Windstärke 12

Der erste Morgen an Bord, das Schiff liegt fest am Kai in Koper. Wir erkunden unser Boot, es ist klein aber fein und recht alt. Damals reichte pro Kabine wohl eine Steckdose aus, nachgerüstet wurde eine weitere im Bad um die sich normalerweise Zahnbürste und Rasierapparat streiten müssen, bei uns entspannt sich der „Streit“, alldieweil ich die Nassrasur präferiere. Mit dem Aufladen meiner vielfältigen elektronischen Mitbringsel habe ich zunächst gewisse Koordinationsprobleme bis ich in den Leselampen am Bett je eine USB-Steckdose entdecke. So kann ich das Smartphone am Bett aufladen. Alles wird gut 😀. – Auf dem Sonnendeck schauen wir einem Containerschiff beim Einlaufen und Anlegen zu. Es wird von zwei Schleppern an den Pier gedrückt. In der Jupiterbar gönne ich mir einen Grapefruitsaft. Lecker und verdauungsfördernd 😉. Das Mittagessen lasse ich ausfallen, die Nahrungsversorgung ist hier auch so mehr als gewichtsfördernd. Beim Nachmittagskuchen werde ich wieder schwach. – Die Andacht, als Quiz, ist anregend und erfrischend. Dann quälen mich fiese Gedanken ob ich beim abendlichen Gala-Dinner nicht zu luschig angezogen bin mit Blazer und schwarzer Jeans. Weit gefehlt, ich bin eher overdressed 😀😉. Unser schwimmendes Seniorendomizil beherbergt halt vielfältige Bevölkerungsschichten. Diesmal wählen wir einen Zweiertisch und lassen uns verwöhnen. Das östliche Mittelmeer wartet das Dinnerende ab, um sich im Anschluss kräftig vorzustellen. Es bläst sich bis zur Windstärke 12 auf, alles schwankt, der Kahn ächzst und knarrt, der Magen beweist seine Belastungsfähigkeit – oder auch nicht. Eine spannende Nacht mit erlebnisreichen Toilettenbesuchen samt Gleichgewichtsprüfungen bricht sich Bahn. So ist’s auf See.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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