Der unvollkommene Sieg des Virtuellen

Einem aufräumintensiven Vormittag folgt ein feierkonzentrierter Nachmittag. Erst schiebe ich eine weitere Kommode ins Nebenzimmer, verpacke meine seit Jahrzehnten unbenutzte Eisenbahn – Spur N – in viele kleine Originalverpackungen und den Rest in eine Metallbüchse meiner virtuellen Eisenbahn. Irgendwie ist das bezeichnend: das Greifbare verschwindet in der Box des Virtuellen. Der Schein besiegt das Sein. Ist das gut? Zweifel sind angebracht. Dagegen vertilge ich echten Kuchen (Schwarzwälder Kirsch und Konsorten) während eines Doppelgeburtstages – einer ist lange vorbei und der andere noch lange hin. Die Feierzeit ist großzügig bemessen und so bleibt Raum für ein Pfeifchen im winterlich leergeräumten Biergarten bei strahlendem Sonnenschein (unverhofft kommt oft). Das reichhaltige Dinner bläht meine Verdauungsorgane über die Maßen auf, so dass selbst destilliertes Obst nur für eine oberflächliche Erleichterung sorgen kann. Mein armer Magen! Gierschlund!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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