Bei so einer Vorbereitung zur Bibelstunde muss man sich durch so manches theologische Gestrüpp kämpfen. Und dann geht es auch noch um die Zurechtweisung wegen eines Fehlverhaltens. Da hat einer seine Stiefmutter geheiratet, irgendwann im ersten Jahrhundert in Korinth. Das ist nach jüdischem Gesetz äußerst übel und nach dem damaligen römischen Recht völlig verboten. Und heute? Darf man, so man hat, seine Stiefmutter ehelichen? Eine interessante Frage auf die ich keine wirklich eindeutige Antwort gefunden habe. Also, wenn die Stiefmami einen adoptiert hat, geht das gar nicht. Das ist verboten. Aber wenn nicht? Dann müsste es eigentlich erlaubt sein, sagen die einen. Andererseits gibt es auch so ein Verbot, dass man in gerader Schwagerlinie auch nicht heiraten darf. Ob das hier zieht? Und ich merke, dass mich die aktuellen Fragen mehr in Beschlag nehmen als die paulinischen Gedanken. Das ist nicht gut für die Vorbereitung. Die hatten damals kleine Gemeinden, ein paar Leute, die kamen zusammen, sprachen über das Fehlverhalten und legten fest wie der Fall für die Gemeinde zu lösen sei. Aber heute? Kommen heute alle unsere 160 Mitglieder zusammen oder gar alle zwei- bis dreitausend in den Kirchengemeinden und palavern endlos alle über einen? Ja, ich weiß, das hat man fix auf den Pastor oder den Vorstand delegiert. Aber das ist bei weitem nicht dasselbe. Wenn alle beschließen haben „wir“ das beschlossen. Im andern Fall „die da oben“. So läuft das nicht richtig rund. Und damals gab es eine Gemeinde am Ort und zur nächsten war man tagelang unterwegs. Heute wechselt man einfach den Laden, geht nach nebenan, wenn man Anstoß erregt. Wer nur bei Menschen aneckt, dem ist damit geholfen. Wenn man aber bei Gott ins Kreuzfeuer seiner Kritik gerät, ist Wechsel keine Lösung. Außerdem ist Sünde ansteckend, lässt man „Fünfe gerade sein“ ist auf einmal Geiz normal. Oder Klatsch und Tratsch. Oder die Heirat seiner Stiefmutter. Es ist kompliziert. Und ich soll die Stunde moderieren. Armer Rolf! Da kann nur Gott helfen. Bitte!
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