Erntedank

Wir feiern heute Erntedankgottesdienst in unserer Gemeinde. Traditionell danken wir eine Woche vor dem offiziellen Termin. Thema der Predigt ist ‚Gemeinschaft‘ und unser Pastor zeigt sich noch überaus begeistert von der gestrigen „Langen Nacht der Kirchen“ und ‚unseren‘ Aktivitäten, speziell denen der Kids. Im Anschluss ist „Resteessen“ angesagt, das wir leider schwänzen müssen alldieweil wir einen Mitfahrer haben. Zu Hause schieben wir eine ruhige Kugel, wie gewöhnlich, Pensionistensonntag eben. Nachmittags kaufe ich mal schnell ein neues iPhone, gebe das alte in Zahlung und nehme die 0%-Finanzierung gern in Anspruch. Feine Sache bis auf meine Technikschwäche – alles Neue übt eine schwer zu widerstehende Anziehungskraft auf mich aus. Ich kämpfe dagegen an, gewinne und verliere, diesmal habe ich verloren 😉😇. – Während uns der Kachelofen wohlige Wärme spendet staune ich über das Frauenbild der 60er-Jahre, exemplarisch widergespiegelt in einer Orion-Folge. Einfach nur verwunderlich – ich freue mich enorm über die großen Fortschritte im Laufe der Jahrzehnte. Welch eine Macho-Gesellschaft, schierer Wahnsinn aber trotzdem unterhaltsam. Zum guten Abschluss erheitert mich Alfons mit Bemerkungen über Klopapier, Omikron und Bundeswehr. Recht hat er! Gute Nacht.

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Apfelsaft und Raumpatrouille

Meine dekorationfreudige Mitbewohnerin reiht sich heute ins Erntedanktischgestaltungsteam ein. Ich kann ausschlafen, duschen, Kaffeezeit ausdehnen und Zeitung lesen. So geht der Vormittag dahin. – Am Nachmittag holen wir aus einer Mosterei im nahen Osten mehrere 5-Liter-Schläuche einer Köstlichkeit aus Apfel- und Birnensaft gemischt sowie Apfelsaft pur. Dann geht es nach Gifhorn wo ich, während meine Mitfahrerin eine Veranstaltung besucht, mich intensiv ins Leben von Luthers Gattin einlese. Zu Hause bin ich immer irgendwie abgelenkt aber hier komme ich konzentriert voran. Erstaunlich was die Wissenschaft so alles aus einem Leben vor über fünfhundert Jahren herausgraben kann. Auf der Rückfahrt stelle ich wieder einmal fest, dass Autofahren im Regen bei Dunkelheit nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt. – Ein paar Comedy-YouTube-Videos weiter fröne ich nostalgischen Neigungen mit zwei uralten Raumpatrouille-Orion-Folgen. Höchst unterhaltsam. Es wird nicht ganz so früh.

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Fußball killt Krimi

Eigentlich wollten wir heute Apfelsaft frisch aus der Presse holen doch der Produzent ist nicht erreichbar. Schade. Ein wenig konzipiere ich an meinem Katharina-Lebensbild herum, komme aber nicht recht voran, immerhin erschließt sich mir eine vernünftige Herangehensweise. Das ist ja auch schon eine kleiner Schritt voran – mühsam, Eichhörnchen und so. – Meine tägliche Andacht konfrontiert mich mit den eindrucksvollen Ereignissen des Daniel-Buchs, heute besonders beim absoluten Herrscher Nebukadnezar, der auf die harte Tour erfahren muss, dass er sich vor einem weitaus mächtigeren Regenten, unserem Gott, demutsvoll beugen muss. – Am Abend verliert die deutsche Nationalmannschaft gegen Ungarn und ich muss deshalb auf den Freitagskrimi verzichten, nun ja, dann gibt es halt einen Loser mehr. Seufz. So stürze ich mich auf YouTube und werde von Maulhelden zugequatscht. Okay, ab und an erfahre ich auch etwas Nettes dabei. Interessant ist der Bericht von arte über die Reaktivierung eines in Spanien „geparkten“ Airbus A380 sowie eine Airport-Folge des Hessischen Rundfunks über den Personalmangel auf dem Fraport. Amüsant finde ich zwei Kontrolleure der Luftaufsicht, die ihre Aufgaben in ihren Amtsslang vorstellen, typische Beamte obwohl sie Angestellte sind. Köstlich. Die Zeit bis zum Insbettfallen versüßt mir die dritte Folge von Osmans „Donnerstags-Mordclub“, leider nur in englischer Sprache, was mir ein paar Gags verschließt. Doch auch so ist es humorvoll genug. Es wird gar nicht mal so spät.

