Aufräumen, die Zweite

Angesichts meiner viel zu späten Zubettgehzeit finde ich heute nicht so schnell ins Bad. Erst nach zehn knabbere ich mein Knäckebrot und genieße den Kaffee. In der Nacht haben sich 15 Liter/qm über unser Grundstück ergossen. Das Innere des Pavillons ist trotzdem trocken. Echt gut. – Noch vor der Zeitungslektüre, gleich nach der Morgenandacht, laden wir die Bains ein, begeben uns mit Laura von Grün zum chinesischen Imbiss und bringen alles Nichtessbare vom Catering zurück. Noch ein kurzer Einkaufsstopp und schon sind wir wieder einsatzbereit zu Hause gelandet. Das Esszimmer gewinnt nach und nach sein gewohntes Outfit zurück. Kaum ist dem Mittagsschlaf vorüber widme ich mich den allerersten Vorbereitungen für die Moderation am Sonntag und kommuniziere mit dem Pastor. – Anschließend reinige ich unseren Kachelofen, um ihn für unsere allererste Feuerstättenschau fit zu machen. Sicherheitshalber suche ich die Verordnung heraus, die unserem Kachelofen Bestandsschutz zusichert. Hoffentlich hält diese Vorschrift was sie verspricht. Bei den heutigen Politikern und Verwaltungshengsten ist nichts unmöglich. So gründlich habe ich diese Feuerstätte wohl noch nie gereinigt. Sicher ist sicher. – Abends schaut meine Fußballfreundin Spaniern und Franzosen beim Kicken zu. Wenn es sie freut … Ich führe noch mein Tagebuch, betrachte ein paar heroische Fliegergeschichten (Spitzenpilotin arbeitet als Putzfrau und rettet mit einer alten Maschine eine Staffel neuester Kampfmaschinen) 🤔😉😀. Ebenso heldenhaft wie unrealistisch aber emotional ergreifend. Ich scheine das zu mögen, denn ich kann dabei realistische Überlegungen ausblenden 🤨. – Nachdem Spanien, offensichtlich überlegen, die Franzosen mit 2:0 geputzt hat, geht es langsam ins Seniorenbett. Es wird für mich nicht so spät wie gestern und der Schlaf ist oberflächlich aber unterbrechungsreich. Wenn’s denn sein muss.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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