Bauchschmerzthema

Für ein paar Restfragen fahren wir heute noch einmal zu unserer neuen Bank. Die Kundenbetreuerin ist ausgesprochen freundlich, dazu fit in Verkaufstaktiken, betont das Vorteilhafte und erwähnt kritische Elemente nur so ganz nebenbei – das ist schon cool. – Nachmittags beschäftige ich mich intensiv mit einer Sondermitgliederstunde unserer Gemeinde. Es geht um ein moralisches Problem, das wir Christen gern mit geistlichen Inhalten verquicken. Die Moral unserer Nachbarn ist uns so wichtig, dass uns für die eigene nur wenig Zeit bleibt 😉🤔😇. Ich bilde mir ein vorläufiges Urteil und halte es entwurfsweise erst einmal fest. Ganz zufrieden bin ich damit jedoch nicht. – Während meine Liebste sich mit ihrem Team zum Dinner trifft werde ich zum Hauskreis abgeholt. Ich bin fest entschlossen das Sondermitgliederstundenthema außen vor zu lassen. Kaum sitzen wir wird dasselbe angesprochen. Am liebsten würde ich mich wieder verdrücken aber das bleibt einem Mitfahrer versagt. Natürlich sind wir geteilter Meinung aber welcher Meinung bin ich eigentlich? Und warum? In mir wächst ein Entschluss, der sich noch verfestigen müsste. Aber liege ich damit richtig vor Gott? Das bleibt offen. Wenig später stößt meine Dinnerdame ebenfalls zu uns. Glücklicherweise sprechen wir jetzt noch über eine Bibelstelle. Das ist sehr gut und tut mir wohl. Puh! Eigentlich wollen wir, die Uhr bewegt sich im hohen zweistelligen Bereich, mit den anderen aufbrechen aber wir kommen vom Hölzchen aufs Stöckchen und so wandern die Zeiger energisch auf den Tageswechsel zu. Ich staune über uns. – Daheim angekommen geht es nur mit Umwegen ins Seniorenbett. Es wird sehr spät. Sehr, sehr spät. Der Schlaf steht bereit, schlägt relativ schnell zu und vermittelt Tiefe. Na prima!

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Pfunde, Feier, Traubensaft

Während meine Allerliebste dem Turnen frönt, stehe ich in aller Ruhe auf, knabbere mein Knäckebrot, lese Zeitung und stärke meine Rückenmuskulatur. Ein Blick aufs Konto stärkt den Realitätssinn. – Später, nach dem Lunch, folgt – na, was denn schon? Der Mittagsschlaf, keine Frage! – Frisch und munter begeben wir uns danach zum Bibelgespräch am Nachmittag, sind spät dran und treffen auf eine große Runde Interessierter. Wir diskutieren über die anvertrauten Pfunde, dem historischen Umfeld des Gleichnisses, seiner Auslegung und Übertragung auf unsere Zeit. Very interesting. – Im Anschluss lassen wir uns von Foxi zu einer Geburtstagsfeier verfrachten. Ein total toller Abend mit einer hervorragenden Beköstigung erwartet uns. Ich bin überwältigt. Dazu gesellt sich bis in die Nacht hinein ein oberflächlich bis tiefschürfendes Männergespräch, daneben findet ein ebensolches Frauengespräch statt. Die nahezu automatische Geschlechtertrennung in solchen Runden fasziniert mich immer wieder neu, die Aufteilung dürfte wohl größtenteils an den unterschiedlichen Themenschwerpunkten liegen. Man kennt sich halt seit Jahrzehnten. Für eine Seniorenrunde endet das „Meeting“ gar nicht mal so früh und wir beschließen daheim den Tag mit medialen Elementen 😇. Der Schlaf überwältigt mich schnell, was möglicherweise am genossenen vergorenen Traubensaft liegen könnte. A guats Nächtle!