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Schatten der Karibik

Es beginnt mit einer E-Mail. Die ‚Rail&Fly-Tickets‘ für unsere irgendwann in ferner Zukunft stattfindende Karibikkreuzfahrt werden nicht mehr verschickt sondern müssen extra gebucht werden. Okay, dann schau ich mal nach. Es ist tatsächlich alles vorbereitet nur die Bahn kann nicht agieren alldieweil die neuen Fahrpläne noch ausstehen. Okay, dann ist das halt so. Wir sollten ab München fliegen doch jetzt geht es ab Frankfurt nach Bridgetown, ein Zubringerflug ist ab München gebucht. Wie das? Wir fahren per Bahn in den tiefen Süden um dann wieder gen Norden zu jetten? Schön, dass ich nicht im Internet gebucht habe sondern über ein kompetentes Reisebüro. Ein Anruf klärt die Sache, Rail&Fly passt sich an, führt nunmehr stracks zum hessischen Airport. Und wo ich schon mal in der Leitung bin reserviert die freundliche Dame gleich die Sitzplätze im Airbus mit. So kann ich mich in Vorfreude zurücklehnen. Die geänderte Reisebestätigung trifft stante pede ein. Klasse! – Derweil ist es allerhöchste Zeit mein „Katharina-von-Bora-Lebensbildprojekt“ zu starten. Schnell wird mir klar: da habe ich mich ja auf etwas eingelassen, das wird noch deftig. Andererseits, interessant ist es schon in die Lebensverhältnisse des 16. Jahrhunderts einzutauchen. – Abends trifft sich der Hauskreis bei uns. Ein munteres Völkchen kommt zusammen, der historische Text ist etwas dröge, hat aber doch ein paar interessante Aspekte. Ebenso der Rotwein im Anschluss bzw. der Weiße, je nach Gusto. Danach bin ich so aufgedreht, dass es spät wird, sehr, sehr spät. Sei’s drum.

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Ruhe und Geduld

Am frühen, nicht zu frühen, Morgen kommt unsere Friseurin. Wenig später sind wir beide windschnittiger gestylt. Die Wolle ist ab obwohl der Winter vor der Tür steht, Menschen sind nicht selten komisch. – Danach geht es stante pede zum Test, zum Entrichten eines Entgeltes für einen perfekt gestylten Kranz und schließlich zum Seniorenheim. Meine Mum ist bestens drauf, wir bestaunen Fotos, schwelgen in Erinnerungen und plaudern über bekannte Themen. Mir wird wieder einmal deutlich vor Augen geführt wie weit auseinander die Eigen- und die Fremdwahrnehmung sein kann. Im Alter erweitert sich diese Kluft offensichtlich in grandiose Breiten und Tiefen. Schade eigentlich. – Nach einem köstlichen Lunch mit Dinnercharakter geht es in die Mittagsruhe – o wie habe ich die so vermisst! Wir würdigen sie beide mit ausgiebigen Schlafphasen. Klasse. – Und wieder lockt mich das neue iPhone. Es übt einen magnetischen Reiz auf mich aus. Und wieder ist der unverschämte Preis ein Neutralisator. Für die Karibik hätte ich es schon gern aber muss das ausgerechnet jetzt sein? Das Investitionslimit für dieses Jahr ist weit überschritten. Ich zicke und zage. Gut so! – Nach der Abendandacht staune ich über Nosferatu in Wismar, leite nach langer Zeit mal wieder auf CSI New York über um schließlich bei der ausgeprägten Gründerfreudigkeit in Israel zu landen. Faszinierend wie ein kleines Land Technologietrends setzen kann, Gottes Segen halt. Noch schnell ein Update für mein MacBook und – wutsch – wieder ist ein Tag vorbeigerauscht. Nice to meet you!

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Abschied

Heute trennen wir uns endgültig von Ella. Wir sind frühzeitig in der Kapelle und können so still Abschied nehmen. Es war eine schöne, eine aufregende, interessante, belebende, selten altersgerecht nervige Zeit mit ihr. Mit fast 96 ist es eben Zeit zu gehen. Bleibt zu hoffen, dass sie Gott kennt und bei ihm ist. Unsere Hoffnung ist stark. Auf Wiedersehen, liebe lebens- und schaffensfrohe Freundin! Die Pastorin findet die richtigen Worte, das für uns unerwartete Kaffeetrinken danach erweist sich als hilfreich beim Trennungsprozess. Wir treffen uns im unansehnlichen Schäferbusch bei einer überraschend gelungenen Verköstigung und einem überaus netten Wirt. Wie so oft: der äußere Schein trügt. – Ein munteres Feuer im Kachelofen am Abend bringt die Raumtemperatur auf ein angenehmes Niveau und ich lese und schaue im Wechsel. Es wird spät aber alles ist gut.

