Packtag

Der Test von gestern reicht noch für den Besuch meiner Altvorderen. Wir werden heute tatsächlich kontrolliert. Mutti ist mittelgut drauf und scheint noch ein wenig mitgenommen von ihrer überstandenen Krankheit zu sein. Daheim widme ich mich nachmittags unseren Koffern. Das Packen geht flott von der Hand – ich scheine noch gut in Übung zu sein. Ein kleiner und ein mittlerer Koffer reichen völlig aus, dazu noch der Technikrucksack und ich habe fertig. Toll. Für die Einschiffung benötigen wir einen aktuellen Antigentest, den wir uns noch kurz vor Toresschluss der Teststation holen. Ich wähle einen international gültigen Test, was die Sache ein klein wenig verzögert und zudem sich später als unnötig erweist. Inzwischen ist Tiger wieder sehr schwach auf seiner Akkubrust und so gönne ich ihm eine Stromzufuhr, damit er seine Garagenzeit nicht so ungeladen fristen muss. Der Versuch eines frühen Zubettgehens gelingt nicht ganz so prächtig und der Schlaf ist davon gar nicht begeistert. Er lässt sich viel Zeit. So ist er eben.

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Staubsaugerstreik

Und wieder steht mein Saugdienst auf dem Programm. Der eine noch vorhandene Staubsauger in meiner Gemeinde ist mit einem großen Hinweis „verziert“, dass er komische Geräusche von sich gäbe. Darunter der Testhinweis „geprüft und nichts festgestellt“. Aha. Also beginne ich frohgemut mit meinem Reinigungsprogramm und müsste eigentlich nur noch den großen Saal bearbeiten als sich tatsächlich ein komisches Geräusch durch meine Ohrstöpsel seinen Weg in mein Hörorgan bahnt. Gleichzeitig macht sich ein Geruch nach schmorenden Elektroteilen in meiner Nase breit. Beides veranlasst mich sofort das Gerät vom Strom zu trennen und meine Arbeit einzustellen. Pflichtgemäß informiere ich den Vorstand über das müffelnde Teil. Ich verzichte auf die Suche nach dem Zweitsauger, der vielleicht irgendwo im Hause herumschwirrt – ein Ortungstip unseres Vorsitzenden erreicht mich erst beim Abflug. Dann muss es halt mal so gehen. Punktum. Nachmittags erledige ich meine Solarenergiemehrwertsteuervoranmeldung mit der LSW-Rückzahlung. Zwei Euro Mehrwertsteuer muss ich für 2021 abführen. Wow! Die Jahreserklärung folgt nach dem Urlaub mit schätzungsweise ebenfalls zwei Euro für den Eigenverbrauch. Der Staat wird an mir reich 😉😀. – Der Abend gehört etlichen Folgen einer ARD-Vorabendserie und dem Krimi aus Südfrankreich. Es wird wie üblich spät.

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Bunte Sonntagsmischung

Einem leckeren Frühstück folgt eine interessante Studierstube. Wir diskutieren über den Epheserbrief, von vielen als weiteres Evangelium betrachtet. Die Meinungen sind etwas weiter gespannt und öffnen neue Erkenntnisse. So soll es sein. Heute lassen wir uns wieder testen und sind erfreut über das negative Ergebnis. Am Nachmittag startet eine kleine Rundtour und ich lerne, dass ich meine Thermosflasche ganz schließen muss um abenteuerliche Trockenaktionen im Auto während der Fahrt zu vermeiden. Abends habe ich Moderation im Gottesdienst und bin sehr dankbar wie ruhig und unaufgeregt ich das abwickeln konnte. Das ist bei mir nicht selbstverständlich. Die Predigt ist herausfordernd, tiefsinnig und mutmachend. Sehr gut! Abends sehe ich Tieren zu, die sich gegenseitig auffressen wollen, meist schaffen sie es, mitunter werden sie dabei selbst vertilgt oder ab und an von Stärkeren verjagt. So ist das Leben. Zum guten Abendabschluss schaue ich McDonald und Dodds beim Ermitteln zu und erfreue mich an diesem ungewöhnlichen „Pärchen“. Es wird wegen spannender Südfrankreichlektüre rund um Nîmes etwas sehr spät.

