Dankbarkeit

Schmerzmittel sind doch eine befreiende Erfindung. Dennoch bleibe ich lieber liegen und gebe meiner Reizung genügend Rückzugsraum, den sie auch ein wenig nutzt. Das tut wohl. Morgens erfreut mich ein Gottesdienst aus dem schönen Bremen. Es geht um das Volk Israel, das mit einem Weinberg verglichen wird und etliche Parallelen zur heutigen Zeit. Das stimmt nachdenklich. Nervig wird dagegen so langsam der zweite Tag im Bett. Was sollen erst Mitmenschen sagen, die an dasselbe gefesselt sind? Ich sollte wirklich für jeden Tag noch viel dankbarer werden. Abends lasse ich die Münsteraner Ermittler über mich ergehen. Ein seltsamer Plot, nette Sprüche und eine entspannende Handlung sind immer noch besser als die meisten anderen Tatort-Holzhammer-Botschaftseinhämmerer-Hektiker. Wie dem auch sei, heute ist mir klar geworden wie schnell sich eine persönliche Situation ändern kann. Danke, Herr, für alles.

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Vorlieben

Mein Kopf lässt sich nur noch eingeschränkt bewegen. Mitunter durchzieht ein stechender Schmerz meinen Körper. Das ist vielleicht mies. Ich bewege mich sehr, sehr vorsichtig. Irgendwann erkenne ich, dass Liegen die beste Methode ist. Also lege ich mich auf mein Bett. Das Aufstehen wäre ohne elektrische Verstellung des Bettes äußerst schmerzhaft. Doch mit Elektrik komme ich schmerzfreier auf und nieder. So rentiert sich eine Beschaffung. Meine partyfreudige Mitbewohnerin erfreut sich einer fröhlichen Gesellschaft und ich meines ruhigen Bettes. Jedem das Seine.

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Pleite

Das erste Mal geht eine Bibelstunde völlig daneben. Ich bin platt. Der gleiche Text wie am Dienstag, die gleiche Vorbereitung, der gleiche Moderator und eine völlig andere Ausführung. Sehr geknickt fahre ich nach Haus und komme kaum zur Ruhe. Ich stehe sozusagen neben mir. Darüber muss ich gründlichst nachdenken. Schade.

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Widescreen

Ich montiere meine Leinwand. Na schön, was ich so als Montage bezeichne. Zwei Löcher bohren ist kein Problem. Zwei Löcher im genau richtigen Abstand zu bohren dagegen sehr. Und genau da liegt der Hund begraben. Die erste Schraube passt perfekt. Logisch. Die andere würge ich mit voller Kraft in ihren Dübel. Passt gerade so, wackelt kein bisschen und hat absolut keine Luft. Immerhin lässt sich die Leinwand ein- und ausfahren sowie programmieren. Der Eindruck der Fernsehwelten über den Beamer ist eindrucksvoll. So eine Zoosendung auf Großleinwand ist faszinierend. Geht doch.

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Lunchtime

Das Tarantella ist mir in äußerst wechselhafter Qualitätserinnerung. Fast immer wenn ich mal dort speiste – allerdings meist mit jahrelangem Abstand – gab es dort einen neuen Koch, der seine Künste entfaltete. Die Palette reichte von spitzenmäßig bis sehr mäßig. Mal sehen was mich heute erwartet. Es geht gut los: Zander auf Spinat gibt es mangels Spinat nicht. Aha. Doch dann nach erneuter Wahl klappt die Bestellung. Ich wähle Lachsfilet in Orangensauce mit Reis. Nach durchaus angemessener Wartezeit kommt der Lachs und mundet mir hervorragend. Ich bin begeistert. Eine kleine Anmerkung kann ich mir dennoch nicht verkneifen: als Senior werde ich davon gut satt aber fünfzehn Jahre früher hätte ich die Portion nur als ausreichend „für den hohlen Zahn“ beurteilt. So ändern sich die notwendigen Magenfüllmengen. Platz für ein überaus schmackhaftes Cassata-Eis steht somit noch ausreichend bereit. Es war ein feines Mahl begleitet von einer lebhaften Unterhaltung – sollte man öfters zelebrieren. Fein, fein!

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Klagepsalm

Die Erkältung hält sich nach einer suboptimalen Nacht sehr zurück. So bin ich recht munter. Die Gliederung der Bibelstunde füllt sich. Der Inhalt nimmt gute Formen an und so ergibt sich ein interessanter Wegweiser für die Moderation. Ich staune was sich alles aus einem Klagepsalm entwickeln kann. Danke, mein Herr und mein Gott, dass diese Bibelstunde so gut läuft. Ich bin froh und dankbar. Halleluja!

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Erkältung 2

Erste Erkenntnis: das kann ja heiter werden mit der Bibelstunde morgen. Immerhin habe ich eine Gliederung gefunden. Zweite Erkenntnis: das Bett ist ein angenehmer Aufenthaltsort und schlafen hilft.

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Erkältung 1


Schnupf, nies, hust – das alles gefällt mir nicht. Immerhin kann ich virtuell an einem Gottesdienst teilnehmen. Das ist ja auch schon etwas.

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