Zeebrügge

Gegen Mittag erreiche wir Zeebrügge. Ein herzhafter Nieselregen begrüßt uns und wäscht mir beim Zuschauen, wie der Pott anlegt, die Haare 😉. Der Klimawandel ist noch jung und muss offensichtlich noch viel lernen, geben wir ihm die Zeit. Ich habe jedenfalls in meinem Leben schon eine ganze Reihe wärmerer Julianfänge erlebt. Andererseits hatten wir letzten November eine Kreuzfahrt in voller Wärme. Damit hatte ich auch nicht gerechnet. Irgendwie scheint sich immer vieles auszugleichen. – Unsere Bayernfete an Bord wird vom Pooldeck ins trockene Innere verlegt. Im nördlichen Belgien schwelgen wir in Weißwürsten, Leberkäs‘ und Kraut. Lecker. Dazu wird ein Willi (gegen Entgelt) gereicht. Das Freibier dazu ist eine feine Idee, doch um diese frühe Uhrzeit muss ich leider passen – das würde meinen Tag „killen“. – Meine Mitreisende bricht danach zum letzten Ausflug dieser Reise auf. Es geht nach Gent. Ich muss daheimbleiben, sagt mein Motze-Nerv. Dann ist das so. Und das ist gut, denn der spontan genossene Birnenschnaps lässt mich in einen intensiven Mittagsdusel fallen. Gut, dass mein Bett immer bereitsteht. Mein Schatz muss dagegen ganz allein durch Gent streifen. – Ein einige Zeit später genossener Irish Coffee im den Lido-Terrassen mundet perfekt, so dass ich spontan beschließe meinen Aufenthalt dort durch ein Viertele Riesling vom Schloss Vollrads zu verlängern. – Meine Allerliebste trifft zu ihrem größten Bedauern erst nach der ersten Halbzeit gegen Spanien ein. In der Verlängerung, irgendwann bei meinem zweiten Viertele hat Deutschland ein Tor weniger und darf nicht mehr mitspielen. Die Fans sind geknickt, mir hat der Rebensaft geschmeckt. – Abends dreht sich die von mir gemiedene Show um Abba – letztere mag ich durchaus, das Show-Ensemble eher nicht so. Der vorletzte Tag der Reise geht mit zwei Schmalzbroten zu Ende.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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