Touristenalltag

Schön ausschlafen. In aller Ruhe mit Blick auf das Meer frühstücken und dann gemütlich den Privatpool genießen – Urlaub pur. Ao Nang erstreckt sich mit Restaurants, Bars, Touri-Läden und Massagesalons, unterbrochen von riesigen Hotelkästen (nicht sehr hoch, dafür eher breit) die Strandstraße entlang bis zum Hafen am Thanon Nopparat Thara Beach mit seinen unzähligen Thai-Langbooten und extrem antriebsstarken mehrfach außenbordmotorbestückten Booten. Wir spazieren den ebbebreiten Strand entlang, folgen den phantasiereich verlegten vielgeschwungenen Pfaden der Strandpromenade bis zur Flussmündung und Hafeneinfahrt. Die Menge der Langboote, eng nebeinander geparkt bildet fast eine schwimmende Stadt. Mit dem Tuktuk geht es die Promenade entlang heim. Ein Abendessen im Strandrestaurant und ein schottisches Nationalgetränk am „Privatpool“ beschließen den Abend. Snobistisch, irgendwie.

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Von Mittelthailand in den tiefen Süden

Und wieder einmal früh aufstehen! Frühstück um 6 Uhr. Wer kann um diese Zeit schon spachteln? Per Kleinbus erreichen wir den schönsten Regionalflughafen, den ich kenne: Sukothai! Wer dort noch nicht abgeflogen ist weiß nicht wie schön abfliegen sein kann. Zwei bis maximal vier Abflüge pro Tag. Die Abflughalle aus Teakholz, die Seiten offen, elektrische Shuttles, gestaltet ähnlich dem ersten Wolfsburger Bähnle und alles in eine beeindruckende Grünlandschaft eingebettet. In Sichtweite leben Giraffen und Zebras, wohl in einem Privatzoo. Sagenhaft! Eine Turbo-Prop bringt uns nach Bangkok, hallo Billigflieger es gibt einen Imbiss, O-Saft und Kaffee gratis dazu. Dann düsen wir im Airbus nach Krabi, hey Billigheimer mit lecker Curryreis mit Huhn und selbstverfreilich O-Saft, Kaffee und Wasser. Nehmt euch daran ein Vorbild, ihr Sparschweine! Der Sitzabstand ist übrigens, ganz am Rande bemerkt, perfekt. Ao Nang ist ein Urlaubsort wie tausende rund um die Welt, unser Hotel ist eigen. Irgendwie stark

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Montezuma

Heute ist es soweit. Der gefürchtete Motezuma lässt seine Rachegelüste an uns aus. Die scharfen Leckereien, ein unbedachter eisreicher Smoothie oder was auch immer lässt den Magen ein wenig grimmen. Also ist Ruhe und schonende Kost geboten. Die Thaimassage entfaltet an den Stabileren unter uns ihr Entspannungspotenzial. Ich rette mich in den Genuss einer Pfeife – entweder macht mein Verdauungsorgan mit oder ich buche eine Halbtageskarte an einem stillen Örtchen. Das ist dann doch nicht nötig. Ein abendliches Buffet erheitert mein Gemüt. Einerseits schade für den ereignisarmen Tag, andererseits Danke für die erholsame Pause.

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Old City

In Ruhe und Gemütlichkeit starten wir in den Tag. Mit dem Hotelvan lassen wir ins zur „Old City“ verbringen, mieten dort ein Tuktuk samt Fahrer für zunächst 800, dann 600 und schließlich 500 Baht für 4 Stunden und tuckern los. Das ist immer noch zu viel -jedoch nur für den Fahrer, nicht für uns! Eine alte Tempelruine folgt der nächsten. Von wegen „alte Stadt“ – nix Stadt nur Tempel. Wie dem auch sei, die Anlage ist vorbildlich gepflegt, gärtnerisch klasse angelegt, eine Augenweide, harmonisch auf die Tempelreste angepasst. Für Archäologen wunderbar, für Historiker hochinteressant, für Bildungsbürger ein „Muss“ – aber für uns den vollen Spannungsbogen abreißend. Kurz gesagt, nach drei Stunden Tempel, Buddhas, Hitze und Schwüle war es genug. Umkehrorder ins Hotel zur Dusche. Alles ist gut! Gelohnt hat sich die Tour allemal. Ein Dinner im Hotel und ein Mojito, vorher noch ein kurzer Ausflug zu einer Markthalle, läuten die morpheusische Entspannung ein. S̄wạs̄dī txn klāngkhụ̄n – oder so ähnlich…

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Pooltag

Spontan verlängern wir unseren Aufenthalt in Sukothai um zwei Nächte. Das Hotel ist einfach zu schön. Nomen erst Omen: es ist wirklich ein Schatz „Sukothai Treasure“ eine Empfehlung für liquide Traveller! Spontan schieben wir einen Pooltag ein, unser „unruhiger Geist“ zieht dagegen einen Sonnenmarsch in Hitzebegleitung vor. Jedem das Seine! Cool am Pool liegend buche ich unseren Strandurlaub in Krabi und alle dafür nötigen Flüge. Alles ist gut. Abends schnuppern wir an der „Old City“ herum, erkunden die Rahmenbedingungen um morgen effektiv einsteigen zu können. Ein Tuktuk bringt uns zum europäisch fairen Preis zurück ins Hotel. Dort sorgen wir in der Bar für Umsatz. O weh wie ist der Mai Tai so süß! Ein Thai-Whisky hinterher ist unverzichtbar. Wirklich!

