Mein Schlaf gewinnt 70 Punkte

Heute „sporten“ wir beide, ich allerdings nur daheim. Für Sonntag suche ich noch eine Sprecherin des Dialogs zwischen einer Hainbuche und einem Wacholder. Man lernt nie aus. Außerdem ist die Tontechnik für den Gottesdienst zu briefen. Beides gelingt im Laufe des Tages – Gott sei großer Dank. Ein Stein plumpst hörbar mir vom Herzen. Der nächste Gottesdienst ist eine Herausforderung für mich. Spätestens morgen wartet der Programmablauf auf eine vernünftige Reihenfolge. Das wird auch nicht leicht, fürchte ich. Wir haben drei Pastoren, einen ehrenamtlichen Prediger sowie einen Altpastor und dennoch gibt es Sonntage für die keiner von ihnen verfügbar ist – das werde ich, alter Mann, wohl nie begreifen. Ich, old school, bin der festen Überzeugung, dass das durch eine gute Planung vermeidbar sein müsste aber offensichtlich klappt es in der Praxis nicht 🤔🤨. Aha, is wohl so. – Am Nachmittag startet der erneute Versuch die Wallbox auf Kurs zu bringen. Im Router erhält sie „freie Bahn“, per Repeater soll ihre Verbindung Verbesserung erfahren und schließlich ist ein Update des Betriebssystems zu installieren. Die zahllosen Versuche für letzteres enden erfolglos bei 9%, dann geht nichts mehr, dann Abbruch bei 56%, dann 0%, dann – kurz vor dem Ziel – bei 98% (!) Schluss, wieder 0% und so weiter. Irgendwann in der Nacht läuft das Update tatsächlich bis 100% durch, wird installiert und ist fertig. Kaum zu glauben. Mal sehen, ob sich an der nicht vorhandenen Performance der Ladesteuerung bei Sonnenschein etwas geändert hat. Optimistisch bin ich nicht. – Jetzt ziehe ich mir ein paar bissige Kommentare über die Gas-Kathi rein und lese noch ein bisschen. Unser Land ist halt lieber rück- als vorwärts gewandt. Tja. Es wird ziemlich spät aber der Schlaf agiert zuverlässig. Allerdings fällt mein „Schlaf-Score“ von gestern 90 auf heute 70 – putzige neue App-Funktion: Mein Schlaf gewinnt 70 von 100 Punkten. Irre.

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Früher Vogel, schlaffer Wurm

Um kurz vor halb acht verlasse ich mein Nachtlager. Seufz. Erstaunlicherweise bin ich ziemlich munter. Pünktlich erreiche ich meinen Augendoktor und bin sogar als erster Patient an der Reihe. Das ist gut. Er findet die Ursache meiner „Nöte“ und berät mich sehr gut. Voll aufgeklärt und ganz zufrieden, nur mit dem Pupillenerweiterungshandicap versehen, geht es rückengeplagt (auch das noch) zum Auto mit meiner auf mich wartenden Chauffeurin. Mit einem kleinen Umweg fahren wir heim. Dort bin ich so müde, dass ich im Sitzen einschlafe. Früh aufstehen ist halt nicht meine Welt. Wir holen die Morgenandacht nach, nehmen für unsere Verhältnisse sehr früh unser Lunch ein und verschwinden zwecks langer, sehr langer Mittagsruhe. Das ist wohl nötig und tut gut. Währenddessen wird auch mein MacBook auf den neuesten Stand gebracht. Am Nachmittag dauert es dagegen eine „kleine Ewigkeit“ bis auch meine Uhr ihr Update installiert hat. – Die neue Software macht keinen schlechten Eindruck aber mein Segensspruch auf dem Ruhebildschirm des iPhones ist unlesbar verschwommen. Was soll den das??? Ich suche, probiere, mache, tue – und siehe da: eine kleine Schaltfläche bei „Anzeige und Helligkeit“, Untermenü „Immer eingeschaltet“ Schaltfläche „Hintergrund weichzeichnen“ deaktivieren und schon wird alles klar. So huldigen Entwickler noch im Berufsleben dem Versteckspiel. Dort kann das Kind im Manne oder der Frau sich voll entfalten. Seufz. – Abends fahren wir zu ‚Bibel und Brot‘ und begleiten die Hagar auf einem Teil ihres Lebensweges. Es entsteht eine lebendige und erkenntnisreiche Diskussion – starke Stunde. Der Abend verlangt nach einer baldigen Bettruhe, dennoch wird es normal spät. Der Schlaf holt Versäumtes kräftig nach und sein Traumkumpel hält sich ein ganz klein wenig zurück. Nette Nacht.

