Versuchung im Paradies

Wir machen uns auf zum Gottesdienst. Die Paradiesgeschichte, genauer die Versuchung, ist Predigtthema. Im Nachhinein überlegen wir, wie es wohl war als Gott im Paradies spazieren ging. Bemerkenswert, dass er Adam und Eva suchte nach ihrem Sündenfall, dass er ihnen, obwohl er strafte, dennoch eine Grundausstattung für die neue Lebenssituation mitgab. Selbst in dieser überaus bekannten Schilderung sind so viel Details verborgen, die man aufspüren kann und die staunen lassen. – Dennoch bleibt dieser Sonntag ebenfalls relativ farblos und das ist gut so. Die überwältigenden Urlaubsimpressionen müssen sich erst einmal legen bevor die kleinen Strahlen des Alltags wieder von mir erkannt werden können. Es bleibt dennoch mein Bemühen die nächste Urlaubsdestination zu finden, zu erkunden, zu buchen. Der Spaß am Weg ist zwar nicht das Ziel aber er macht Lust darauf 😉. – Dem Fernsehen stehe ich inzwischen immer ferner gegenüber (oder hat es sich von mir entfernt) und so flüchte ich mich in triviale Beschäftigungen. Es wird nicht spät, denn morgen wartet der Aufsteh-Horror auf mich. Kurze Nacht allerseits.

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Speicher leer

Ich muss mich zu meinem fehlenden Gedächtnis bekennen. Gab es diesen Tag überhaupt? Habe ich da irgend etwas getan? Schleicht sich Senilität so klammheimlich in mein Hirn? Schande über mich! Ich weiß eigentlich nur: verschlafen habe ich ihn nicht 🤔😠😩. Ehrlich.

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First of all …

Heute geschieht wenig. Der Schnee schmilzt und unser ehemaliger Pastor feiert Geburtstag an seiner Wirkungsstätte im hohen Norden. – Mein verstorbener Onkel wäre 90 Jahre alt geworden – ich erinnere mich noch sehr gut an ihn, ein freundlicher, humorvoller Mann, der Putin live begegnet war, denn der war oberster Sicherheitschef in seinem Unternehmen. Den völlig überdrehten Putin hat er nicht mehr erlebt. – Im TV nervt Olympia, geleitet von einem Funktionärsclan, der einen anderen Autokraten mit seinen Huldigungen überhäuft. Dazu Sportler, die ihre Leistungsgrenzen überschreiten, sich ständig überfordern und sogar – nicht selten – vor Doping nicht zurückschrecken – nur um für kurze Zeit im Mittelpunkt zu stehen. Das kann man verstehen, muss man aber nicht. Mir fehlt halt das Ehrgeiz-Gen, das dafür unerlässlich ist. – Mithin nimmt ein üblicher Abend seinen Verlauf, schön ist wenigstens, dass ich meine Andacht heute mal nicht vergessen habe. Der Schlaf ist ganz okay.

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Unbefriedigte Reiselust

Heute haben wir keine Termine. Heute können wir ranhauen. Eine wunderschöne Überlegung. Ein prima Plan. Doch die Wirklichkeit gestaltet sich anders. Der Vormittag erschöpft sich in Routine und der Nachmittag zerfleddert sich in Kleinigkeiten. Wenigstens kann ich einer guten Bekannten einen hilfreichen Rat geben. Ist doch ein guter Anfang, klein aber mein 🤔🤨. Nun ja. – Ich suche erfolglos nach der nächsten Reise, die ich buchen könnte, kommuniziere mit unserem Reisebüro und bleibe ein klein wenig frustriert zurück. Die Kälte draußen verlangt nach einem wohltemperierten Hoffnungziel und das ist nicht in Sicht. Schade, damit muss ich wohl leben. – Am Abend erreicht mich die Bitte unseres Pastors einen persönlichen Kurztext für die geplante Wolfsburg Bibel zu verfassen, wobei offen bleibt ob dieser publiziert wird oder nicht. Na toll, große Chance auf eine Arbeit für den Papierkorb – warum erinnert mich das bloß an mein Arbeitsleben🤔😉? Egal, ich bin sicher, dass Gott durch die menschlichen Entscheider hindurch sein Plazet gibt oder auch nicht. IHM vertraue ich voll, seine Führung ist superokay. ER kann beides, Mut machen und trösten, wunderbar. Ich lege es ihm hin und habe vor dem Einschlafen schon ein paar Gedanken dazu. – Mit 52 Punkten fällt der Schlaf offensichtlich nicht so doll aus. Kann sich das zu einem Problem für mich entwickeln? Ich will zurück aufs Schiff!!!

