Der Sturz

Eine der vielen Ungereimtheiten des deutschen Gesundheitswesen betrifft uns heute. Eine spezielle Untersuchung ist zwar – nach unserem Empfinden – dringend nötig, doch der früheste Termin wäre erst im Juni möglich. Wenn die Überweisung aber eine spezielle Bemerkung des Hausarztes tragen würde, wäre sie schon im Februar machbar. Warum auch immer. Der Hausarzt verweigert aber diese Bemerkung mit der Begründung damit seien Zusatzkosten für die Krankenkasse (oder so ähnlich) verbunden. ??? Putzig, dass so eine Bemerkung von einem Arzt kommt, der von mir, allerdings ist es Jahre her, einen „Blanko-Scheck“ für höhere Abrechnungssätze mit der Privatversicherung verlangt hatte (und mich damit als Patient verlor). So geht es halt zu in hochbürokratischen Systemen. – Abends bin ich in unserer Gemeinde. Es dauert lange, es wird viel geredet aber immerhin mit einem guten Ergebnis. Ich schlendere über den Parkplatz wie viele Male zuvor. Unvermutet wechselt meine Position von der Vertikalen in die Horizontale, verbunden mit einem sehr kurzen Flug, gefolgt von einem ziemlich harten Aufprall. Wie? Wo? Was? Ich finde mich nach kurzer Besinnung auf dem harten Parkplatzbelag wieder, langsam entscheiden sich die Schmerzen nur an bestimmten Stellen aufzutreten. Ein Freund hilft mir auf und in sein Auto. Im Funzellicht der Innenbeleuchtung tupft er neben meinem rechten Auge herum und das Tempotuch färbt sich schnell rot. Zu Hause rinnt mir das Blut über die Wange und so entscheidet meine Frau, dass die Wunde zu groß für eine Heimbehandlung sei. Wir fahren zur Notaufnahme. Dort wird die Wunde gereinigt und genäht. Fatalerweise empfiehlt mir der Doktor dringend eine Röntgenaufnahme. Ich sage zu und handle uns dadurch zwei Stunden zusätzlichen Aufenthalt ein. Immerhin weiß ich hinterher, dass keine Rippe gebrochen ist. Gegen halb drei liege ich im Bett und bin total geschafft. Der Schlaf kommt irgendwann. Was für ein Tag!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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