Seltsame Kochkünste

Meine Allerliebste ist bis zum frühen Vormittag unterwegs. Wenn sie es so mag … Ich kann in aller Ruhe die Zeitung studieren und fühle mich vormittags schon ein bisschen wohler. Nur der Husten sitzt tief und fest, er bricht sich in brutalen Attacken von Zeit zu Zeit Bahn. Nicht so toll. – Irgendwann wärme ich mir etwas auf, brutzle zwei Scheibchen Leberkäse in der Pfanne an und produziere höchstselbst in dieser Weise mein Lunch. Ohne jemand anderen zu nerven kann ich jetzt beim Speisen YouTubes schauen, auch nicht schlecht. – Den Nachmittag nutzt die Erkältung erneut zum Nerven, ich mag das gar nicht aber was hilft’s? Da kannste nichts machen. Heute schaue ich viel zu viele und viel zu einfältige Videos aber ebenso ein Highlight, eher ein Podcast, mit Hans Peter Royer. Superstark – warum musste ein so begnadeter Verkündiger viel zu jung in die Ewigkeit wechseln? Gut für ihn, schlecht für uns. Weiter scheint mir heute nichts mehr erwähnenswert bis auf den Schlaf, der eine ordentliche Arbeit abliefert. Das ist gut.

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Jesus kommt zu kurz

Morgens müssen wir uns eilen, denn die Podologin erwartet mich. Wir sind sogar rechtzeitig da, erstaunlich bei meinem Langschläfer-Gen. Doch sie ist noch beschäftigt. Dann tritt auf einmal ein Mitpatient auf, der ebenfalls zu einem naheliegenden Termin bestellt ist. Mir läuft es heiß und kalt den Rücken hinunter. Habe ich schon wieder ein Treffen verschwitzt, verwechselt oder falsch notiert? Die Frage steht mir quälend vor Augen. Bin ich wirklich schon so durcheinander? Das kann doch nicht sein! Und, Gott sei Dank, ist es tatsächlich nicht so. Diesmal hängt die Podologin zeitlich hinterher. Uff, der Felsbrocken, der von meinem Herzen fällt, ist riesig. – Daheim bin ich ziemlich erschöpft und muss mich dringend in eine Ruheposition begeben. Was bin ich doch schlapp. – Schließlich wende ich mich unserem Kaffeeautomaten zu. Er verlangt eine Reinigung und ist dabei extrem hartnäckig. Also Brüheinheit abspülen, abwischen, Kaffeemehl entfernen und wieder einsetzen. Die Restwasserschale entleeren und putzen, Düsen und Milchschlauch durchbürsten, Entkalkungstablette auflösen, Wasserfilter entfernen, Wasserbehälter leeren und mit Entkalkungsbrühe füllen, Reinigungstablette in die Einzelzuführung werfen und endlich den Reinigungsprozess starten. Die Maschine murkelt lange vor sich hin, fordert dann ein Ausspülen mit frisches Wasser, das sie wieder durch ihr Inneres drückt, schließlich noch einen neuen Wasserfilter. Fast fertig jetzt fehlt nur noch die Restwasserschale auszukippen. Welch ein langwieriger Akt! Danach sinke ich auf mein Lager, erhebe mich nur noch kurz zur Lunchaufnahme und gebe der Erkältung Raum zur Besserung, den sie auch zufriedenstellend nutzt. Nach dem Lunch suche ich erneut die Horizontale auf bis ich mich viel später für das Kommende präpariere.- Am Abend fahren wir nämlich zu Bibel und Brot in unsere Gemeinde, genießen frisches Brot mit Kräuterbutter, alternativ Kekse, dazu einen Kinderpunsch und ein Gespräch über die Weihnachtsgeschichte. Zum Abschluss feiern wir Abendmahl, das mir aber zu „unfeierlich“ abläuft mit Darreichungsworten, die seinen Sinn eher verschleiern als betonen. Mir wird dabei Jesus zu wenig erwähnt und sein Kreuzesopfer seltsam in den Hintergrund verschoben. Dennoch ist es eine liebe Runde mit einer ansprechenden Bibelarbeit. Ein lohnender „Ausflug“ in die Gemeinde! Daheim merke ich erst wie sehr mich das Ganze angestrengt hat und ich suche Entspannung zu finden. Das klappt perfekt. Das Lichtlöschen verlagern wir heute deutlich in die Nacht hinein und trotzdem lässt sich der gute alte Schlaf viel Zeit, ist aber ausdauernder und ein bisschen fester als letztens. Vorwärts immer, rückwärts nimmer Hoffentlich.

