Hoffnungslos?

Ich bin also vom Populismus infiziert. Sagen ein paar Wissenschaftler. Voller Interesse lese ich die Aussagen, welche mich im Falle meiner Zustimmung in die Eselsecke schieben. Sollte ich der Meinung sein, dass Politiker vor allem ihr eigenes Wohl und nicht das Wohl der Volkes im Sinn haben, wäre das populistisch. Aha. Dieser Rückschluss von einem mehr als überdurchschnittlichem Einkommen und einer sagenhaften Versorgung, von einer überbordenden Zahl von Abgeordneten (Phänomen der ungeschlechtlichen Vermehrung nach jeder Wahl) bei gähnender Leere im Parlament bei Debatten (ja, ja, ich soll glauben sie seien alle in Ausschüssen 😉) ist natürlich völlig daneben. Hey, ich kann vergleichen was in etwa leitende Beschäftigte in Betrieben verdienen. Populismus, weil man das Kindergartengezänk einfach nicht mehr ernst nehmen will? Populismus, nur weil man sprachlos großen Parteien bei ihrer Ziererei, Regierungsverantwortung zu übernehmen, zusieht? Ach was, okay dann bin ich halt Populist, immer noch besser als blindlings gutgläubig. Und kommt mir nicht mit den emsigen Volksvertretern, die sich schier zerreißen zwischen Berlin und ihrem Wahlkreis, die emsig arbeiten und einen guten Ruf haben. Die gibt es zum Glück immer noch. Doch sie mischen eben kaum bei der großen Politik mit, können sich ja gar nicht, sie bewegen sich im Fraktionszwangskäfig. Der großen Zahl der Abgeordneten könnte ich noch etwas abgewinnen, wenn diese ein freies Mandat hätten, so wie es unsere Verfassung eigentlich vorsieht. Haben sie aber de facto nicht. Schade, denn dann – und nur dann – hätten auch Minderheitsregierungen eine Chance und Politik könnte wieder interessant werden. Diese Hoffnung liegt leider schon im Grab. RiP.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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