Der letzte Seetag vor der Karibik

Uns trennt noch ein Seetag bis zum ersehnten Ziel. Die Temperaturen erreichen bereits ein äußerst angenehmes Niveau, auf dem Balkon ist der Sommer angekommen. Trotzdem begeben wir uns zum vorletzten Karibikinsel-Vortrag ins Theater. Heute hat sich unser Lektor die ursprünglichste Insel vorgenommen, Dominica, die an einem Sonntag entdeckt wurde und allein diesem Zufall ihren Namen verdankt. Die Besiedlung geschah wie bei den übrigen Inseln, nur dass die Europäer sich mehr Zeit ließen angesichts nicht vorhandener Bodenschätze, unzugänglicher Regenwaldlandschaft und äußerst kriegerischer Kariben. Doch letztlich wurde der gewinnträchtige Zuckerrohranbau samt Sklavenhandel der Insel zum Verhängnis. Nach anfänglichen französischen Besiedlungsversuchen, dann spanischen Eroberungen wurde die Insel schließlich dem britischen Empire einverleibt. Sie gehört heute noch zu den ärmsten karibischen Staaten, selbst der Tourismus ist nicht sonderlich ausgeprägt. – Wir genießen den Tag überwiegend auf unserem Balkon und ich bin hin und weg von der freundlichen Atmosphäre rund um mich herum. Schön ist’s hier. Ehrlich. Den Vortrag des angeblich so beliebten Comedians C. Heiland sparen wir uns gänzlich, weder vor Ort noch virtuell interessiert er uns. Er ist nicht unser Ding, sendet nicht auf unserer Wellenlänge und irgendwie an uns vorbei. Es ist wie es ist. So wird es ein toller Balkonabend, ruhig, literarisch unterhaltsam und durchweg an frischer Warmluft. Faszinierend.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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