Vorläufig Letztes

Da treffe ich wohl demnächst eine letztwillige Verfügung. Wie das klingt! Dabei hoffe ich stark, dass das nicht mein letzter Wille sein wird. Ich hätte schon gern danach noch ein paar andere Willensbekundungen in die Welt gesetzt. Möglichst lange. Doch das kann keiner wissen. Immerhin weiß ich, dass ich bei Gott ankommen werde und dort eine Heimat habe. Das macht Mut zum Leben und lässt mich vertrauensvoll auf die Zeit danach zugehen. Heute ist der Tag meines vorläufig endgültigen Bruchs mit dem VfL Wolfsburg. Diese Mannschaft, die immer die besten Spieler gehen lässt, die eine Trainerdiskussion genau dann entfacht, wenn es ausnahmsweise mal besser läuft und im Prinzip alles tut um ja nicht zu gut abzuschneiden. Und tschüss!

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Finish

So richte ich nun die Türen der Kellerschränke ein. Das Spaltmaß lässt mich kalt, Hauptsache man kann sie schließen – und das kann man schlussendlich. Es ist schwer genug sie dahingehend zu überzeugen. Nun noch zwei Winkel an die Wand geknallt, um im Notfall den letzten Halt zu gewährleisten. Auch das gelingt. So ist nun alles gut. Nie wieder Selbstaufbau, selbst wenn, zugegeben, der zweite Akt schneller und überzeugender ausfiel als der erste. Fehlt noch die Leinwand, kommt Zeit, kommt Helfer. Hoffentlich.

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Optimierte Aufbauzeit

Wieder ein Tag mit einer klaren Erkenntnis: der Zusammenbau eines zweiten Schuhschranks geht signifikant schneller als der erste Versuch. Nur die Tatsache, dass etliche Tage dazwischen liegen und mein Arbeitsspeicher nicht mehr der effektivste ist, verhindert ein meisterliches Ergebnis. Ab und an muss ich doch noch nachschauen und einmal sogar ein Teil ab- und anmontieren. Ansonsten flutscht es prima – bis auf die Türen, die sehr schief hängen und nicht miteinander harmonieren wollen. Das löse ich anderntags. Als dann der Schrank sich sehr knapp noch unter einem Träger hindurchschieben lässt bin ich voll happy. So soll es sein. Programm für morgen: Türen richten und die Sicherung an der Wand. Dann habe ich fertig. Hoffentlich ziehen sich diese Kleinigkeiten nicht noch weiter in die Länge. Ich kenne mich und bleibe skeptisch. Immerhin lauert noch eine frisch eingetroffene Leinwand auf ihre Montage im Salon. Da kann man schon schwach werden und unangenehme Feinarbeiten vertagen. Es bleibt spannend.

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Wissen im Widerstreit

Schon wieder ein Monat vergangen, schon wieder den Staubsauger in meiner Gemeinde schwingen. Ich höre dabei Roger Liebi beim Dozieren zu und es klingt alles harmonisch und logisch. Interessant welche Schlussfolgerungen dieser Mann aus biblischen Texten zieht und welches umfassende Wissen er mit sich herumschleppt. Faszinierend. Abends höre ich mir erstmals einen Bibelstundenvortrag von Olaf Latzel an und bin erstens voll erstaunt wie einfühlsam und ehrlich er referiert. Bislang kannte ich ihn eher als Haudrauf. Außerdem relativiert er einiges, was Liebi am Vormittag ausführte (ohne natürlich auch nur im entferntesten darauf Bezug zu nehmen, es passte eben „zufällig“ zusammen). Latzel hat hier eben eine andere Sicht der Dinge und das hilft mir sehr weiter. Ich lerne, dass ich mit meinem äußerst bescheidenen Wissen einen Fachmann nur im Extremfall beurteilen kann. Wohl aber fällt es leichter bei verschiedenen Meinungen sich selbst einen Pfad zu suchen – selbst wenn das Gehen darauf mühsam ist und manche Umkehr erfordert. Gott sei Dank begleitet uns der Herr dabei und korrigiert uns wenn es nötig ist. Und wichtiger als alle Erkenntnis, wichtiger als aller Glaube, wichtiger als alle Hoffnung ist unsere Liebe zu Jesus – denn die bleibt in Ewigkeit und ist größer als alles andere (1. Kor. 13).

