Moor der Vergesslichkeit

Bisher, so auch heute, ist der Besuch beim Zahnarzt nur eine Zwei-Minuten-Routine. Er schaut alle Beißerchen einmal an und fertig. Möge es so bleiben! – Wenn man sein Tagebuch vernachlässigt, warum auch immer, steht man, stehe ich, nach Tagen vor einem Erinnerungsloch. Das kommt davon, Alter. Sensationelles gab es wohl nicht und wenn, ist es in irgendeinem Gehirnabgrund versackt. Schade. Ja, doch dann fällt mir noch etwas ein, so ganz versunken sind die Ereignisse nun doch nicht. Ich versuche für unsere Elektroautos die THG-Prämie (Treibhausgasminderungs-) über einen Vermittler zu beantragen. Das gelingt mir nur für ein Fahrzeug, weil der ADAC aus dem Geschäft ausgestiegen ist und der günstigste Nachfolger uns gleich für zwei Jahre verpflichten will. Ein Auto verlässt uns aber voraussichtlich schon in diesem Jahr. Die Prämie sinkt zwar von Jahr zu Jahr aber ich nehme doch gern das in Empfang, was möglich ist 😀.

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Abendandacht

Mich umhüllt heute eine sprühende Energie und überschäumende Tatkraft. Fast hätte sie mich angesteckt. Meine Telefonierspezialistin erledigt kompetent einen Job nach dem anderen. Sie erreicht sogar, dass ein Heizungsmonteur heute, also am selben Tag, vorbeischaut und eine neue Zirkulatiospumpe installiert. Starke Sache – das ich so etwas noch einmal erleben darf! Ich bin hin und weg. Das verschiebt natürlich alles im Tagesablauf 🤨😀 – wie schön! Nur meine Predigtvorbereitung kann ich natürlich noch nicht starten. Dann ist das so. – Bei meiner Abendandacht begegnet mir ein starker Psalm, den ich mir gesungen im Tempel sehr gut vorstellen kann. Die explosive Zeit vor dem dreißigjährigen Krieg stellt sich in der historisch-zusammenfassenden Rückschau packend dar – nur gelebt haben wollte ich damals nicht. Es waren harte Zeiten, die noch viel härter werden sollten. Die Erklärung der Prophezeiungen Daniels durch Roger Liebi ergibt einen so eindeutigen Sinn, dass ich nach dem Haken suche: denn wenn so simpel sein sollte, warum streiten sich dann hochintelligente Theologen noch darüber? Wenig Hintergrundwissen und eine leicht beschwingte Alterslässigkeit bei mir können biblische Stromschnellen in begradigte Flussläufe verwandeln 😇 – Freuden des Alters 🙏. – Ein Erzgebirgskrimi stimmt mich auf die Nacht ein, beruhigt die Nerven und lässt das Gehirn schon mal in den Vorruhemodus verfallen. Gut so. Trotzdem lässt sich der Schlaf durch vielerlei Unterbrechungen in seinem Job stören. Schade.

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Zwei Todesnachrichten in Folge

Ich zelebriere ein ruhiges, geordnetes und gemütliches Aufstehen. Mein Bettnachbarin 😉 hat mich schon früh zwecks auswärtigem Frühstück verlassen. An Kaffee, Knäckebrot und Zeitungen schließt sich die Rückeneinstimmung an. Bei so einem späten Tagesbeginn naht die Mittagszeit im Sauseschritt. Nach einer kurzen Mittagsruhe treffe ich mich mit Freunden zu einer ausgiebigen Diskussion über die Kapitel 10 und 11 des Propheten Sacharja. Noch vor meiner Ankunft, fast mit dem Finger auf dem Klingelknopf, ereilt mich die erste Todesnachricht. Meine Tante aus Leipzig ist verstorben. Das ist sehr traurig, denn wir kannten sie recht gut. Als sie den Bruder meines Vaters heiratete habe ich sie kennengelernt. Wir haben die Familie noch zu DDR-Zeiten regelmäßig besucht, erst per Bahn, später durften wir mit dem Auto einreisen. Jetzt lasten auf meinem tief trauernden Cousin alle Aufgaben rund um den Tod seiner Mutter. Leider waren wir vor einigen Jahren zur Beerdigung meines Onkels verreist, was mich immer noch schmerzt, hoffentlich hindert uns jetzt nichts. – Abends, Barnaby ermittelt gerade, trifft die zweite Todesnachricht ein. Ein Cousin meiner Frau wurde tot aufgefunden. Zu ihm hatten wir nur lockeren telefonischen Kontakt, mal mehr mal weniger. – Vor ein paar Tagen verstarb zudem noch der Schwiegervater eines Neffen. Dieses Jahr setzt sich nach einem furiosen Reiseauftakt nunmehr ziemlich niederschmetternd fort. Nun ja mit zunehmendem Alter muss ich wohl damit rechnen: Verwandte und Bekannte sterben bis es einen selbst trifft. Doch die gewisse Hoffnung auf die Ewigkeit tröstet da sehr, einstens bei Gott zu leben – welch ein wunderschönes Ziel! – Es wird wieder spät aber die Nacht gestaltet sich ganz okay.

