Besuch

Ein echt guter Anfang des Tages; ich spare mir mein Frühstück. Das tut gut! Am Vormittag treffen Schwägerin und Schwager ein. Eine fröhliche Runde nimmt ihren Lauf. Zum Lunch wird gefuttert und ich übertreibe es wohl ein wenig. Sattheit macht träge. – Später kommt die Nichte samt Mann und Kind. Welch ein Trubel in unserem sonst so stillen Haus. Die Kleinste mag mich nicht – mit Bart bin ich ihr wohl sehr suspekt. Schade. Es gelingt zwar ihre Vorbehalte ein wenig abzubauen – aber ganz traut sie dem Frieden nicht. Es wird viel erzählt und gelacht trotz des traurigen Anlasses, der uns zusammenführt. – Zum Dinner holen wir Pizza und ich komme mir echt amerikanisch vor mit den vielen Kartons auf dem Tisch 😉😇. Kulturelle Übergriffe sind heutzutage wohl eher die Norm als die Ausnahme. Immerhin lernen wir dadurch einen Pizzadienst aus der Nachbarstadt kennen, der ordentliche Pizzen produziert. Fein. Es wird gar nicht mal so spät, die Truppe ist müde oder bin ich nur viel zu spätes Schlafengehen gewohnt? Jedenfalls ruhe ich angesichts der Umstände relativ gut, wenn auch nicht völlig überzeugend😠. Dann ist das so.

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Futterverwerter und Fettansetzer

Das Frühstück wird seinem Namen gerecht. Viel zu früh (für mich). Ich zwinge mir ein Brötchen und dazu etwas Rührei „rein“. – Während des Gottesdienstes fällt es mir sehr schwer meine Augen offen und meinen Verstand wach zu halten. Ich muss unbedingt an mir arbeiten aber wie stelle ich das an? – Unseren Lunch nehmen wir am Kanal bei Jorgos ein. Im Restaurant ist sehr wenig los. Mein Misstrauen erwacht. Aber das Essen ist okay. Außerdem bin ich sowieso satt vom Frühstück und schaffe ein wenig Bohnensuppe, eine halbe Ofenkartoffel sowie ein bisschen vom griechischen Salat. Glücklicherweise finden sich an meinem Tisch fleißige Mitesser. Alle können viel mehr futtern aber ich habe schleppe mein Übergewicht mit mir herum. Ist das gerecht? – Die Mittagsruhe fällt tief, fest und lang aus. Sehr gut. Den Abend füllt das Miteinander voll aus. So soll es sein. Es wird nicht sehr spät aber die Müdigkeit ist da und der Schlaf schlägt sofort zu. Toll!

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Bahn kommt an

Ich wache auf und eines meiner Augen drückt und schmerzt als ob ein kleines Sandkorn hineingeraten wäre. Was mag das sein? – Draußen füllt sich die Straße mit Autos. Massiv. Von vorne bis hinten ein PKW am anderen. Unser Dorfverein spielt wohl um einen Pokal. Soll er doch, Hauptsache unsere Ausfahrt bleibt frei. Mein Interesse an Fußball ist möglicherweise ein klein wenig größer als an der Neugier ob in China ein Sack Reis umgefallen ist 😀. Nun denn, das Gejaule der Fans begleitet uns den Tag über. Sollen sie doch. – Währenddessen lasse ich meinem Spieltrieb seinen Lauf und laminiere die Kofferanhänger, loche sie mit einer Nietzange und befestige sie mit Kabelbindern. Macht Spaß. Jetzt gilt es die Urlaubsunterlagen reisefertig zu machen. Perfekt. – Abends trifft unser Neffe mit Verspätung ein – die Bahn hat sich weit über eine Stunde Zeit gelassen. Aber noch trifft die Verspätungsmeisterin wenigstens ein – muss man inzwischen wohl lobend erwähnen 😉🤨. – Vom Bahnhof geht es stracks zu einer Geburtstagsfeier. Der Grill ist zwar schon kalt, lässt sich aber dank der Gasverseion leicht wieder auf Touren bringen. Im Ergebnisse futtere ich viel zu viel. Ich bin übersatt. Selbst schuld. – Daheim plaudern wir noch ein wenig bei einem Fläschchen vergorenen Traubensaftes. Mit der nötigen Bettschwere vertrauen wir uns nicht zu früh dem Schlaf an. Er tut seinen Job. Mein Auge hat sich gebessert 😇. Alles wird gut.