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Alles schlapp oder was?

So eine schlichter Erkältungsvirus eines älteren Menschen kann ganz schön nachtragend sein. Wie vermutet war es gestern zu viel, die Nacht verläuft auch nicht so toll, eher oberflächlicher Schlaf und der Morgen, nun ja, arbeitsfähig aber nicht arbeitsbereit (oder so ähnlich). Ich entspanne meist im Bett, zu Andacht und Zeitung probiere ich es mit dem Aufstehen, freue mich aber total, als ich wieder liegen darf. Irgendwie ausgepumpt, ich fühle mich nicht ernsthaft krank, nur irgendwie kaputt. Ich lasse meine Montagsrunde ausfallen, muss zu Kräften kommen. Einerseits habe ich ein „schlechtes Gewissen“ (stell dich nicht so an, Alter!) andererseits eine Schlaffheit, die einfach nur ruhen will. Genug davon. Is halt so. Alles wird gut. Die Nachtruhe beginnt früh, der Schlaf kommt spät und zeigt keinerlei Interesse an Tiefenwirkung. Aha.

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Überfordert

Fit wie ein ausgelatschter Turnschuh erwarte ich unsere Studierstube. Wir diskutieren über den Propheten Sacharja, seine Schau auf das künftige Israel, vergleichen mit dem Heute und kommen wie fast immer vom Hölzchen aufs Stöckchen. Ich liebe das. Die Diskussion ist breit angelegt, Wikipedia und das Bibellexikon sind sehr hilfreich, fein wenn man so ganz nebenbei nachschlagen kann. Fast davor früher als üblich aufzuhören kommt dann doch noch ein Thema auf, das uns beschäftigt. – Nach dem Lunch bin ich froh mich zurückziehen zu können und nutze die Mittagspause voll aus. Mit leicht angeschlagener Stimme schenkt es mir Gott die Moderation gut bewältigen zu können. Die Predigt spricht mich an und stimmt nachdenklich. Weil alles so gut läuft schaue ich im TV noch den Münsteraner Tatort an und danach die Chelsea Detectives. Das ist nicht sehr klug, denn ich falle danach sehr geschafft ins Bett. Das wird mich am Montag meine kleine Männerrunde kosten, befürchte ich. When will I ever learn? – Der Schlaf kommt sehr spät und scheint mir recht oberflächlich zu sein. Der Montag wird sicher lustig. Seufz.

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Saugverlust und Moderationsgewinn

Letzte Chance um meinen Verpflichtungen nachzukommen. Doch ich lasse sie vorübergehen. Mein Gesundheitszustand erfordert Zurückhaltung – so entfällt das Staubsaugen in meiner Gemeinde. Doof aber nicht zu ändern. Morgen trifft sich die Studierstube bei uns und abends habe ich Moderation. Da kann ich mir einen Rückschlag nicht leisten. So bleiben die Räume ungesaugt. Schade. Immerhin stehe ich behutsam auf, trinke meinen Kaffee, knabbere mein Knäckebrot und blättere virtuell die Zeitungen durch. Nach der Morgenandacht bin ich so geschafft, dass ich mich in die warmen Federn zurückziehen muss. Warum soll ich als Pensionist tapfer durchhalten, wenn das Liegen mir besser hilft? – Zum Lunch sitze ich natürlich wieder am Tisch aber nach der Mittagsruhe bleibe ich liegen, richte mein Rückenteil auf und beginne meine Vorbereitungen für die Moderation. Gott sei Dank geht sie gut von der Hand, der Kopf wird immer klarer und langsam nimmt das Manuskript Gestalt an. Sehr gut. Es geht voran, ich fühle mich ziemlich gut und blicke zuversichtlich dem Sonntag entgegen. Der Schlaf ist wie in Erkältungszeiten üblich, oberflächlich, unterbrechungsreich und schwer zugänglich. Dann ist das halt so.