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Ende gut, alles gut

Im Frühtau zum Frühstück und gleich drauf zum Gummibahnhof 2. Dort wird unser arg betagter Bus nach Sukothai bereitgestellt. Wir hätten wohl doch intensiver nach einem First-Class-Bus suchen sollen. Die Beinfreiheit ist irgendwie schon da – more or less – und die Klimaanlage hält sich für eine Kühltruhe. Draußen brennt die Hitze, drinnen gefriert die Luft und manchmal lassen Schauer den Bus ihre Feuchte spüren. Aber die bleibt wenigstens draußen. Nach gut sechs frostigen Stunden laufen wir im Zielbahnhof ein. Ein Opa überredet uns zur Fahrt mit seinem Groß-Tuktuk, letzteres steht ihm im Alter kaum etwas nach. Vier Leute, vier Koffer und fünf Rucksäcke fahren im Rosttuktuk standesgemäß am 4-Sterne-Ressort vor. Die Zimmer halten vorbildlich was die Hotelsterne versprechen. Dieses Schmuckstück glänzt ebenfalls durch eine tolle, preislich angemessene Restauration. Die Bar ist gut bestückt und so sinken wir – endlich auf Normaltemperatur hochgefahren – höchst zufrieden auf unser Nachtlager. Alles ist gut.

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Wat auf‘m Berg

In unserem Hotel buchen wir eine Fahrt zum „Wat Phra That Doi Suthep“ einem der bekanntesten Tempel Thailands. Über schier endlose Serpentinen geht es aufwärts. Aber oben angekommen ist man längst noch nicht ganz oben. Scheinbar in den Himmel hinein erhebt sich eine Treppe mit 360 Stufen. Jede einzelne von ihnen hinterlässt einen Gruß in meinem schweren Körper. Aber der Aufstieg lohnt sich. Ein herrlicher Blick über Chiang Mai, ein diesmal wirklich sehenswerter Tempel und Buddhafiguren aus unterschiedlichsten Materialien in diversen Positionen lassen die Anstrengungen vergessen. Ein properer Mönch schwenkt über Gläubige eine Art Räucherkeule. Ein Geldbaum rechts von ihm steht bereit für weitere Scheine als Blätterersatz und eine Menschenschlange wartet geduldig davor. Übrigens ist dort oben der Fußboden so heiß, dass von längerem Verweilen auf sonnenbeschienen Stellen unbedingt abzuraten ist. Wohl dem, der Strümpfe dabei hat. Selbstverständlich müssen in Tempeln und Kirchen die Schuhe draußen bleiben. Hinab geht es deutlich beschwingter als hinauf. Zurück im Kleinbus haben unsere Mitreisenden noch Lust auf Zoo, der sie frohgemut huldigen. Wir haben Lust auf Mittagsruhe, der wir die Ehre geben. Jedem das Seine! Am Abend durchstöbert die Mannschaft den Nachtmarkt und ich quäle unsere Koffer bis sie schließen. Geht doch!

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Schrumpfbier

Ich lerne die „Freuden“ des Individualtourismus kennen. Einen Vormittag lang planen wir die weitere Reise, wandern per Pedes und per Taxi zum Busbahnhof, lungern dort auf der Jagd nach passenden Verbindungen herum und erlegen endlich vier Tickets. Ein rotes Taxigefährt bringt uns für wenig Geld zurück zur Altstadt. Mit Smoothie und Lachs auf scharfen Glasnudeln stille ich meinen wieder einmal nicht vorhandenen Hunger. Es folgt eine Mittagspause. Wie habe ich sie vermisst! Klasse! Am Nachmittag schaue ich verblüfft auf das relativ kleine Dreikönigsdenkmal, besuche interessiert einige Tempel „Wat“ wie sie hier heißen, und muss konstatieren, dass die ostfriesische Landschaft ähnlichen Namens bei weitem nicht so prunkvoll ist. Faszinierend wie viel Menschen investieren um irgendwann einmal ins Nirwana aufgehen zu können. Dabei gibt es Erlösung bei Jesus geschenkweise. Verstehe einer uns Menschen! Völlig durchgeschwitzt krieche ich mit letzter Kraft unter die Dusche. Das tut wohl! Der Abend klingt aus mit einem erwachsenen Changbier, einem zwergwüchsigen Erdinger, Pommes mit Ketchup sowie tiefsinnigen Abschiedsgesprächen mit Lothar. Adios!

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