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Adleraugenjob

Strom tanken in Bremen – eine Katastrophe. Die erste in der App ausgewiesene Ladestation ist mangels Säulen eine Niete. Die nächste wird durch eine Baustelle blockiert. Die Restkilometer sinken. Die Zeit läuft uns davon und wir stromern nach Vegesack weiter. Dort, endlich, entdecken wir einen Stromspender der Telekom. Der wird jedoch gerade von Nixdorf repariert. Noch ein kurzer Anruf bei Hersteller in Italien und die Jungs sind fertig. Tiger und eine Zoe werden angekoppelt und fröhlich fließt der unsichtbare „Saft“. Wie schön! Zu neuen Fahrten bereit geht es endlich zu den Verwandten über die Weser nach Lemwerder. Wir haben eine gute Zeit miteinander, plaudern, speisen und tauschen uns aus. Zurück über den Fluss zu einer weiteren Station, die meinem bereits vollen Magen leckeren Kuchen, gefühlt bis über die vorgeschriebene Füllgrenze hinaus, zuführt. Okay, ich bin es selbst, der füllt doch es schmeckt halt so gut! Eine Verwandte beschäftigt sich zurzeit damit winzigkleine Perlen in mit noch winzigkleineren Ziffern versehene Felder zu kleben. Ich kann gar nicht hinschauen, meine Augen verweigern den Blickkontakt dorthin. Die schon fertigen Bildteile dagegen kommen prächtig ‚rüber aber der Weg dorthin, meine Zeit… – Der Rückweg geht flott vonstatten. Der Stromverbrauch weist eine Differenz von rund 20% zu der bei der Abfahrt avisierten Reichweite auf. Ganz schön happig trotz der für mich betulichen Geschwindigkeit, zur Hälfte sogar über Landstraßen, aber gut zu wissen. Unser Haus ist kalt, es ist wohl Zeit die Heizung wieder anzuwerfen, ein Programmpunkt für morgen. Nach Barnaby gönne ich mir noch relativ viel Zeit trotz ungewohnter Kühle. Ein Freund weilt derzeit in Griechenland. Nein, ich bin nicht neidisch, kein bisschen, überhaupt nicht, noch nicht mal ansatzweise …😇

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Regen, Gottesdienste und Mastfutter

Nein, heute klage ich nicht über den frühen Tagesbeginn. Zum Hotelfrühstück zum Lunchpreis schweige ich ebenso. Das Rührei samt Würstchen und Schinken ist lecker. Croissants gibt es nicht, nun ja. Gefühlt genudelt begeben wir uns zum Gottesdienst in unsere Bremer Kirche. Das Ganze mal nicht nur live, sondern auch live vor Ort zu erleben ist fein. Die Predigt ermahnt, Gott und sein Wort ernst zu nehmen und verweist auf Gottes endliche Geduld mit unserem Ungehorsam. – Wir verlassen die Kirche, schlendern bibbernd die Schlachte entlang und können kurz vor einer heftigen Wolkenentladung einen Tisch im vollbesetzten Café ergattern. Ich lerne zwecks Erlangung eines längeren Aufenthaltsrechts ein Chili-con-Carne in Suppenform kennen und bin vom Geschmack mehr als angetan. – Positiv erweist sich das 2-Personen-Tagesticket der Bremer Verkehrs-AG, man kann munter hin und her düsen. In einer Großstadt ist der ÖPNV im Stadtkern meist okay, wiewohl seine Eignung für Passagiere mit schweren Einkaufstaschen oder Getränkekisten schwer hinterfragbar ist. Ganz zu schweigen wäre vom Weg zur und von der Haltestelle oder gar beim Umsteigen. – Nachmittags treffen wir etliche Verwandte beim Erntedankfest des Gebetsvereins. Die zwei Predigten überraschen mich beide positiv. Liegt es an mir oder an den Predigern? Oder gar am Heiligen Geist auf den ich besser hören darf? Wer weiß das schon? Danach gibt es Kuchen. O weh, noch mehr essen. Kurz vorm Bersten höre ich damit auf. Der Abschied zieht sich lange hin, doch irgendwann stehen wir an der Haltestelle. Bus und Bahn bringen uns sicher zum Hotel. Die Tageskarte hat sich echt gelohnt. Prima Angebot. – Ein wenig vergorener Traubensaft, ein paar Nüsse und prasselnder Regen auf die Fenster läuten die Nacht ein. Voller Pensionistenbauch schläft nicht leicht. Isso.

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