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Mose und wir

Wir erwarten unsere Studierstubengäste nach dem Frühstück. Und wir sind fast komplett, so dass sich ein interessantes Gespräch über den Propheten Sacharja ergibt. Der Junge hatte schon eine überraschend gute Sicht auf die Zukunft, mancherlei Offenbarungen, die uns zum Staunen bringen. Einiges hat sich schon zu seiner Zeit erfüllt, nicht so ganz, eher ansatzweise und die echte Bestätigung seiner Prophezeiungen ergab sich erst viele Jahrzehnte, Jahrhunderte, sogar Jahrtausende später – dann aber unglaublich präzise. Schon darin lässt sich der wahre Gott erkennen – welche Religionsstifter, welche Philosophen oder Forschen haben je solche trefflichen Voraussagen getätigt? Keiner! Gott kann, weil er ewig ist, Herr über Zeit und Raum. Schon faszinierend. – Am Nachmittag hören wie die Predigt aus Bremen über die Berufung des Mose mit dem Schwerpunkt ‚Offenbarung Gottes‘. Das hat mir viel zu sagen. – Am Abend steht Gott bei mir in der Moderation bei. Ich staune über meine Ruhe und Gelassenheit – welch ein Geschenk nach vielen Jahren des Schwitzens und der Zappeligkeit vorher. Danke!!!! 🙏 !!! Die Predigt behandelt dann ebenfalls Mose am Dornbusch und setzt Akzente für unsere Beziehung zu Gott. Sehr nachdenkenswert, stimmt also nachdenklich😉. Heute bleiben wir etwas länger in der Gemeinde, da eine von uns die Bewirtung nach dem Gottesdienst übernommen hat (Kaffee, Tee, Kuchen, Kekse und so). Das ist gut so. – Der Abend nimmt seinen üblichen Verlauf nur, dass es bei mir wieder einmal etwas später wird, weil ich unbedingt einen Krimi bis zum Ende durchlesen „muss“. Der Schlaf kommt mit seiner inzwischen fast traditionellen Verspätung, sozusagen cum tempore, nur dass er sich erheblich mehr Zeit lässt als nur 15 Minuten. Dann ist das so. Mit frühem Aufstehen wird es aber so nichts.

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Lernen, schreiben, träumen

Während meine Einkaufsspezialistin sich durch die Massen der mit frischem Entgelt ausgestatteten „Shopper“ zwängt, turne ich in aller Ruhe zum Wohle meines Rückens. Dabei höre ich Roger Liebi beim Dozieren zu. Man muss ihm nicht in allem zustimmen, er ist aber schon recht überzeugend. 😉 – Mein Tagebuch erfordert dringend Ergänzung, ich bin leider ein paar Tage im Rückstand. Die Tage vergehen halt immer so schnell. – Am Nachmittag bereite ich mich auf die Moderation des sonntäglichen Abendgottesdienstes vor und halte im Anschluss meine Abendandacht. Die Reformationszeit war eine bewegte Epoche und ich lerne aus dem „Heussi“ eine Menge neuer Details kennen. Spannend. – Abends versuche ich mich mit dem Fernsehprogramm zu arrangieren. Es gelingt nicht. Der Kluftinger im BR mag gut sein aber er weicht mir zu stark von meiner Phantasie zum Buch ab. Der Tatort aus Münster ist mir leider viel zu bekannt und ich überlege ob sich seine Wiederholung schon im zweistelligen Bereich bewegt. Ich resigniere, lese, youtube und lasse die Zeit vergehen. Ich möchte zurück aufs Schiff! 😉 Gute Nacht!

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Reisezweifel?

