Nothing left to lose

Fast hätten wir die Studierstube verschlafen. Unsere Gäste hätten dann wohl etwas unentschlossen vor unserer Haustür gefroren. Doch wir sind rechtzeitig mit allen Vorbereitungen fertig. Und es wird richtig gut. Nachdem ich meine Faulheit zugegeben habe und einen Themenvorschlag unterbreite, der, wohlmeinend beurteilt, nur auf spärliche Zustimmung trifft (ich fand ihn gut!), stellt sich heraus, das zwei von uns gut vorbereitet sind. Klasse. Also sprechen wir über ‚Schechina‘ die ‚Herrlichkeit Gottes‘ (arg verkürzt übersetzt), wie sie sich in der Bibel offenbart. Es stellt sich für mich als absolut interessantes Thema heraus, selbst wenn wir nur an seiner Oberfläche schürfen. Faszinierend. Nachmittags lauschen wir auf Bremen und abends geht es in unsere Gemeinde. Beim Fahren in der Dunkelheit, doofe Winterzeit, bewege ich mich mit unseren phantastischen Scheinwerfern auf einem neuem Level. Stark. Die Predigt beleuchtet die „Freiheit in Jesus“. Ich muss dabei immer an die Freiheit, die Kris Kristofferson besungen hat denken. Bei Jesus haben wir eine Freiheit, die sich an und mit unseren Mitmenschen verwirklicht und dort eine Freiheit, die nur bedeutet ’nichts mehr zu verlieren zu haben‘. Ich wähle Jesus! – Abends erspare ich mir das Fernsehen, bis aufs hochinteressante Terra X. Es wird spät obwohl es genau genommen auch hätte früh werden können. Verpasste Gelegenheit!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Stromerzeugung wie sie immer war

Wie sich am Morgen herausstellt war der gestrige Alkoholkonsum sehr gut mit meinen Verarbeitungsfähigkeiten koordiniert. Ich bin fit – eine wohltuende Erfahrung. – Nicht ganz so erfreulich sollen die Koalitionsverhandlungen in Berlin laufen, hört man. Das überrascht mich nicht, immerhin liegen Welten zwischen den Umweltplänen der drei möglichen zukünftigen Partner. Ich wundere mich bloß ein klein wenig – aber wirklich nur ein klein wenig – weshalb man so über Maßnahmen in Deutschland streitet. Deutschland ist ein kleines Licht, eigentlich sollte man sich viel, viel mehr mit Wegen, Innovationen, Förderungen zur weltweiten CO2-Reduzierung auseinandersetzen. Wie viel soll Deutschland dafür international investieren? Wo können gemeinsame Projekte in den Schwellenländern initiiert oder gefördert werden? Wie kann es gelingen alternative Energieerzeugung in brennstoffreichen Nationen zu etablieren? Sind das nicht eher die Fragen, die für das Weltklima heilsam wären? Für Deutschland weiß doch (fast) jeder was nötig ist: ein tatsächlicher Bürokratieabbau und eine wirkliche Verschlankung der juristischen Verfahren. Mithin, vergesst die Verbote, verkürzt lieber das Genehmigungsverfahren für Windparks auf drei bis sechs Monate maximal, führt ein effektives zweistufiges Klageverfahren ein, entlastet bei der Photovoltaik auf Privatgebäuden alle Betreiber vom Steuerkram. Weshalb muss ein überflüssiger Moloch wie das Marktstammdatendingsbums vom Anlagenbetreiber gefüttert werden und nicht von den installierenden oder abnehmenden Fachleuten? Wenn dann den Blockaden der Energiekonzerne effektiv ein Riegel vorgeschoben würde, wäre das ein Superschub für die Energieerzeugung. Als nächstes stünde die Stromspeicherthematik auf dem Programm – da sind zahllose gute Ideen auf dem Markt. Mir entzieht sich völlig weshalb diese im Grunde genommen lapidaren Erkenntnisse nicht umgesetzt werden. Sollte es sein, dass die Politiker zu sehr auf die hören, die nicht anders können als in alten Bahnen der zentralen, aus der Region ganz und gar entkoppelten, Energieerzeugung denken? Ob sich da je etwas ändert? Eher nicht.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Laub, Mehl und Rotwein