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Ein Herausforderung und flüssiges Glas

Die Trennung vom Seniorenbett fällt schwer, was mich wenig wundert aber sie gelingt. Das Frühstück ist endlich wie gewohnt, gewollt kärglich. Gut so. Die Zeit verrinnt wie im Flug, was keinen verwundert. Ruckzuck steht die Mittagspause an. Wow. Für die Moderation am Sonntag soll ich unbedingt den Prediger kontaktieren. Ich versuche es per E-Mail, erhalte schnell eine Antwort und merke gleich, dass da etwas auf mich zukommt. Primär ein Anruf und danach ein paar Jobs für die Rahmengestaltung. So wird es nicht langweilig 😉. Auf geht’s. – Meine Abendandacht ziehe ich ein wenig vor und überarbeite danach meine Gebetsliste. Diese ist inzwischen etwas aus der Form geraten, ein paar Anliegen sind erledigt, andere kommen hinzu, eigentlich schreit sie nach einer grundsätzlichen Überarbeitung. Doch zunächst einmal das Formale, das ist zeitaufwändig genug, dann sehen wir weiter 🤔. Spät in der Nacht juckt es mir in den Fingern das neue Apple-Betriebssystem aufs iPad und Handy aufzuspielen. Eigentlich rechne ich nicht damit eine Verbindung zu erwischen, denn es steht erst seit 19 Uhr bereit, doch zu meiner Überraschung geht es relativ problemlos. Beim iPhone sausen die Daten nur zu herein, doch beim iPad geht es behäbiger zu. Das erinnert mich an einen Test der Glasfasergeschwindigkeit, die heute keinesfalls im Tausenderbereich agiert. Das ist jedoch ein späteres „Schlachtfeld“😀. Nun denn, das Flüssig-Glas-Design sieht nett aus aber gravierende inhaltliche Änderungen sind auf den ersten Blick zu dieser späten Stunde nicht erkennbar. Morgen ist ja auch noch ein Tag – und was für einer! Nun, husch, husch, früher ins Seniorenbett – die Nacht wird in aller Frühe jäh enden. Das ist gewiss. Seufz.

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Vielfältiger Sonntag

Nach dem Aufstehen frühstücken und sich zum Gottesdienst bewegen ist am Sonntag völlig normal. Wir lauschen einer Predigt zum Thema Familie, tauschen uns ein wenig untereinander aus, ich berichte von meinem explodierten Nachtlicht. Zum Lunch macht mich völlig baff, dass mein Geschmack mächtige Vorbehalte gegen angedünsteten Porree zum Ausdruck bringt, obwohl ich Porree-Maissalat doch mit Freuden konsumiere. Und ich dachte bislang, dass die Rote Liste meiner Verweigerungskost inzwischen vollständig sei. Offensichtlich nicht – selbst im Alter bleibe ich mäkelig. Seufz. – Am Nachmittag kommen Freunde zu Besuch, der Käsekuchen mundet übrigens noch besser und das Gespräch ist lebendig und themenreich. Sehr, sehr schön. – Abends begleiten wir die Loire auf der Großleinwand von der Quelle bis zur Mündung und lernen dabei interessante Menschen kennen. Endlich mal wieder ein faszinierendes TV-Angebot. Manche Sendungen sind auf der großen Projektionsfläche deutlich beeindruckender und mitreißender, finde ich. – Anschließend versenke ich mich noch in die Handlung eines Kriminalromans wobei mich spätabends der Drang nach vergorenem Traubensaft überkommt. Ich gebe nach und gönne mir zwei Gläschen. Das Reden über Wein, das Anbaugebiet entlang der Loire und eine französische Kommissarin, die gern mal frischen Rosé genießt war einfach zu überwältigend. Immerhin habe ich gelernt Maß zu halten – das gefällt mir dabei. Es wird verständlicherweise spät, der Schlaf trödelt ein wenig, der Wein treibt enorm, eine „bewegte“ 😀 Nacht nimmt ihren Lauf. Es ist, wie es ist.