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Matroschkabeipack

Das Paket ist recht klein und handlich. Die Stehlampe soll dagegen fast zwei Meter hoch sein. Wie passt das Große in das Kleine? Dem Erfinder des Gewindes sei Dank! Nun noch vorsichtig die Einzelteile der langen Stange zusammenfügen, dabei überschüssiges Kabel nach unten herausziehen und zum guten Ende den Fuß samt Gewicht anschrauben. Ja, dieses Teil kann mir gefallen. Am Abend bewährt es sich auch in der Praxis. Dennoch hat der Verpackungswahnsinn auch hier zugeschlagen. Der leuchtenferne „Beipack“ erinnert mich stark an Matroschka Puppen. Das äußere Paket ist inzwischen voll gefüllt mit den zerkleinerten Innenpappen. Über die vielfältigen Kunststofffolien schweige ich lieber. Andererseits bin ich ziemlich sicher, dass man mir beim Kauf hier vor Ort ein ebengleiches Pacheidel in die Arme gedrückt hätte. Ich hätte es nur selbst nach Hause bringen müssen. Tja …

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Unendliche Geschichte?

Wenn wir Holländer wären, hätten wir uns die heutige Investition sparen können. Bedauerlicherweise (finanziell betrachtet) sind wir eingeschworene Norddeutsche. Und so bleiben Fenster eben nicht von außen gut einsehbar sondern werden von innen irgendwie verhüllt. Diese Verhüllung schlägt schwer zu Buche. Immerhin ist der Blick auf korrekt gekleidete, glasbewehrte Wandlöcher eine stete Freude für alle in die heimischen Bräuche verliebten Bewohner. Insofern vereinen sich nun Inhalt und Rahmen unserer Verschönerungsbemühungen. Eine runde Sache aber keinesfalls das Ende aller Ideen – meine Technikexperimentiererei wird sich schon bald wieder etwas einfallen lassen. Befürchte ich.

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Wahrhaftige Sonntagsreden

Eine lebhafte Studierstube mit einer ganz besonderen Prägung nimmt uns in Beschlag. Wo liegt unsere Verantwortung als Christen unseren Mitmenschen, unserer Umwelt gegenüber? Wo können wir, sollen wir oder sollten wir nicht, Zeichen setzen für (oder gegen) im weltweiten Miteinander oder ist es gar ein Gegeneinander? Gibt es gravierende Unterschiede zu der Zeit Hesekiels? Hier prallen Meinungen aufeinander, bestätigen sich Ansichten gegenseitig oder zeichnen sich freundliche Kontroversen ab. Ich freue mich über das breite Spektrum unseres Glaubens, der jeden individuell inspiriert und doch uns alle auf ein Ziel zu führt. Faszinierend. Und im Abendgottesdienst geht es um die Gnade. Eine Gnade, die Gott sich viel kosten ließ und die ohne unser eigenes Zutun uns zufällt. „Wir wollen sein wie Gott“, unser Machtanspruch, der Gott, unserem Schöpfer, dreist entgegentritt, ist die Sünde Adams, die Sünde jedes einzelnen Menschen. Wir bilden uns de jure oder de facto ein, unser Leben, diese Welt, ja auch unsere Mitmenschen besser lenken und leiten zu können als der, der uns geformt, ins Leben gerufen und den Lebensodem eingehaucht hat. Welch ein fataler Irrtum! Allein Gottes Gnade reißt uns aus diesem Irrweg heraus und öffnet den Blick für die wahre Größe und Herrlichkeit des Herrn aller Herren. Klartext. Prima.

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Müder Tag

Das Alter hat mich im Griff. Dankenswerterweise lässt mich die männliche Miezekatze ganz in Ruhe. Ich bin nur völlig abgeschlafft. Schön, dass ich das Ausschlafen nach kurzer Zeit in eine Mittagsruhe übergehen lassen kann. Das hilft mir sehr. Und dann kommt auch noch unsere Jahresmitgliederstunde. Immer noch staune ich über die differierende Sichtweise eines Meetings – je nachdem ob ich Veranstalter oder „nur“ Gast bin. Heute kämpft meine Müdigkeit – alters- und partybedingt – gegen die interesseweckenden Themen an. Mal gewinne, mal verliere ich, trotzdem erschließt sich mir alles Wichtige. Insgesamt bin ich durchaus zufrieden. Und gleich darauf, ab, ab in die Heia. Uaah.

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