Heimreise

Um sieben schieben wir die Koffer vor die Kabinentür. Eine knappe Stunde später schlappe ich zum Frühstück, diesmal ist das Rührei frisch, der Speck nicht ganz so bretthart, nur die Würstchen sind nach wie vor schrumpelig. Frühstück zählt halt nicht zur Kernkompetenz der Küche. Beim ersten Anleger scheitern wir wieder am Niedrigwasser, erst beim nächsten können wir uns anleinen. Die Mannschaft bringt die Koffer an Land, wir schauen ihnen interessiert aus der Panorama-Lounge zu. Dann dürfen/müssen wir von Bord. Tschüss Annika 😢. Leider habe ich wieder einmal aus völlig überflüssigen Sicherheitserwägungen einen viel zu späten Zug gebucht. Jetzt heißt es warten und warten und warten … Ätzend😩! Nach langer Zeit ist es endlich soweit. Wir steigen in den ICE und sausen mit DB-Geschwindigkeit los. Der Bahn gelingt es von Köln bis zu unserer Heimatstadt tatsächlich über 20 Minuten Verspätung einzufahren. Ich erinnere mich an die Schweiz wo eine Volksabstimmung Streckenstreichungen abgelehnt und den ÖPNV-Ausbau forciert hat. Glückliche Schweizer, im 20-Minuten-Takt zu jeder größeren Stadt – wow! Unseren 2-Stunden-Takt feiert die hiesige Bahngesellschaft schon als Errungenschaft. Seufz. Aber wir sitzen kühl und trocken und kommen wohlbehalten zu Hause an. Eine Freundin holt uns sogar ab und transferiert uns sicher in unser Domizil. Alles ist gut. Im Haus ist es kühl – wie wohltuend! Trotz etwas abgestandener Luft lassen wir vorerst die Fenster zu und so die Heißluft draußen. Unser großer Briefkasten ist rappelvoll mit Werbezeitschriften, Prospekten und – was mich sehr freut – etlichen Geburtstagsgrüßen schriftlicher Art. Erstaunlich wie viel Menschen an mich gedacht haben. Ich bin ein wenig gerührt. Leider hat meine Mitreisende die Klimaanlage an Bord nicht so gut verkraftet, schnieft, schnupft und retiriert sofort in eine warme, kuschelige Rückzugsecke. Die Arme! Ich dagegen bereite mich mit etwas Rosé und zweimal Barnaby auf den langsamen Übergang vom Reise- in den Normalmodus vor. Es wird nicht gar so spät für heimische Verhältnisse. Schön wieder zu Hause zu sein 😀.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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