Technik, Hitze und Vorfreude

Ich schwinge wieder mal den Staubsauger in meiner Gemeinde. Glücklicherweise sind alle Jalousien heruntergefahren, es ist daher etwas kühler in den Räumen und doch geht mir ein Vers aus „Der Glocke“ nicht aus dem Kopf: Von der Stirne heiß, rinnen muss der Schweiß.“ Und das tut er. Meine freudig durch ökonomisch geprägte Stätten schlendernde Lebenslanggefährtin überrascht mich danach mit einer Scholle in dem Zustand, wie ich sie liebe: filetiert und mit leckeren Beilagen. Es ist ein Cabrio-Tag, den wir entsprechend nutzen. Die Sonne prallt mit Hochsommerwucht auf unsere Häupter und versetzt unsere Lounge in einen Vorbratzustand. Das steht meinem Mittagsschlaf offensichtlich nicht im Weg. Prima. Danach steht mir eine Beamerlehrstunde ins Haus bei der ich zu oft die einzig richtige Taste verfehle oder zu kurz drücke. Wie auch immer, Technik kann ganz schön zickig sein. Ein ruhiger Abend steht ins Haus. Ich freue mich. Ein terminloser Tag kündigt sich nach unserer Nachtruhe an. Ich freue mich noch mehr. Klasse.

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Bibelstunde und Reiseplanung

Den Tag nutze ich um die Bibelstunde vorzubereiten. Damit habe ich gut genug zu tun. Darüber hinaus muss ich mich mit einer hoffentlich nicht auf Dauer angelegten Unflexibiltät meines Reiseveranstalters auseinandersetzen. Aber ich bin ja geduldig und hoffe auf eine durchschnittliche Einsichtsfähigkeit der Geschäftsführung dort. Schauen wir mal. Erweist sich die Gesellschaft als kundenfreundlich, werde ich wohl noch einige schöne Reisen mit ihr erleben. Wenn nicht, dann lässt sich das Malheur kostenpflichtig reparieren, wir zahlen etwas Lehrgeld und lassen künftig andere von unserer Reiselust profitieren. So einfach ist das. – Die Bibelstunde am Abend beginnt mit der aufregenden Suche nach einer freien Wand, die der Beamer mit seiner Projektion bemalen kann. Die gibt es nicht. Fatal. Also lasse ich ihn sein Bild über einen Mauervorsprung auf der einen Seite und eine festmontierte Dartscheibe auf der anderen Seite werfen. Nicht schön, aber selten. Geht so. Dennoch bin ich Gott sehr dankbar für die Einsichten und die Erkenntnisse und die aufmerksame Runde. Aufatmen, erster Teil.

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Durchblick

Pünktlich wie die Maurer sind heute die Mitarbeiter der Tischlerei. Sie haben zwei Fenster im Gepäck, die unsere Garage und den Gartenkeller mit normalen Lichtdurchlässen versorgen sollen und die kümmerlichen Doppelgläser ersetzen. Die Arbeit geht flott voran und kurz nach der Mittagspause sind die beiden Handwerker fertig. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wir sind äußerst zufrieden. – Ich ergänze die Tabelle mit allen unseren Reisen. Sie sind zahlen- und summenmäßig ganz schön expandiert. Das verwundert mich nicht, stimmt mich aber sehr dankbar. Welch ein Segen, dass wir uns das alles leisten dürfen. – So ganz nebenbei widme ich mich der Bibelstundenvorbereitung. Ich komme flott voran, bräuchte aber wohl einen Tag mehr, als ich geplant habe. Andererseits ist es ein sehr bekannter Text, das Zentrum des Evangeliums, die Grundlage aller Sündenvergebung, so dass ich frohgemut bleibe. Ich freue mich an dem Herren, der so viel für uns getan hat und immer noch tut. Halleluja!

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Bewegter Sonntag

In der Studierstube doktern wir am Propheten Hesekiel herum. Offensichtlich hat sich eine Prophezeiung dort nicht erfüllt. Oder etwa doch? Oder nur teilweise? Oder kommt da noch etwas? Ohne tiefgreifende historische Kenntnisse kommen wir jetzt nicht weiter. Lassen wir es mal so stehen. Was bleibt uns auch anderes übrig? Übrigens schweigen sich auch die Kommentare dazu aus. – Am Nachmittag buche ich fix zwei Flüge und zwei Hotels im fernen Südafrika. Es ist schon faszinierend, was man heutzutage alles von zu Hause aus erledigen kann. Für jüngere Leute ist das völlig selbstverständlich – wir Älteren wissen aber sehr wohl wie umständlich es noch ein paar Jahrzehnte früher war. Die technische Welt ist nicht nur ins Laufen gekommen, sie hetzt, wie gejagt, vor sich hin. Welch ein großer Segen, dass ich der Beschaulichkeit pflegen kann, wenn auch meist nur ansatzweise – aber immerhin! – Die Moderation des Gottesdienstes am Abend gelingt mit Gottes Hilfe recht gut und die Predigt ist sehr lehrreich und inhaltsschwer. Ich hoffe, sie wird mich noch längere Zeit bewegen/beschäftigen. Die Vorschlafenszeit in der Lounge ist bei diesen Temperaturen herrlich und wir genießen sie in vollen Zügen. Klasse!

