Check der Exit-Sphäre

Einem leicht angespannten Vormittag folgt der Gang zum Urologen. Ich mag keine Arztbesuche. Doch das hilft mir nicht. Erstaunlicherweise sind wir die ersten in der Sprechstunde. Den Doktor kennen wir persönlich aus unserer Gemeinde. Es ist kompetent, sehr freundlich und mitteilsam. Die Untersuchung folgt den bekannten Bahnen. Das Ergebnis ist erfreulich. Die Exit-Sphäre ist voll okay. Es ging alles wunderbar schnell und Erleichterung strömt durch Knochen, Glieder und Psyche. Die Rückfahrt ist deutlich entspannter als die Anreise. Kein Wunder 😉😇. – Am Abend steht ‚Bibel und Brot‘ in der Gemeinde auf dem Programm. Wir reden über den Auftrag Gottes an Mose sein Volk aus Ägypten zu führen. Trotz der sehr bekannten Textstelle entstehen einige neue Erkenntnisse. Gottes Wort bleibt eben spannend, x-mal gelesen und doch wieder Neues entdeckt. Es ist eben ein lebendiges Wort durch den Heiligen Geist gebraucht. Überraschend, ergreifend, überzeugend. – Dem folgt ein üblicher Abend, der sehr spät endet. Der Schlaf erreicht 78 Punkte. Fein.

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Old-School-Banking

Nach einem so schönen Ausflug bleibt es dennoch erbaulich daheim zu sein. So ein fester Bezugspunkt im Leben hat schon was. – Ich will heute unseren jüngst erworbenen Wäschetrockner bezahlen und scheitere am Zugang zur Volksbank. Das neue Handy wird nicht akzeptiert, ich muss es dem System persönlich anbefehlen. So schwer wird es nicht sein, denke ich, bei der anderen Bank hat es ja auch gut funktioniert. Wie kann man sich nur so täuschen?! Hätte ich noch das Vorgängersmartphone wäre es wohl deutlich einfacher. Selbiges ist aber bereits vermarktet, die Einnahme ist schon verbucht, es ist daher weg. Nun wird es kompliziert. Es gibt, wie ich nach einigen nutzlosen Versuchen feststellen muss, nur die Möglichkeit einen neuen Freischaltcode anzufordern, der per Post (meine Zeit per Schneckenpost, wie irre!!!) kommt. Nachdem ich ein paar Stolpersteine überwunden habe, geht die Anforderung sogar raus. Es dauert, sagt das Geldinstitut, maximal vierzehn (!🤔) Tage bis zur Antwort. Kommt kein Code, soll ich es noch einmal versuchen 😠. Für die Volksbank ist Online-Banking offensichtlich fest im Old-School-Business verankert. ☹️. Schade. Enttäuschend. – Am Nachmittag begebe ich mich zu meiner Montagsrunde. Es ist hochinteressant wie unterschiedlich Sichtweisen und Lebenseinstellungen sein können. Ich staune über mich ebenso wie über meine Mitkumpel. Faszinierend. Eine Bibelauslegung mit Bezug zum Abendmahl eröffnet mir das breite Erkenntnis-Spektrum, selbst unter geistlich ähnlich tickenden Brüdern. Einfach nur stark! – Mit einem Auge und einem halben Ohr 😉😀 lasse ich am Abend einen Polizeiruf im TV an mir vorüberrauschen. Daneben berühren mich herzzerreißende Storys – was soll nur aus mir werden? Bin ich ihnen jetzt verfallen? Oh, oh, oh …

