage zu bugsieren. Ich suche das Menü mit dem man die Zentralverriegelung steuern kann, was – wie ich bald konstatieren werde – an der Unbeweglichkeit des Touch-Screens scheitert. Alte Computerweisheit: Morgen ist auch noch ein Tag. Es wird spät.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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