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Himmel offen

Uns trägt das Gefühl des offenen Himmels bis nach Hause. Schön, so durch die deutschen Lande zu strolchen. Tannenduft und Landluft direkt in die Nase geweht zu bekommen, hat was. Unter Feldbewässerungen quasi durchzutauchen und die Tropfen hinter sich zu lassen, ist eine völlig neue Erfahrung. Völlig gelassen nicht mehr zu sausen sondern zu juckeln, lehrt das Autofahren von einer ganz anderen Seite. Auch so kommt man an. Nach der Mittagspause geht meine Gottesdienstvorbereitung gut von der Hand und am Abend besuchen wir Freunde und genießen den lauen Vorsommerabend auf der Terrasse. So lässt es sich leben! Könnte ich mich schnell dran gewöhnen. Solche Temperaturen mag ich.

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Cabrio-Feeling

Sekunden vor der Abfahrt ereilt uns ein befreiender Arztanruf. Halleluja! Befreit fahren wir in der Mittagskühle los. Es geht Richtung Neffe, der heute seinen 18. Geburtstag feiert. Ab sofort darf er allein das Auto bewegen, ohne Aufseher, der ihm auf die Finger schaut. Wir dürfen das schon so lange, dass wir gerne wieder Beifahrer haben. Langsam entfaltet die Sonne ihre Kraft und endlich erhalten ich die offizielle Zustimmung zur Dachöffnung. Klasse. Wir schweben quasi dahin, Waldluft umschmeichelt unsere Riechorgane und ein laues Lüftlein droht mit Nackensteife, doch das wird kräftig ignoriert. Kurz vor dem Ziel tröpfelt es von oben, also kurz das Dach schließen aber es bleibt nicht lange in diesem Zustand. Unser Neffe feiert im engsten Familienkreis bei einem feudalen Restaurantdinner. Schon wieder Essen! Vollgestopft gelingt es mir nur schwer meinen Magen zu ausdauernder Mehrarbeit zu bewegen. Dankenswerterweise lässt er sich gnädig drauf ein und so ist eine halbwegs vernünftige Nachtruhe möglich. Fein.

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Alterssorgen

Wir hören einen Himmelfahrtsgottesdienst aus Bremen. Der hiesige Gottesdienst auf dem Klieversberg fängt für mich zu früh an und verheißt meinem Rücken nichts Gutes, wenn ich an die Sitzangebote denke. Nö, das muss nicht sein. Nachmittags erreicht uns ein verlockendes Angebot zum Eisessen, leider sind wir bereits verplant. Bei meiner Mum wird mir klar, warum manche Menschen ihre Alten nur sehr selten besuchen, denn wir führen dasselbe Gespräch mit fast denselben Worten bereits in der kaum noch zählbaren Wiederholung. Es tut im Herzen weh, wenn man das so sieht und ich frage mich, ob es mic in ein paar Jahren ähnlich geht – nur dass ich dann auf der anderen Seite agiere. – Eine Freundin hat uns anlässlich ihres Wiegentages zum Griechen eingeladen. Es ist eine frohe Runde mit recht gutem Essen, Retsina und Ouzo. Den restlichen Abend nutze ich unsere geschützte Lounge um ein wenig zu lesen, zu plaudern und den Space Cowboys zuzusehen. Ich kenne den Film sehr gut und er gefällt mir jedes Mal wieder. Rentner in Action.

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Lauer Tag mit flauer Stimmungslage

Lauer Tag mit flauer StimmungslageDer Arztbesuch gestaltete sich wie erwartet. Der Doktor war sehr freundlich und tat was er tun musste und das macht er gut. Was dabei am Ende herauskommen wird, bleibt offen. Wir harren der Dinge, die das kommen sollen. Es harrt sich nicht leicht. Dazwischen suche ich ein paar Bilder zur Bibelstunde heraus und mache mir ein paar Gedanken wie ich sie inhaltlich gestalten kann. Doch irgendwie bin ich innerlich ein wenig blockiert und meine Gedanken spazieren irgendwo herum. Unsere Reisegesellschaft teilt uns zwischendurch den Preis für die bessere Flugqualität mit und ich bin nicht erfreut über das recht hohe Angebot. Da werden wir uns wohl für eine andere Fluggesellschaft entscheiden müssen. Schade.

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