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Dies und das – von Arzt bis Malaise

Nach der verkürzten Morgenroutine lassen wir unsere Oberfläche beim Spezialisten checken. Das geht schnell und es ist alles okay. Das höre ich gerne. Mitten beim Lunch, staunenswert pünktlich, wird unser Koffer abgeholt und reist uns voraus Richtung Süden. Gute Reise – auf ein baldiges Wiedersehen! – Meine liebe Mitbewohnerin ist wieder einmal unterwegs und kommt mit Gummimatten für Laura von Grün zurück, eine Zugabe des Autohauses. Merci vielmals. Wir entfernen also die edlen Schmutzfänger, verpassen ihnen voraussichtlich vier Jahre Pause und stellen ihre robusten Kumpel in den Dienst. Letztere sind auch nicht schlecht gestaltet und haben alle – auch die hinteren – ihren festen Platz in Lady Laura. Sehr schön. – Unser neuer Lounge-Pavillon soll doch noch vor dem Urlaub eintreffen – wir dürfen gespannt sein. Ich habe allerdings den Verdacht, dass die Software möglicherweise den arbeitsfreien Montag nicht berücksichtigt hat. Wir werden sehen. – Ich bin immer richtig happy, wenn ich an die Abendandacht denke und mir dafür Zeit nehme. Es wartet dort so interessante Lektüre auf mich, dass jedes Versäumnis mehr als schade ist. Heut klappt es mal wieder. Toll. – Beim Freitagskrimi mag ich weder den Plot noch die Darsteller, wie ich nach kurzer Zeit feststellen muss. Also schalte ich um zu Pater Brown um mir zwei bekannte Folgen nebenbei anzuschauen. Bei einem Rosé geht die Zeit schnell vorbei bis wir im Seniorenbett auf einen etwas unkonzentrierten, leicht unlustigen Schlaf treffen. Dazu motzt das rechte Auge und der Oberarm auf derselben Seite. Keine vergnügungssteuerpflichtige Nacht. Wahrlich nicht.

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Samos auf die Leinwand gebeamt

Der Mai ist vorbei, der Juni beginnt wie immer mit dem Staubsaugen in meiner Gemeinde. Das altersschwache heulende Sauggerät schleppt sich durch die Räume bis ich merke, dass der Staubbeutel knallrappeldickevoll ist: gestapelt, gepresst und fast nur mit Gewalt zu entfernen🤔. Ja, wenn alle verantwortlich sind, ist keiner verantwortlich😢. Dagegen sind die Vorträge, die ich nebenbei höre, sehr gut. – Am Nachmittag ist es Zeit unsere Koffer zu packen, denn der größere geht schon morgen auf die Reise. Weshalb das eine oder andere T-Shirt enorm sowie einige Hosen ein wenig im Schrank eingelaufen sind 😉, ist mir ein Rätsel 😀. Immerhin finde ich noch genügend Kleidung für die paar Tage. Es packt sich leichter, aber länger, als ich gedacht habe. Das ist gut so. Ein Koffer steht am Abend abholbereit und ein kleinerer ist nahezu voll gefüllt. Wir sind quasi reisefertig – bis auf die Technik 🤔 – bei mir ein sehr eigenes Thema😇. – Auf unserer Großleinwand schauen wir am Abend auf Samos vorbei, alte Urlaubserinnerungen werden gemeinsam mit der Sehnsucht nach Griechenland wach – danach erfreuen uns die Ionischen Inseln. Es ist prachtvoll die Landschaftsaufnahmen in diesem großen Format zu bestaunen. Reiselust pur macht sich breit. Seufz. – Voller Freude stürze ich mich auf einen Krimi, der in der Provence spielt und bin schockiert: warum denkt sich ein Autor in einer so prachtvollen Landschaft so einen grausamen, haarsträubenden Mord, gefolgt von einem ähnlichen Mordversuch, aus? Muss das denn sein? Ich werde wohl die Serie künftig meiden. Es wird sehr spät, der Schlaf ist beleidigt und lässt sich Zeit – für die ausbleibenden Alpträume bin ich dankbar. Das hätte schlimmer kommen können. Bescheuerte Mordphantasien bleibt mir bloß vom Acker!