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Weltflucht

Die oft durchbrochene Nacht verstärkt das morgendliche Schlafbedürfnis enorm. Im Halbschlaf registriere ich den Aufbruch meiner Nebenliegerin zu einem Geburtstagsbrunch. Ich gönne ihn ihr von Herzen. Spät, sehr spät tappe ich zur Dusche und vertreibe die allerletzten Nachtgespenster. Im Laufe des Vormittags bringt der Sohn von Freunden eine Bierzeltgarnitur zurück. Den 70 cm breiten Tisch hat er einfach die ganze Straße lang getragen und hinterher die beiden Bänke auch. Ich staune. – Nachmittags setze ich mich an die Moderation für den sonntäglichen Gottesdienst und – husch – ist es erneut Nachrichtenzeit. Die Ukraine wird weiter gequält, die Fluchtwelle rollt und Moskau zieht die Panzer zurück um sie wohl an anderer Stelle wieder ins grausames Spiel einzubringen. Schön weltfremd entziehe ich mich all dessen und schaue ein paar Folgen einer Fernsehserie in der die Welt – wenigstens vor der Kamera – wunderbar in Ordnung ist. Ich spiele halt Putin und schaffe mir meine eigene Realität. So gut wie ihm gelingt es mir allerdings nicht. Zum Abschluss lese ich wieder ein wenig und entfliehe nach Südfrankreich. Da ist es gut sein. Es wird spät und der Schlaf stellt sich als recht oberflächlicher Zeitgenosse heraus. Schade.

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Tiefausläufer

Alles ist weiß. Die Temperaturen feiern mit meiner Stimmung eine Party im Keller. Ich hänge durch. Wie kann man nur so wetterabhängig sein? Unser Heizöl schmilzt ebenfalls zusammen. Gut tausend Liter sind noch im Tank. Für eine Neufüllung wären nach dem derzeitigen Preisniveau weit über 3.000 € zu löhnen. Merde! Auch Tiger schreit nach Strom und erhält ihn halb aus der Eigenerzeugung auf dem Dach und halb aus dem Netz. Die Aussichten auf Sonne sind in den nächsten Tagen eher düster. Die Chancen für einen verregneten Urlaub dagegen sehr gut. Egal, dann lassen wir uns eben an Bord verwöhnen. – Ich lade ein Buch über steuerrechtliche Aspekte bei Solaranlagen herunter und mir wird klar, dass sich nach Ende des 1. Quartals vor mir eine Wissenslücke auftut, die ich schleunigst schließen sollte. Seufz. – Beim Alten am Abend klinke ich mich aus, der Fall ist mir zu bescheuert, die Dialoge unnatürlich und der Plot irgendwie kaputt. Na schön, das schaue, wer da schauen mag. – Da konsumiere ich lieber ein paar E-Mobilitäts-News, zappe bei YouTube hin und her, breche einen mir zu beschaulich erscheinenden dänischen Krimi ab, um schließlich wieder beim Lesen zu landen. Es wird erneut spät aber der Schlaf treibt sich lieber anderswo herum. Schade.

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Bejahrtes Grautier

Selbstverständlich wird es morgens wieder spät, ein alter Esel tut sich eben mit neuen Wegen schwerer als ein junger Hirsch 😉😀. Wie immer am letzten Tag des Monats gilt es erst einmal die Konten zu sichten. Es ist immer ein erfreulicher Anblick eingehende Zahlungen zu beobachten bevor sie sich seltsamerweise, unfassbar mystisch, in ausgehende verwandeln. – Draußen treibt sich ein eiskalter Wind herum, im Keller lichtet sich der Heizölbestand während die Brennstoffpreise immer höhere Regionen erkunden. Das fühlt sich gar nicht gut an. Immerhin gelingt uns heute die perfekte Anpassung von Stromverbrauch und Photovoltaikertrag. Ein guter Schritt voran. Etwas kontraproduktiv ist in dieser Hinsicht die Bewegung von Tiger am Nachmittag zwecks diakonischer Aktivitäten – welche andererseits unbedingt begrüßenswert und notwendig sind. Richtig gesetzte Prioritäten sind selten Sparschweine 😉! – Ich sortiere derweil meine vielfältigen Ladekabel nach Anschlusssteckern (USB, USB-C weiß und schwarz, Lightning) in allen denkbaren Kombinationen, dazu Ladegeräte, Kopfhörer, Adapter und was weiß ich noch so alles. Auch ein Job. – Abends muss ich konstatieren, dass sowohl streamen als auch lesen mich unbefriedigt zurücklassen, es wird wohl höchste, allerhöchste Zeit für einen Tapetenwechsel und sei es nur um danach voll gestresst und genervt den Alltag wieder genießen zu können 😇. Es wird irgendwie neu-spät mit viel zu spät eintreffendem Schlaf.