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Entspannungstag

Nach dem mächtigen gestrigen Dinner lassen wir das Frühstück gänzlich ausfallen und, ehrlich gesagt, wären mir 32 € p.P. für zwei Tassen Kaffee und ein Croissant doch ein wenig zu viel gewesen 😉😀 (wäre mein absolutes Maximum heute). So fahren wir, begleitet vom Gottesdienst aus Bremen, nach Hause. Gegen Mittag kommen wir an, lunchen eine Kleinigkeit und halten 😉🤔 Mittagsruhe. Faule Bande 🤨 aber so ist unser Leben eben. Den Abendliedergottesdienst schwänzen wir, weil wir erst einmal dieses starke Wochenende verdauen müssen. Es war einfach nur toll. Wir atmen tief durch, entspannen und ich lasse mich wider besseres Wissen von den Storys emotional anrühren. Leider nerven mich die offensichtlichen Ungereimtheiten immer mehr und trüben mein Gefühlsbad spürbar. Dann ist das so. Irgendwann in der Nacht falle ich in mein Seniorenbett und tauche in einen eindrucksvollen Tiefschlaf ein. Perfekt.

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Rubinhochzeit

Wir wollen heute in Celle die Rubinhochzeit eines befreundeten Ehepaares im Fürstenhof feiern. Zunächst planten wir dort zu übernachten aber die Preise, deutlich über 200 Euro pro Nacht ohne Frühstück, hielten uns ab. Das nächste geeignete Hotel wäre fußläufig mitten in der Nacht nicht erreichbar. So waren wir auf eine mitternächtliche Rückfahrt im Regen eingestellt. Heute schaue ich noch einmal bei Booking vorbei und traue meinen Augen nicht: der Zimmerpreis für diese Nacht ist zwar immer noch hoch aber deutlich niedriger, knapp über unserer persönlichen Obergrenze. Perfekt, sofort gebucht, Koffer gepackt und nach dem Lunch ab die Post. Gegen 15 Uhr kommen wir an diesem hochexklusiven Domizil an, erhalten sogar kostenfrei ein besseres Zimmer (im 4-Sterne-Hotel wäre das eine Suite mit begehbarem Schrank, Wohnraum mit Sessel und Sofa und allem denkbaren Komfort) und fühlen uns reich beschenkt. Supersausackgeilstark. Von dort fahren wir zur Kirche, erleben einen eindrucksvollen Rubinhochzeitsgottesdienst in der Gästerunde, begeben uns im Anschluss zurück ins Hotel und feiern im dazugehörenden Restaurant. Spitzenservice, Gourmetküche und eine äußerst angenehme Gesellschaft lassen uns einen wundervollen Abend erleben. Eine Freundin der Ehefrau und ich waren damals Trauzeugen und können heute mitfeiern – nach vierzig Jahren ist das nicht selbstverständlich. Während draußen der Regen prasselt begeben wir uns in unser suitenartiges Gemach und schlummern friedlich dem neuen Tag entgegen. Danke, HERR, für diese unerwartete Gelegenheit! Wunderbar.

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Reformationsfeiertag

Die einen feiern heute Gott, die anderen ihre Geister samt gräulicher Genossen. Es ist so ein typisches Bild: wer Gott hinter sich lässt, öffnet sich für finstere Gestalten und Mächte. Schade eigentlich. Ich trauere dem Martinssingen nach, wo Kinder mit Lied oder Gedicht ihre Süßigkeiten einsammelten. Welch ein Gegensatz zum erpresserischen Halloweentreiben – „Süßes oder Saures“, ihr könnt mich mal. Seufz. – Freunde nutzen den Feiertag um uns und andere zu einem gemütlichen Lunch- und Kaffeetreffen einzuladen. Acht Leute in friedliche Kommunikation „verstrickt“, fast wie die tiefsinnigen Diskussionen zu Luthers Zeiten, okay fast, ein wenig oberflächlicher schon aber durchaus auch mit geistlichen Inhalten. Das hat uns sehr wohlgetan. – Wieder daheim werden wir von erpresserischen Geisterbanden verschont und verbringen eine ruhige Zeit bis zum Einschlafen. Der Schlaf fällt eher unterdurchschnittlich aus aber das kenne ich ja schon ☹️. Dann ist das halt so.