Wie alles Neue wird mich unser Strom vom Dach wohl noch einige Zeit beschäftigen. Selbst bei dem nur ein wenig besseren Wetter im Vergleich zu gestern deckt der erzeugte Strom unseren Tagesbedarf – bis auf zwei Spitzen – bereits ab. Für einen Novembertag ein interessantes Ergebnis. – Unsere Birken entledigen sich mächtig gewaltig ihrer Laubpracht und allerlei Blattwerk landet auf unserer oberen Terrasse. Zusammengekehrt ergibt sich eine beachtliche Masse. Kaum ist diese weg, beginnt das Schauspiel neu. Herbst, halt. – Urlaubs- und faulheitsbedingt habe ich die Brüheinheit unseres Kaffeevollautomaten längere Zeit nicht gereinigt. Ich hätte nicht erwartet, dass sich dort so viel feuchte Kaffeemehlpartikel an allen möglichen Stellen festsetzen. Wie mag es in Maschinen aussehen deren Brüheinheit fest installiert ist? Anlass der Aktion ist die permanente Aufforderung das Gerät zu entkalken und mit einer Reinigungspille zu versehen. Eine gute Stunde später ist die Prozedur endlich abgeschlossen. Puh! – Abends geht es zu einem Geburtstag. Wir sind die letzten, die kommen und die letzten die gehen. So ist es gut. Mein Alkoholkonsum hält sich nach einigen schlechten Erfahrungen durchaus in Grenzen. Auch das ist gut. Sehr gut. Sehr spät wird es trotzdem.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Viel Regen, wenig Strom

Endlich, endlich, endlich wird unser neuer Zähler installiert. Exakt pünktlich beim Eintreffen dunklen Wetters mit viel Regen. Letzterer ist zwar gut für die Pflanzen, 24 l/qm ergeben sich im Laufe des Tages, doch die Photovoltaikanlage produziert nur ein paar Watt. Das freut den Stromversorger, je niedriger der Ertrag desto größer der Stromverkauf. So freut sich wenigstens einer. Der Techniker ist übrigens sehr höflich und nett, schwer routiniert in der Zählermontage. Es erschließt sich mir nur nicht weshalb unbedingt der Netzbetreiber das Teil installieren muss – diese paar Leitungen hätte sogar ich anschließen können, also erst recht jeder Elektriker. Kontrolle und Verplomben wäre später problemlos jederzeit möglich gewesen – Deutschland halt. Im Anschluss melde ich dem Marktstammdatenregister, also einer weiteren völlig überflüssigen Datenbank, die Inbetriebnahme der Anlage. Muss eben sein. Ich versuche mich mit den steuerlichen Aspekten vertraut zu machen, breche aber ab, Schietkram!!! Drum herumkommen werde ich wohl nicht, der Vogel Strauß ist hier leider kein Vorbild. Im Laufe des Tages begleiten mich meine wehmütigen Blicke auf die App des Wechselrichterherstellers. – Ein wunderschöner Abend mit einer Reise nach Irland und im Anschluss nach Schottland begeistert uns. Herrliche Länder, wenn die Sonne scheint – doch sie scheint dort eher sporadisch. Es wird routinemäßig spät.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Kaffee-und-Kuchen-Schreckgespenst

Ein weiterer Monat ist ins Land gegangen und der Staubsauger unserer Gemeinde erwartet wieder einmal meinen Zugriff. Während ich seine Düse über unseren gemeindlichen Teppichboden schiebe, höre ich einen Vortrag über die Familie von Helmut Blatt. Klare Worte, sehr wirklichkeits- und glaubensnah (nur seine Aussagen über einen Fluch, der über Generationen auf einer Familie haften könnte, erscheinen mir ein wenig weit hergeholt). Aber das tut den übrigen Worten keinen Abbruch. Meine AirPods bewähren sich bestens – bis auf ihre kleine weiße Homebase, die mit einem Mal verschwunden ist. Ich suche, suche und suche – dabei liegt sie offen und weit sichtbar auf der Fensterbank unseres Gottesdienstsaales. Puh, welche Panik! – Nachmittags schließe ich meine Kreditkartenaktion vorläufig ab und frage mich ob ich alles richtig gemacht habe. Wer weiß das schon im voraus, dazu müsste ich voraussehen was uns die Zukunft bringen wird. Gottvertrauen ist dabei durchaus eine Lösung. – Mein Schwager hat heute Geburtstag und zu einem Umtrunk eingeladen. Das ist zwar äußerst nett von ihm, wird aber meiner körperlichen Konstitution nicht mehr gerecht. Ein winziges Glas zu viel und der morgige Tag ist versaut – meine Körper ist da ein rechtes Sensibelchen geworden. Schweren Herzens sage ich ab. Ist künftig „Kaffee und Kuchen“ mein Alterslos? Wie schrecklich! – „Die autorisierte Erziehung“ mit Adolf Tegtmeier versüßt mir den Abend. Jürgen von Manger war ein starker Typ! – Es wird gar nicht mal so spät.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Wandel