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Lauterbachscher Verkehrsvermehrungstest

Frohgemut gratulieren wir meinem Cousin zum Geburtstag – wie jedes Jahr nur diesmal per Telefon. Leise lächelnd, so stelle ich mir das vor, informiert er uns, dass er seit 61 Jahren erst am zwölften Geburtag hat. Ich bin erschüttert. Eine Selbstvertrauenswelt bricht in mir zusammen – wie konnte ich mich nur so irren und das schon immer!?!? Mea culpa. ☹️. – Ich tätige die erste Überweisung von unserem neuen Konto und sie flutscht richtig schön durch. Sehr gut! Inzwischen habe ich ja auch die Freistellungsaufträge der Höchstsumme entsprechend angepasst – was zwar mangels Zinseinnahmen völlig überflüssig ist aber ich will’s ja korrekt haben 😇. – Nach der traditionellen Mittagsruhe brechen wir zu einem Arzttermin in Wittingen auf, es ist kein Krankenhaustermin aber wir können so schon einmal die lauterbachschen Fernreisen zu zentralisierten Behandlungszentren ausprobieren. Niemals werde ich verstehen weshalb Krankenhäuser kostendeckend arbeiten sollen. Gesundheitsfürsorge ist eine der für mich wichtigsten Staatsaufgaben. Dafür könnte man endlich mal Steuern sinnvoll investieren. Aber auf mich hört ja keiner 😉😢😀. So ist das Leben. Immerhin kommen wir gut hin und zurück, nur der Tiger-Akku ist fast leer. – Am Abend lasse ich mich auf den Erzgebirgskrimi ein und werde nicht enttäuscht. Nettes Team. Jetzt noch ein bisschen lesen, dabei ein wenig meinem Restfrust frönen und sehr spät ins Seniorenbett schlüpfen. Die Nacht gestaltet sich dagegen recht ordentlich. Vielleicht sollte ich künftig jeden Abend einen kleinen Brandy konsumieren 😉. Ob das dem Schlaf dauerhaft auf die Sprünge helfen würde 🤔? Zweifel sind angebracht.

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Frustration ade!

Dieses neue Schlafverhalten nervt zur Aufstehzeit besonders. Dazu ergreift mich eine tiefe Niedergeschlageneheit. Der Frust steigt auf und wird in mir groß. Aber Bruder Paulus von Maria Laach ermuntert mich mit seinem Segenszuspruch. Eine Einladung zum nachmittäglichen Treffen baut mich weiter auf. Dazu fallen die notwendigen Routinearbeiten über mich her, die ich treulich abarbeite. – Nachmittags in der Gemeinschaft mit drei Freunden richtet mich unsere muntere Diskussion endgültig wieder auf. Unter anderem betrachten wir den Besuch des Nikodemus bei Jesus, die Frage des „von oben geboren seins“, auch Wiedergeburt genannt, aus sehr persönlicher Sicht. Erstaunlich wie individuell verschieden Gott uns begegnet ist – es gibt offensichtlich kein ‚Schema F‘ wie wir Menschen es gerne pflegen. Gott begegnet offensichtlich jedem so wie es für ihn am besten ist. Finde ich sehr gut. – Der Abend gehört dem guten alten Barnaby, jedenfalls mit seiner ersten uralten Folge, die zweite habe ich schon so oft gesehen und sie ist mir sowieso zu grausam. – Ein bisschen begleite ich Constable Evan aus Wales, schaue zwischendurch bei YouTube rein und suche mein Seniorenbett zur üblichen Zeit auf. Die Nacht kommt mir inzwischen allzu bekannt vor 😉. Werde ich mich je an diesen neuen „Rhythmus“ gewöhnen?

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Floskelfriedhof

Im Gottesdienst beschäftigen wir uns mit den Jüngern im Sturm auf dem See Genezareth. „Kein Grund zur Sorge“ ist das Motto der Predigt und genau darum geht es. Sehr schön. Im Anschluss lädt uns eine Freundin zum Lunch beim Griechen ein. Meine Portion ist nicht altersgerecht, ich muss vorzeitig kapitulieren. Es ist mir alles viel zu reichlich und ich bin knallrappelsatt. Mühsam schleppe ich mich zum Auto und nach Hause 😉😀. Erst gegen Mitternacht wird sich wieder so etwas wie Appetit einstellen. – Nach dem ausgiebigen Mittagsschlaf lauschen wir auf die Predigt aus Bremen – sehr ansprechend, übrigens. – Am Abend rezitieren die zwei Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl ihre Programme in einem sogenannten Duell. Ich meide diesen Floskelfriedhof und schaue mir lieber Urlaubsbilder an. Das tut mir gut. Im Anschluss lese ich nur die Zusammenfassung der phrasendreschenden Schauspielerei und bin dennoch voll informiert. Der Schweiger mimte den Angreifer und der Arrogante den Staatsmann. Na toll. Ich klopfe mir nachträglich auf die Schulter für meine Bilderschauwahl. Eins ist sicher, wenn ich wählen gehe, wähle ich ziemlich sicher die falsche Partei und wenn nicht sowieso. – Ansonsten wird es ein netter Abend, der mit einem demotivierten Schlaf endet. Auch das noch!