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Erste Wärmepumpe

Wir warten auf den neuen Wäschetrockner mit Wärmepumpentechnologie. Sein Vorgänger löste immer den FI aus und ließ sich das Geheimnis dieses Fehlstromes nicht entlocken. Schließlich gaben wir auf und orderten seinen Nachfolger. Der kommt zwar ziemlich unpünktlich, immerhin kommt er. Er ist deutlich leichter, man hat sich offensichtlich zu mehr Kunststoff entschlossen. Ob ich das gut finde? Wohl eher nicht aber es ist wie es ist. Im Preis ist die Entsorgung seines Vorgängers mit enthalten und so trennen wir uns nach 25 Jahren Wegbegleitung. Schade aber unabänderlichkeitsbar 😉. – In der Lounge entferne ich das Insektenschutznetz, bald werden die Folien in den Keller wandern und die Sitzmöbel unter einer Plane in den Winterschlaf wechseln. Die mir so unangenehme kalte Jahreszeit ist da, die Blätter segeln von den Ästen und Zweigen, Mr. Shorty irrt nahezu arbeitslos im Garten umher und ich hülle mich in meine Schafsfellweste und sehne mich nach der karibischen Sonne. – Der recht neue niedersächsische Feiertag lässt die Pension und Betriebsrente schon heute eintreffen. Die Rentenversicherung aus Berlin kann sich noch einen Tag Zeit lassen. – Einem friedvollen Abend folgt eine normale Nacht. So ist das nun einmal hierorts.

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Seniorenmeeting

Der Tag der Senioren bricht an. Er beginnt mit ausgedehnten Ausschlaffreuden, ermunternder Dusche und ausgiebigem Knäckebrotknabbern. Ich feile noch ein ganz klein wenig an meiner Präsentation und Bildershow herum bis wir schließlich gegen 14 Uhr aufbrechen. In unserer Gemeinde baue ich die Technik auf, während fleißige Hände das Seniorentreffen vorbereiten. Putzig finde ich, dass einige des Teams es hartnäckig Seniorenfest nennen, was von seltsam minimalistischen Vorstellungen eines Festes zeugen. Andere bezeichnen es als Seniorenkreis nennen, doch da sitzt keiner im Kreis. Ich präferiere Seniorentreff, denn man trifft sich dort tatsächlich 😉 – kaum zu glauben😇. Egal wie es heißt, es entwickelt sich ein schöner Nachmittag, abwechslungs-, kuchen- und brotreich. So soll es sein. Gut Ding will Weile haben, Vorbereitung und Nacharbeit übertreffen die echte Veranstaltungsdauer mühelos. So ist das eben, wenn es gut sein soll. – Daheim lassen wir den Abend ausklingen, ich mit seltsam rührenden Storys und meine Mitbewohnerin erweitert ihr Gesundheitswissen. Jedem das Seine. Es wird für mich extrem spät, ich bin da dummerweise unbelehrbar, wobei die beiden Worte sich wunderbar ergänzen. Seufz. Welch ein Tag!

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Luftdrucknöte

Bevor meine Allerliebste in die naheliegende Großstadt 😀 aufbricht, prüfe ich noch den Luftdruck eines Hinterreifens von Foxi. Gestern waren die drei anderen dran bis die Akkupumpe ihr Handtuch warf 😉. Der Druck lag jeweils um die 26 PSI, der Aufkleber in der Tür verlangt 36 PSI. Seltsam. Noch seltsamer ist, dass alle Reifen fast den gleichen Wert aufwiesen, selbst der heute getestete. Ich ließ jeweils 10 PSI einblasen. Aber wieso löste dann die Luftdruckanzeige aus? Sie misst doch Abweichungen im Laufverhalten der Räder und die ändern sich doch nicht bei gleichbleibenden Werten. Ich staune. Im Internet finde ich Anweisungen wie ich die Anzeige zurücksetzen kann. Diese sind definitiv falsch. In meinem Hirn meldet sich eine andere Erinnerung. Die erweist sich als korrekt. Das baut auf 😉😇. – Ansonsten recherchiere ich noch die Herkunftsländer der Mühlen in meiner kleinen Fotoshow für den Seniorentreff. Der Findeprozess läuft deutlich besser als erwartet. Alles ist gut. Nach einem saugewöhnlichen Abend beehrt mich der Schlaf in üblicher Weise. Nett von ihm.

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