Es ist an der Zeit meinen Kreditkartenbestand mal kritisch zu würdigen. Meine Bank stellt im nächsten Jahr die Kreditkarte auf Debitkarte um, was mir gar nicht behagt. Mit solchen Karten kann man meist kein Auto im Ausland mieten und das ist doof. Meine TUI-Karte ist zu teuer und sollte außer Dienst gestellt werden, vor allem weil ihre Vorteile nur für die meist teureren Kerngesellschaften des Konzerns gelten sowie für TUIfly, eine Fluggesellschaft, für die man vor gar nicht so langer Zeit schon verzweifelt Interessenten gesucht hatte. Warum muss ich dabei nur immer an Sauerbier denken? Durch nicht genutzte Vorteile wg. Corona liegen zwei teure Katenjahre hinter mir – es ist allerhöchste Zeit Abschied zu nehmen. Ich leite die wesentliche Schritte ein. Die Ersatzsuche gestaltet sich schwierig, letztlich finde ich einen – hoffentlich – guten Kompromiss. Unser Autoverkäufer ist in Kurzarbeit weil der große örtliche Konzern nicht produzieren kann. Die Krise scheint viel größer zu sein, als ich bisher dachte. Elektrisch angetriebene Kleinwagen – Fehlanzeige bei den Konzernmarken. Offensichtlich waren die bisher angebotenen Produkte Schnellschüsse bei denen man sein ganzes Pulver verschossen hatte und jetzt viel Zeit für weitere Ladevorgänge benötigt. Keine gute Ausgangslage. – Den Abend prägen Fernsehbeiträge aus den 60er Jahren, Autowerbung aus den Anfängen der Republik und der gute alte Tegtmeier mit seinen Lebensweisheiten. Die Gesellschaft hat sich doch extrem verändert. Nur zum Guten – so optimistisch wäre ich nicht! Spät, recht spät, komme ich sogar noch zum Lesen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Wollen habe ich wohl …

Es wird Zeit für mehr Altersgelassenheit. Wie oft habe ich mir das schon vorgenommen und wie oft bin ich damit voll auf den Bauch geplatscht! Also erneut aufrappeln, die Haare richten, das Kreuz weitgehend senkrecht stellen und vorlaut den Befehl erteilen: Junge, bleib gelassen! Aber ein bisschen plötzlich, potzblitz!!! Ich übe es mit einem Solitärspiel, das partout nicht aufgehen will, immer kurz vor dem Ende scheitere ich an drei oder vier falsch aufeinander liegenden Karten. Selbst dabei kraucht schon ein sanfter Ärger aus dem Magen empor. Wie soll das erst bei echten Herausforderungen werden? When will I ever learn? Die Antwort ist mir nur allzu klar. Sie ist fatal, entmutigend und enttäuschend. Ja, ich könnte an ihr fast verzweifeln. Dabei besteht sie nur aus einem Wort: Never. Punkt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Brave old world

Nach langer Zeit mal wieder Abendmahl: Es ist sehr ergreifend. Die Predigt im Gottesdienst unterstreicht, dass allein Jesus für unsere Rettung entscheidend ist und nicht irgendwelches Beiwerk. Eine wirklich gute Predigt, ausgezeichnet wäre sie gewesen, wenn sie auch kurz erwähnt hätte, dass selbst Paulus manches „Beiwerk“ gepredigt hat (Stichwort: Kopftuch, Verheiratungsverbot für Geschiedene, schweigende Frauen in der Gemeinde), doch bei ihm war das eben nur Beiwerk und nicht entscheidend für die Rettung. Aber das ist Meckern auf extrem hohen Niveau, doch es hat mich eben bewegt. Kurzum es war ein sehr guter Gottesdienst, keine Frage!!! – In der Predigt aus Bremen geht es um „Hemmschuhe“ im Glauben. Auch sie stimmt nachdenklich. – Abends brennt ein fröhliches Feuer in unserem Kachelofen und ich freue mich über unseren „Hybrid“ – ein wenig Kachelofen, ein wenig Kamin – nett anzusehen 😀. Ich fröne meiner Wiederentdeckung von Kommissar Veigl und ziehe mir zwei uralte Tatorte rein, lasse mich von Nostalgiegefühlen umnebeln und gebe einem breiten Lächeln Raum. Sie wirken auf mich wie es damals das Königlich-Bayerische Amtsgericht tat. Wohlige Stimmung: die Guten waren gut und schlau, die Bösen böse und dumm und die dazwischen reich und verdorben. Schöne alte Welt 😉😇. Spät beginnt die Nachtruhe.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar