Geduldsproben, ein smartes Home und ein milder Whiskey

So ein Besuch beim Optiker, besonders bei dem überlaufenen Massenoptiker mitten in der Stadt, erfordert viel Gelassenheit und Disziplin. Ich habe zwar noch nie so schnell meine Brillengestelle ausgesucht, doch bis das alles ins System und schließlich auch noch zu Papier gebracht wird – das dauert. Schon vorher war Geduld beim Harren aufs Personal gefordert. Ein Mann beklagt sich über eine Stunde Wartezeit – die Nervenkraft hätte ich wohl nicht. Nach dieser Erfahrung wende ich mein Antlitz vom Asiaten spontan der Nordsee zu, als ich die Schlange vor dessen Theke sehe. Fisch schmeckt auch und kommt viel schneller auf den Teller. Lecker. Nach einem erholsamen Mittagsschlaf in unserer Lounge raffe ich mich auf, demontiere unsere Garageneinfahrtsbeleuchtung und installiere die neue smarthomefähigen Leuchten. Kaum dass die letzte Schraube sitzt, das Werkzeug im Keller provisorisch angehäufelt rumliegt, muss ich schon wieder eilends los zu einer Geburtstagsfete im senioralen Rahmen. Selten hat mir das erste Bier so gut gemundet und selten war es auf einer Party so schnell vernichtet. Das tut gut. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang ein lieblich milder irischer Whiskey, der wohl nicht sehr teuer war aber gut bei mir ankommt. Sollte ich bei den Mälzsäften wie schon beim Wein das große Finanzlos gezogen haben, dass mir das sensorische Feingefühl für die Teuerschmecker fehlt? Wäre ja nicht schlecht, monetär betrachtet. Nun gut, ich könnte in keinen Genießerkreis dieses Trankes vorstoßen – aber will ich das? Nö, eher nicht.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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