Im März findet wieder das alljährliche Singewochenende im Harz statt. Mich lässt das völlig kalt aber meine Sangesfreudige drängt es zum Kreis der Tonkünstler. Sei’s drum. Also buchen wir ein Hotel in Bad Harzburg für ein paar Nächte und ich stelle mich darauf ein im kalten und hoffentlich nicht zu nassen Harzvorstädtchen diese Tage irgendwie fern des Chores zu füllen. Das wird mir nicht schwerfallen 😀😉. – Inzwischen sind Renten und Pension eingetroffen und ich sehe voraus wie sie im Laufe des Monats sowohl einem künftigen wie auch einem absolvierten Urlaub zufließen werden. Ob wir möglicherweise zu oft verreisen? Könnte es wohl so sein? Nein, davon will ich nichts wissen!!! „Schön ist es auch anderswo, hier bin ich ja sowieso“, hat schon Mister Pief mit dem Teleobjektiv bei Wilhelm Busch festgestellt. – Bei meiner Abendandacht lese ich jetzt zusätzlich noch in einem Buch von Roger Liebi über die Prophezeiungen Daniels. Für einen Laien wie mich hochinteressant. – Wir wollen abends mal wieder den Kachelofen anwerfen und so hole ich das nötige Holz herauf, eine Feuerwehrmannstochter entzündet es und wohlige Wärme umhüllt uns während die Chefin parallel zu Pater Brown ermittelt. Ich zappe hin und her, weil beide mich nur ansatzweise überzeugen. So kann ich mir jedenfalls im Geiste die verpassten Zwischenstücke vorstellen. Parallel dazu will ich auch noch ein Buch lesen aber das scheitert: drei sind eins zuviel, wenigstens bei mir. Heute bleibe ich mal länger auf und das scheint der Schlaf mir übel zu nehmen und zickt die ganze Nacht herum. Ich schlafe in kleinen Portionen und bin morgens wie zerschlagen. Solange das Alter mir nicht mehr zumutet, will ich nicht klagen.

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Kreuzfahrt in der Rückschau

Wir haben heute keinerlei Termine. Das ist sehr gut und so stürze ich mich auf die gesammelten Fotos und erstelle eine Motivliste. Die Google-Fotosuche hilft mir beim Identifizieren unbekannter Objekte in allerbester Weise. Dabei fällt mir manches von den Bemerkungen der Guides wieder ein und vielerlei Neues lerne ich von Onkel Google und Tante Wikipedia. Erstaunlich was wir da alles gesehen haben, phantastisch welche Geschichten sich hinter den Motiven verbergen! Wenn nur mein Erinnerungsvermögen besser wäre! Seufz. Immerhin habe ich gegen Abend die Liste fertig und somit Anhaltspunkte zu jedem Foto. Lissabon – Lanzarote – Teneriffa – São Vicente – Santiago – Brasilien mit Recife – Maceió – Salvador – Ilheus – Búzios und Rio de Janeiro – welch eine Kreuzfahrt! Wir haben viel gesehen. Stark! – Und das alles schauen wir uns heute am Abend bei einem Glas Scheurebe gemeinsam auf der Großleinwand an. Wir lassen die Kreuzfahrt sozusagen Revue passieren. Da kommen die fast noch frischen Erinnerungen wieder an die Oberfläche zurück. Wir sind begeistert! Es wird natürlich spät und wir lassen sämtliche Hochgefühle in und an uns wirken. Perfekt.

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Lernfähig bleiben

Meine Allerliebste hat heute ihre Sportstunde. Viel Vergnügen. Ich schlafe etwas länger und bin gerade mit meiner Routine durch als sie schon wieder zurückkommt. Wir absolvieren unsere Morgenandacht gegen Mittag und noch während des Mittagsschlafs verlässt meine hochaktive Dame mich für den Seniorenkreis. Derweil kümmere ich mich weiter um die Fotos, genieße nebenbei den neu gelieferten Ostfriesentee und kann die Sammlung schließlich mit Rio de Janeiro abschließen. Es kommen trotz engster Auswahl dann doch sehr viele Bilder zusammen – für Dritte ein paar zu viel aber für uns genau richtig. Beim Betrachten fällt mir auf, dass ich ein großen Manko bei der Motiverkennung habe – was war das doch gleich? Da sollte ich wohl noch ein wenig recherchieren. – Abends ermittelt die Soko Wismar und wegen der viel zu langen Bastelei an der Präsentation „muss“ ich die Abendandacht ausfallen lassen. In der Nacht erkenne ich meine Dummheit: Was setze ich eigentlich für Prioritäten? Fernsehgucken kann man heutzutage hin und her verschieben, zu fast jeder Zeit anschauen, mal ganz abgesehen vom gesendeten Einheitsbrei – bei der Andacht hat sich dagegen eine feste Routine als bestes Mittel gegen meine „Schlurigkeit“🤔😉😇 erwiesen. Das sollte ich mir „hinter die Ohren schreiben“. Man lernt halt nie aus.

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