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Weinlese und Saugerträume

Mich bewegt, ob wir uns einen Akkustaubsauger leisten können, wollen oder sollten? Heute sauge ich mal zuhause und vermisse dabei so ein flexibles Teil enorm. Vorne das Saugrohr, in der Mitte verfolgt mich unlösbar-hartnäckig das Bodenteil und zu allem Überfluss ist die Schnur permanent im Weg oder verlangt nach näher gelegenen Steckdosen. Allein die Akkulaufzeiten der Alternative scheinen mir auch noch nicht „das Gelbe vom Ei“ zu sein. Wahrlich nicht, wenn ich auf die Testergebnisse schaue. Außerdem verweigert sich unser Geldbeutel stur diesem Projekt. Kassenschluss, proklamiert er!!! – Währenddessen ist meine Mitbewohnerin mit der Weinlese voll ausgelastet. Die Weinstöcke tragen mal wieder enorm viele, wenn auch kleine, Träubchen. Dieselben werden von den Rispen getrennt, zermatscht samt Kernen und Haut und dann zur späteren Verwendung für beispielsweise Rote Grütze eingefroren. Hätte ich nur früher das Keltern gelernt, dann könnte ich mich als Mini-Winzer versuchen 😉 mit dem ‚Danndorfer Sonnenwändchen‘ vielleicht 😀. Chance verpasst. – So kramen wir halt noch ein wenig herum, probieren einen exzellenten frischgebackenen Käsekuchen und dann geht der Abend wie gewohnt dahin. Es wird normal spät, die Nacht ist okay, alles ist gut 😇.

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Knall! Bumm!! Peng!!!

Und wieder starte ich einen Versuch der Unordnung im Büro, auf welche Weise auch immer, beizukommen. Ich finde eine Verwendung für die herumliegende Schlüsselbox, nun ja, Verwendung ist schon richtig aber eher ist es eine aus der Not geborene Lösung. Die Not ist, dass die Box viel zu schön ist, um sie zu verschrotten. Nunmehr darf sie ein paar selten gebrauchte Schlüssel beherbergen 🤔. Dann fällt mir ein Nachtlicht in die Hände, das während einer Kreuzfahrt unzureichend funktionierte, warum auch immer. Ob es noch okay ist? Also ab zum Test in die Steckdose. KNALL!!! BUMMM!!! PENG!!! Es blitzt!!! Meine Handfläche schmerzt!!! Die Mittelabdeckung saust durch den Raum. Der Rest fliegt aus der Steckdose. Die Sicherung im Keller tut was sie soll. Das Licht erlischt. Puuuuuh! Boah man ey!!! Der Schreck sitzt tief. Noch halb im Schockzustand trapse ich in den Keller und aktiviere die Sicherung. Nichts weiter passiert, nur das Licht geht an. Gut so. Als eigentlicher Nichtraucher schnappe ich mir zwei Zigarillos, retiriere auf unsere obere Terrasse, danke Gott aus tiefstem Herzen – welch eine Bewahrung, was hätte alles passieren können – und ziehe mir die Rauchwaren 🤔🤨😉 rein. Meine Fresse!!! Was war das denn? DANKE HERR!!! So langsam finde ich zur Ruhe zurück, der Schock bleibt. Wir finden die innen geschwärzte Abdeckung, schließlich auch den verkohlten Rest und bleiben sprachlos. – Der Abend gestaltet sich ruhig mit lesen und irgendwie unpassend mit ‚Death in Paradise‘ – gar zu fern schien es heute nicht zu sein. – Der Schlaf kommt mit Verzögerung, ist aber tief und fest, leider ist sein Traumkumpel dabei. Man kann nicht alles haben.

