In vino veritas

In Bremen spricht der Pastor über den Esel, der Jesus beim Einzug in Jerusalem tragen soll und „überdehnt“ den Text aufs Christsein. Er hat ja recht aber ob das gerade die Aussage dieses Textabschnitts ist? Ich bin kein Freund solcher Überinterpretationen, ich liebe das geschriebene Wort, wie es zu lesen ist. Ein Fehler? Mag sein. – In meiner Gemeinde predigt unser „Altpastor“ über die Leidensankündigung Jesu und die Reaktion des Petrus darauf, während ich ihm zu Hause lausche. – Es ist Winter, eiskalt und schneebedeckte Landschaften, Covid-19 treibt ihr (sein?) Unwesen und meine kältefeste Eisforscherin trabt stundenlang mit unserem Praktikanten durch die Frostszene, kurz ‚draußen‘ genannt. Brrrrrr. Ich sitze im Salon, von meinem Eisfreak ‚Sauna‘ genannt, und spiele Kater auf der Ofenbank. Ein tolles Vergnügen! Die YouTube-Welt erfreut mich nicht sonderlich und so konsumiere ich halt Buchstaben. – Eine Sendung über Geheimnisse der Archäologie ist mäßig interessant, weil dort teilweise bekannte Beiträge aufgewärmt werden, glücklicherweise ist mein Erinnerungsvermögen nicht mehr so toll 😉. – Wir öffnen ein Fläschchen eines vergorenen Traubensaftes aus 2010. Obwohl ich wahrlich kein Weinkenner bin, muss ich doch konstatieren, dass dies Getränk seine besten Zeiten hinter sich hat. Es ist im Abstieg begriffen, das Aroma hat kräftig gelitten und der Geschmack lässt deutlich zu wünschen übrig. Eine hochinteressante Erfahrung, die mein Wissen bereichert. Irgendwie spiegelt das Getränk das wahre Leben wider. Im Wein liegt eben Wahrheit. Es wird sehr spät.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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