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Die BCU im Streik

Eigentlich, ja eigentlich, sollte ich mich meiner Erkältung widmen. Beziehungsweise ihrer Bekämpfung. Doch dem steht die Montage eines Batteriespeichers entgegen. Der Monteur kommt superpünktlich gegen 11:30 Uhr und trägt eine Menge Kartons in unseren Keller. Er entblößt die Innereien unseres Verteilerschranks und verbreitet jede Menge Kabel im Raum. Bis 17:30 Uhr hat werkelt er fleißig vor sich hin und dann – funktioniert nichts. Der Handwerker vermutet einen Defekt der BCU, also dem Teil, das die Batterie kontrolliert und alle Abläufe steuert. Karamba! Seit dem Auftrag ist ein halbes Jahr vergangen, der Aufbau nahm sechs Stunden in Anspruch nur der Erfolg hat immer noch Urlaub. Dafür hat meine Erkältung einen Zahn zugelegt – die Besuche im kalten Keller haben sie wohl ein bisschen angeheizt. Na prima. Ich ziehe mich nach den Nachrichten zurück und versuche früh einzuschlafen. Dem Schlaf passt das jedoch überhaupt nicht. So wird es eine kurze, unterbrechungsreiche Nacht. Auch das noch.

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Dezenter Rückzug

Schon beim Aufstehen ist klar: das wird heute nichts mit dem Saugen in meiner Gemeinde. Der Kopf weigert sich, der Körper will gleich gar nicht. So lege ich eine Bett-Session mit Unterbrechungen ein. Der Tag gestaltet sich fernab aller Routinen und ich lasse ihn an mir vorüberziehen. Kurz residiere ich im Wohnzimmer aber nach einiger Zeit entfaltet mein Seniorenbett eine seltsam betörende Anziehungskraft. Es ist einfach ein Privileg des Pensionistenlebens, dass man sich nicht mehr mit angreifender Grippe ins Büro schleppen muss, sondern problemlos Ruheräume ohne schlechtes Gewissen aufsuchen darf. Davon mache ich heute Gebrauch. So wünsche ich mir selbst „alles Gute“ und ziehe mich mehr oder weniger diskret zurück. Perfekt.

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Männergrippe auf Pirsch

Mein Mitbewohnerin turnt und ich pflege meine Erkältung. Es bahnt sich etwas an, es schleicht sich ein Kratzen in den Hals, ein leichter Schleier senkt sich über das Denken und Fühlen. Es geht zweifelsohne nicht bergauf. Seufz. Im Keller muss ich noch ein paar Vorbereitungen für die Handwerker am Freitag treffen. Also räume ich einen Tisch leer, schiebe ihn in den Vorratskeller und lerne, dass Platz schaffen an einer Stelle das Chaos an einer anderen maximiert. Dann ist das so. Wann werde ich endlich mal aufräumen? Die Notwendigkeit nimmt sichtbar zu. Schande über mein Haupt! Ich bin kaputt, mir ist kalt und so schleicht sich der Tag dahin. Die Bibelstunde lasse ich ausfallen (sehr schade) und am Abend zieht es mich nach den Nachrichten ins Bett. Da fühle ich mich wohl und der Verstand klärt sich wieder, das Halskratzen ist weniger unangenehm. Hier bleibe ich – und zwar die ganze Nacht. Der Schlaf ist ganz okay und mit 74 Punkten gerecht bewertet😀.

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