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Vermögenskillendes hundeartiges Raubtier

Mich beschäftigen ein klein wenig die Planungen von Handinhand für 2026, denn ein paar interessante Reisen sind dabei. Wenn ich allerdings bei den Veranstaltern nachschaue bei denen sich dieses christlich orientierte Unternehmen „einmieten“ will, nehmen mir manche Preise durchaus den Atem. Dann noch einmal ein paar hundert Euronen obendrauf für die Referenten – das wird nicht billig. Seufz. Weshalb habe ich nur so eine geldverschlingende Kreuzfahrt zum Jahresanfang gebucht? Ob mir ein Durchschnaufjahr droht? Meinetwegen, dann wäre das halt so. Mit dem was man hat, abzüglich Spenden, muss man auskommen. Punkt!!! – Abends zur Mitgliederstunde geht es auch wieder ums Geld. Ich lerne, dass ein Marder eine ganze Menge Kohle vernichten kann, denn unsere Dachsanierung ist eine Herausforderung. Hoffentlich ist danach das Marderchen nicht schlauer als der Dachdecker mit seinen Zugangsverhinderungsmaßnahmen. Wir können nur hoffen und harren. Es ist ein interessanter Abend, auch wenn mir nicht alles gefällt. Aber lasst die Jungen ruhig ihre Erfahrungen machen, wenn sie unbedingt wollen. – Daheim wird es sehr spät aber erst nach einem vergnüglichen Abend. Das ist schon okay, wir können uns das leisten 😉. Der Schlaf kommt ein wenig später, ist aber wunderbar tief und fest. Fein.

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Rostbefreites Englisch

Meine Mitbewohnerin turnt wieder und ich turne auch – sie extern, ich intern. Fein. – Noch einmal nehme ich mir den Drucker vor bis er wieder gehorsam das tut was er soll. Ich hoffe, es bleibt dabei. – Dennoch ist der Tag in irgend einer Weise seltsam. Wir vergessen unerklärlicherweise die Morgenandacht, meine Abendandacht dagegen gelingt recht ausführlich, stattdessen schwänze ich das Bibelgespräch in meiner Gemeinde. Es ist ein seltsames Gebaren, das ich heute an den Tag lege. – Während meine Wohngenossin ihr halbjähriges Geburtstagsessen mit einem ehemaligen Kollegen genießt, gönne ich mir daheim drei Graubrottoasts mit ein wenig vergorenem Traubensaft. Wenn schon nicht zum Essen ausgehen, dann wenigstens einem Winzer die Ehre geben 😉😇. – Vor der Bettzeit schaue ich kurz in der Karibik bei Death in Paradise vorbei. Die erste Folge der 14. Staffel gibt es derzeit nur in englischer Sprache. Am liebsten würde ich nach den ersten Minuten gleich wieder abschalten, denn ich verstehe nahezu nichts. Doch mit ein bisschen Geduld, nach einer Rückblende zum Anfang, öffnet sich mein Sprachverständnis mehr und mehr. Nicht, dass ich alles kapiere, mancher Gag mag mir entgangen sein, doch ich folge der Handlung und bekomme alles Wesentliche gut mit. Das freut mich sehr und ich lerne: immer erst den Rost abschütteln, nur nicht gleich verzweifeln. – Es wird normal spät, der Schlaf lässt sich Zeit, überfällt mich dann aber heftig. Die Traum-Plots bleiben merkwürdig 😠. Besser so als schlaflos durch die Nacht.

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