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Deutschland analog

Ausschlafen, frühstücken. Zeitung lesen, Andacht, der Vormittag startet stinknormal. Doch ein lange geplanter Termin im Klinikum unterbricht die Routine. Es ist keine große Sache, eher ein Termin der online ebenso denkbar wäre, aber im deutschen Gesundheitswesen ist so ein Gedanke pure Science Fiction. Deutschland digital, eine unendliche Geschichte. So zieht sich die kurze Sache lang hin mit dem kliniktypischen Wartemarathon. Isso. Selbst als Laie fällt mir auf, wie viel man dort digitalisieren und beschleunigen könnte, wenn man nur den ernsthaften Willen dazu hätte. Aber es geht ja auch so und sie haben das ja schon immer so gemacht. Seufz. So findet unser Lunch sehr spät statt, der Mittagsschlaf wird zur Vorabendruhe 😉😀 und der Tag ist auf einmal viel zu früh vorbei. Zwangsläufig wird es bei mir wieder spät. Der bereits früher erwähnte Netzwerkstecker hat den ganzen Tag durchgehalten, nur kurz vor der Bettzeit sieht es so aus als hätte er wieder eine Pause eingelegt. Das schaue ich mir aber erst morgen genauer an, voll nervig das Teil. Kann die Firma nicht einmal etwas komplett richtig machen? Offensichtlich nicht. So ist sie halt. – Der Schlaf ist recht gut, die Unterbrechungen halten sich im Rahmen. Nette Nacht.

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Quicklebendiger Bibelkreis

Natürlich liegt wieder Schnee. Erschreckend wie sich der Winter an die früheren Tage erinnert. Muss das wirklich sein? – Endlich wieder Fußpflege, es ist ein gutes Zeichen, dass ich es so lange ausgehalten habe. Die Nägel gestalten ihr Wachstum offensichtlich in einer für mich weniger quälenden Weise. Fein. Im Anschluss holen wir Blumen aus dem Nachbarort, fahren weiter in die Samtgemeinde zu den Supermärkten und stellen fest, dass das Streusalz ausverkauft ist. Völlig ausverkauft. Bei Amazon wäre es noch lieferbar aber zu Mondpreisen. Faszinierend. – Nachmittags ist meine Hochaktive schon wieder unterwegs, offensichtlich sind wir auch mental wieder zu Hause angekommen, keine Frage. – Abends fahren wir zu Bibel und Brot in unsere Gemeinde, erleben eine quicklebendige Runde, die über den ersten Bibelvers nicht hinauskommt, weil so viel dazu zu sagen ist. Dann ist das so, denn die Bibel ist tatsächlich unausforschlich. – Daheim wird es wieder spät obwohl ich früh ins Bett wollte aber das funktioniert irgendwie nicht so richtig. So bin ich halt. Seufz. Der Schlaf ist kurz fest und dann unterbrechungsreich mit Traumphasen. Irre.

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„Was nützt mich das?“

Letzte Woche habe ich mich noch gefreut, dass der neue Stromspeicher endlich funktioniert und jetzt fällt alle naselang ein Stecker aus und blockiert den Datenfluss. Wackelkontakt. Etwas ruckeln, schieben, ziehen und die Daten fließen wieder – bis zum nächsten Stillstand. Auf die Schadensmeldung an den Naturenergieladen erhalte ich sogar eine Antwort aber „die nützt mich nichts“ solange kein Techniker den Netzwerkstecker repariert. Teilweise ist es schlimm, dann hält die Verbindung wieder erstaunlich lange. Seufz. – Draußen hat es erneut geschneit, meine Lebenslanggefährtin will einen frühmorgendlichen Termin wahrnehmen und ich darf Laura aus der Garage fahren. Dabei bemerken wir, dass eine Abdeckung vorne rechts herunterhängt, nur noch von einer Befestigung gehalten. Ich entferne die Plastikhaube und so kommt zu ihrem ersten und ein zweiter Termin hinzu. Das braucht Zeit, ich turne erstmals wieder daheim herum und stelle fest, wie schwer es mir fällt in den alten Rhythmus hineinzukommen. – Am Nachmittag treffe ich mich mit meiner Männerrunde, das erste Mal nach mehreren Wochen. Die Hündin, einziges weibliches Wesen dabei, begrüßt mich besonders herzlich, denn ich habe wie gewohnt ein paar Leckerlis dabei. Wir Männer denken an alte Zeiten zurück, tauschen uns über Photovoltaik aus, über KI und mancherlei andere Themen. Nette Runde. Leider schneit es derweil wieder und ich darf nach Hause rutschen. Winter mag ich nicht, erst recht nicht solche Winter wie sie früher üblich waren und sich nun wohl wieder einschleichen wollen. Ich will zurück nach Madeira! Aus Gnatz bleibe ich lange auf aber „was nützt mich das?“ Nix und abermals nix. Seufz. Der Schlaf hat diesmal Träume mitgebracht zusätzlich zu den üblichen Unterbrechungen. Auch das noch!

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Neue Konfirmanden

In unserer Gemeinde werden die Konfirmanden vorgestellt. Wir machen uns mit der Überzeugung auf den Weg es sei die übliche Vorstellung kurz vor der Konfirmation. Weit gefehlt! Es ist die Truppe, die gerade erst ihren Unterricht begonnen hat und sich neu zusammenfinden muss. Erst bin ich etwas enttäuscht aber als ich endlich merke um was es wirklich geht, bin ich sehr angetan vom Gottesdienst. Prima Idee und eine gute, inhaltsreiche Predigt. Ein feiner Gottesdienst! Das gemeinsame Mittagessen spare ich mir allerdings, das ist nicht so meins. – Am Nachmittag setze ich erfolgreich meine Idee für das zweite iPad um. Perfekt. Mit dem Ausprobieren der Geräte sind wir gut beschäftigt bis wir irgendwann im Seniorenbett unsere nächtliche Ruhestätte finden. Der Schlaf ist ganz okay (man gewöhnt sich dran, seufz).

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