Gestern, heute, morgen

Früh, sehr früh, wirft mein Handy uns aus den Federn. Gehorsam vollführen wir die Prozeduren, die einem geordneten Aufbruch vorangehen sollten und schwingen uns in unseren fahrbaren Untersatz. Auf freien Straßen, nun ja, weitgehend relativ freien Straßen, düsen wir in den Harz durch Nieselregen, tiefhängende Wolken bzw. aufwallendem Nebel – wie auch immer. Viel zu früh erreichen wir unser Ziel und holen schnell noch eine knappe halbe Stunde Ruhe nach. Die Freizeit unserer Gemeinde hat inzwischen ein paar Tage in Altenau hinter sich gebracht und wir stoßen zum Gottesdienst dazu. Wir werden sehr herzlich begrüßt und das ist nett. Ergreifend in einer so entspannten Atmosphäre Gottesdienst feiern zu können. Die Fahrt hat sich gelohnt. Dem deutschen Harz angemessen speisen wir vor Ort bei einem Griechen und lassen uns den fremdländischen geharzten Weißwein munden. Der Harzgeschmack kommt diesmal ganz besonders heraus, ich mag das. Leider verleidet uns das miesepetrige Sprühregenwetter die Intention eines schönen Tages im norddeutschen Mittelgebirge. Wir lassen uns von den Holzfassaden faszinieren, genießen das, was uns Nebel und Feuchtigkeit von der Landschaft noch sehen lassen und lenken dann doch die Schritte heimwärts in unserem dazu bestens prädestinierten wohltemperierten Peoplemover. Daheim bekerze ich das Tännchen ein letztes Mal, entzünde alle 15 Flammenträger, lasse die Außen- und Innensonderbeleuchtungen noch einmal aufleuchten bis sie gegen Mitternacht für fast ein Jahr erlöschen werden. Seufz. Zum Trost verpasst mir der WDR eine Menge kompakter Reiseempfehlungen, kompetent kommentiert und lecker bebildert, die mir den Mund für künftige Expeditionen wässrig machen. Tschüß Weihnachten – willkommen Reisezeit! Adelante Amigos!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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