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Falsches Grab

Nach dem Sport folgt das Tagebuch. Es ist wieder aufzufüllen. Außerdem sind Rechnungen zu begleichen, die gute Lady Laura kommt nicht gerade günstig daher aber … aber was will man anderes vom Adel erwarten 😉😀? Dafür hat sie Schick und Stil – und wir wollten es so. – Gott führt mitunter sehr besondere Wege: Meine Liebste schaut, einfach so, es war ihr danach, auf dem Friedhof vorbei, auf dem die Beerdigung stattfinden soll. Dann kann sie ihren Augen kaum trauen: der Steinmetz hat trotz korrekter Daten die falsche Grabstelle vorbereitet. Das ist ein Hammer! Über das Institut Gebauer kann sie noch rechtzeitig das Ruder umlegen und den Handwerker auf Kurs bringen. Was es nicht alles gibt. Verblüffend und kaum glaublich. – Ich stöbere in unseren Reiseunterlagen und es trifft mich hart: wir sollen statt, wie gedacht zwischen 15 und 18 Uhr, jetzt schon zwischen 12 und 15 Uhr in Passau sein. Das ist eine Herausforderung, die ich gar nicht mag. Merde. Uns steht eine kurze Nacht in Leipzig bevor und Stress auf der Straße. Kein schöner Urlaubsstart. Wir befehlen das unserem Gott an. ER wird es schon recht machen. – Der Abend ist normal schlicht und gut, es wird relativ spät aber der Schlaf tut was er soll. Okay.

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Laura von Grün

Mit nicht nur einem leicht feuchten Auge nehmen wir Abschied von Tiger, dem Guten und Teuren. Blank geputzt lassen wir ihn beim Autohaus zurück. Vier Jahre treue Dienste, eine imposante Lackierung und viele, viele elektronische Helferlein machten Reisen leichter. Jetzt trennen sich unsere Pfade. Mach’s gut, Alter! – Nebenan, mit einer oft schon gebrauchten Schleife auf der Haube wartet Laura von Grün auf uns, eine elektrische Prinzessin aus jungem tschechischem Adel 😉😀. Feierlich nehmen wir Kontakt auf und wagen uns vorsichtig mit ihr ins örtliche Straßennetz. Noch hat sie ein paar kleine Zicken, wilde Ideen phantasievoller Ingenieure, doch wir kommen uns schnell näher. Die Straßenlage ist einmalig, das Fahrgefühl schon jetzt prächtig. Daheim erforsche ich per YouTube ein paar ihrer exklusiven Details, melde mich als ihren Hauptansprechpartner an und tätige ein paar hoffentlich sinnvolle Einstellungen. Schön, endlich mal ein weibliches Gefährt einstellen zu können. Ich bin gespannt auf die Dinge die da kommen werden. Als ich meine Ehegefährtin als Mitnutzerin anmelden wollte hat die Stromlady erst einmal meine Handyverbindung gekappt. Okay, schlafen wir mal eine Nacht drüber 😀. – Im Fernsehen verfolge ich den Erzgebirgskrimi, einer der wenigen, die ich ganz gern sehe – die kaputten Typen, die die meisten Drehbuchautoren so lieben, vermisse ich hier überhaupt nicht. Mit einem weißen Fürsten stoßen wir auf Lady Laura von Grün an in der Hoffnung auf ein harmonisches Miteinander. Es wird normal spät und der Sekt scheint den Schlaf heute besonders zu motivieren. Auch gut.

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Ein-Auto-Erfahrung

Ein Auto, zwei Personen, dreieinhalb teilweise überlappende Termine entpuppt sich als eine interessante Erfahrung. Tiger steht nicht zur Verfügung, er wird morgen zurückgegeben und heute frischgestriegelt keinerlei Schadensrisiken mehr ausgesetzt. Isso! Also bringe ich mit Foxi meine terminlich Mitbetroffene in die Stadt, gebe einen Arztbrief ganz nebenbei ab, kutschiere nach Vorsfelde, lasse meine Treterchen pflegen, sause zurück in die Stadt, hole meine Lebenspartnerin ab und wir beschauen im Baumarkt einen Pavillon. Uff. Letzteres hätten wir uns sparen können, das Teil ist billig, im Preis, in der „Qualität“ und zweifelsohne ebenso in der Haltbarkeit. No never! Nach dem Lunch ein kurze Mittagspause, dann geht es ab zu meiner Männerrunde und wir quatschen drauf los. Okay. Kurz vorm Ende der ‚heute-Nachrichten‘ bin ich wieder zurück. Jetzt suche ich professionelle Faltpavillons im Internet und bestelle kurzentschlossen so ein Teil. Ob es zum Geburtstag tatsächlich eintrifft – Risiko live. Die zugesagte Lieferfrist von zwei Werktagen sehe ich durchaus kritisch. Mit einem Auge verfolge ich Barnaby bei einer bekannten Ermittlung, spare mir seine zweite und lese einen Krimi zur Entspannung. Es wird dabei ein klein wenig spät, irgendwann kommt der Schlaf samt Traumlast und ich finde irgendwie zur nötigen Ruhe. Es ist, wie es ist.

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