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Noch so ein Trödeltag

Natürlich wird es morgens wieder spät. Dann ist das halt so – nur ist der Vormittag ruckzuck vorbei, kaum dass ich die Zeitungen gelesen und wir Andacht gehalten haben. So komme ich zu nichts. Der Nachmittag geht mit der Reinigung des Kaffeeautomaten fast drauf, nahezu zwei Stunden dauert die Prozedur samt Abtropfschale gründlich putzen, Brühelement abspülen sowie einem langwierigen Entkalkungsprozess. Die Filterkaffeemaschinen waren pflegeleichter. Viel pflegeleichter. Das Ablaufbecken im Keller bereitet mir immer noch Gedankenschmerzen, die Mehrwertsteuererklärung sitzt mir im Nacken und an die Einkommenssteuererklärung will ich gar nicht erst denken. Ich will weg hier auf meine südländische Insel, in der Hängematte liegen mit einem Kaltgetränk in greifbarer Nähe! SOFORT! Seufz. Leicht geknickt schaue ich den krummen Pfaden der Friesländer zu, verfolge ein Ermittlerteam aus dem beschaulichen Stratford-on-Avon bis ich schließlich einem Inspektor aus Wales bei einem grausigen Fall bis zum bitteren Ende folge. Kurz vor der Nachtruhe noch schnell etwas lesen und ab in die Falle. Der Schlaf trödelt ein wenig. Auch das noch!

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Haarberge, Moralsümpfe und Zeitdiebe

Meine Zeit steckt mir die Normalzeit tief in den Knochen, von der Sommerzeit bin ich psychisch noch weit entfernt. Erst – o Schande – um 10 Uhr Sommerzeit entschwebe ich meinem Nachtlager 😀, um mir unter der Dusche die nötige Wachheit herauszukitzeln 😉. Nach – gefühlt – langer Zeit frühstücken wir mal wieder so richtig mit Brötchen und Ei. Meine Abnehmabsicht stand dem bislang im Wege (und tut es eigentlich immer noch, seufz😢). Der Vormittag rast erneut vorbei ohne einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen. Schade. Am Nachmittag erfahren meine Haare eine notwendige Kürzung. Frisch gestutzt an Haupt und Bart sehe ich wie neugebacken aus. Der ansehnliche Berg überflüssigen Haarwerks von mir und meiner Mitfrisierten unterscheidet sich farblich deutlich. Stark wie differenziert sich das Ergrauen an einzelnen Personen vollzieht. – Der mörderische, kriegslüsterne und lügenreiche Invasionsliebhaber von nebenan will Gas nur gegen Rubel liefern, Vertrag hin oder her, was interessieren ihn schon Vereinbarungen – da steht er drüber! Wenn die westlichen Länder ausnahmsweise mal nicht schwach werden sollten, stehen uns kühle Zeiten bevor. Eine echte Bewährungsprobe für die neue Regierung, die ihr beim Gelingen eine Menge Wahlgewinne sichern kann. Doch es kann auch anders enden. Sie haben’s in ihren Händen, benötigen nur ein wenig Fortune. Man darf gespannt sein. – Ich dagegen schaue allen weltpolitischen Erschütterungen zum Trotz einen uralten Frieslandkrimi fast bis zum Ende und danach McDonald & Dobbs – meine neu entdeckten Lieblinge. Es wird früh nach normaler und spät nach sommerlicher Zeit. Doofe EU, die ein armes Pensionistenleben einmal jährlich massiv erschüttert (eine Stunde länger schlafen im Herbst gleicht das wahrhaftig nicht aus) 😉😇!

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