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Allein daheim

Zur besten Aufstehzeit verlässt mich meine Stufen-des-Lebens-Begeisterte zu einem dementsprechenden Tagesprogramm in unserer Gemeinde. Ich lasse es ruhig angehen, wickle alle morgendlichen „Verpflichtungen“ ruhig ab, tätige die anstehenden Überweisungen und versuche meine LSW-Rechnung herunterzuladen, doch das System kennt unsere E-Mail-Adresse angeblich nicht. Ein neuer Zugang lässt sich auch nicht anlegen. Mist. So erstelle ich, einfach so, meine Umsatzsteuererklärung und schicke dieselbe ab. Überall versickert unsere Knete. Seufz. – Ich bin allein und bereite mir ein einfaches aber schmackhaftes Mittagsmahl zu. Das ist okay so. – Nach der Mittagspause wird der Kachelofen gereinigt, das Brennholz für den Abend herbeigeschafft und meiner wieder einmal verpassten Gelegenheit für die Predigtvorbereitung nachgetrauert. So ist das Leben eben. – Ich höre interessiert dem Bericht über die Lebensstufen zum Thema Segen zu, es ist wohl ein interessantes Konzept (nur leider nicht für mich). – Der Abend plätschert ruhig dahin und der Schlaf frönt bei mir seinem neuen Spät-Einschlaf-Intervall-Konzept. Wenn es ihm Freude macht 🤔😠, dann ist das so.

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Gebühren treiben Kunden aus

Wir wechseln die Bankverbindung. Das ginge auch online problemlos, doch wir wollen das diesmal vor Ort durchziehen in einer noch existierenden Bankfiliale, die inzwischen ja schon Seltenheitswert haben. Zwei supernette junge Damen betreuen uns. Im Unterschied zu einer Behörde erhalten wir einen Kaffee und werden in großer Freundlichkeit betreut. Ich lerne, Bürokratie geht auch anders. Die Angelegenheit zieht sich etwas hin, weil eine der Damen offensichtlich ausgebildet oder eingearbeitet wird. So dauert manches etwas länger – aber Zeit haben wir mehr als die Damen. Das ist bei uns Privatiers so 😀. Doch schließlich ist das neue Konto eingerichtet, das alte gekündigt, mein iPhone sowie mein iPad haben korrekt angepasste Apps erhalten und wir können uns frohgemut heimwärts begeben. – Nachmittags experimentiere ich mit dem Konto herum, überweise einen Einstandsbetrag und versuche die neue Kontoverbindung meinem Bankingprogramm auf dem Notebook schmackhaft zu machen. Nach der üblichen Zickerei funktioniert es, wie die ganze Zeit erhofft, schließlich problemlos. Versuch macht halt kluch. – Der „Chefin“ im Zweiten gehe ich am Abend aus dem Weg, zappe ein wenig und lande schließlich doch bei Pater Brown. Danach das übliche Lesen und schon ist es wieder arg spät. Der Schlaf kommt und geht, wie ein alter Mann es inzwischen gut kennt.

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Saugen, aktualisieren und kündigen

Heute bin ich zum Staubsaugen in meiner Gemeinde. Ich höre dabei dem guten alten Parzany zu und bewundere seine Energie und sein Engagement trotz seines hohen Alters. Ein wahrhaftiger Zeuge Jesu. Respekt – ihm und seinem Herrn, der ihm die Kraft dazu gibt. – Daheim bringe ich die Internetseiten der Refos auf den neuesten Stand. Das dauert viel länger als ich dachte, eine Vakanz dort führt zu einer verwirrenden Vielfalt der Gottesdienste. Verblüffend, dass die Gemeinde damit klar kommt. Ich tue was möglich ist, um die Übersicht zu wahren. Das gelingt, meiner Meinung nach, recht gut. Prima. – Dann krame ich die Unterlagen für unseren morgigen Bankbesuch hervor. Schließlich muss auch dort alles seine Ordnung haben. Unser bisheriges Institut hat seine Gebühren in ebenso unverschämter Weise wie auch undurchschaubarer Begründung maßlos erhöht. Dem sollte ich zustimmen, nun gibt es stattdessen die Kündigung. Alles hat seine Grenzen, finde ich. Und tschüß.

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