Alter Zweifelkopf

Jeder Morgen nach solchen Nächten hat etwas sehr Gewöhnungsbedürftiges an sich. Das Problem ist: ich gewöhne mich nicht daran. Seufz. Also, auf zum Knäckebrot samt Kaffee, Zeitungen, Andacht, turnen in beliebiger Reihenfolge. Heute soll eine Anzahlung abgebucht werden aber es geschieht nicht. Auch gut. – Die Predigtvorbereitung am Nachmittag geht sehr gut von der Hand und ich komme gut voran. Das freut mich jetzt doch, denn die Zeit wird knapp, weil wir in der nächsten Woche ein paar Termine haben. Das Nachdenken und das Schreiben macht Spaß aber ob es inhaltlich etwas bringt bewegt mich Zweifelkopf gewaltig. In solchen Sachen quält mich immer eine Unsicherheit. Ich bin hier voll von Gott abhängig – das ist richtig. Aber ich weiß doch genau, dass er mir jedesmal beigestanden und geholfen hat. Warum zitter und zage ich? Da verstehe ich mich selbst nicht. Tja, so bin ich. Seufz. – Abends begleite ich die Chefin beim Ermitteln und Pater Brown mit einem halben Auge. Jetzt noch ein wenig lesen und ab aufs ins Seniorenlager.

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Öl auf der Straße

Nach der gewöhnungsbedürftigen Nacht fällt natürlich das 8-Uhr-Aufstehen voll ins Wasser. Meine Watch behauptet ich sei „schon“ um 2:30 Uhr eingeschlafen – wenn sie meint dann mag das so sein. Da ist es schön am Morgen etwas mehr Zeit zu haben. Danke! – Während der morgendlichen Routine heult auf einmal die Sirene los. Wenig später ist unsere Straße, quasi vor dem Küchenfenster, abgesperrt und links blinkt Blaulicht. Offenbar ist bei einem Container-LKW ein Hydraulikschlauch geplatzt und das Öl hat sich über die Straße ergossen. So ist nun unsere freiwillige Feuerwehr kräftig am Bindemittelstreuen. Sie machen das vollprofessionell. Toll. Leider ist es zum Schaulustigenspiel etwas zu kalt und ich halte nicht lange durch. Nach der Mittagspause sind LKW und Feuerwehr verschwunden dafür fährt ein Entsorgungsfahrzeug stundenlang hin und her. – Der Nachmittag gestaltet sich ähnlich wie am Vortag aber ich komme nur langsam dafür stetig voran. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen, sagt man – wie wahr. Seufz. – Gemütlich wird es am abendlichen Kaminfeuer und einer neuen Folge der Bestatterin. Solche Krimis mag ich wohl. Darauf folgt die übliche Abendgestaltung, ich bewundere unser neues geordertes Auto im Netz und lese bis die Augen zufallen. Der unterbrechungsreiche Schlaf scheint sich etablieren zu wollen. Gut ist das nicht.

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YouTubes Lore-Kurz-Storys

Meine Turnmeisterin absolviert ihre Übungen während ich mein Morgenritual durchziehe, das selbstverständlich meine Rückengymnastik beinhaltet. Das braucht Zeit. Dann geht es weiter mit meiner Predigtvorbereitung. Bevor ich mich versehe ist es aber schon wieder Zeit für Lunch. So ein Vormittag saust ganz schön schnell vorbei, keine neue Erkenntnis. Der Nachmittag bringt die Fortsetzung meiner Bemühungen und es zeichnet sich entfernt eine Kontur ab. Das ist schon mal etwas. Morgen will ich ab 8 Uhr einen Arbeitstag einlegen. Meine Liebste bezweifelt das, höchstwahrscheinlich weil sie mich kennt 😉. – Foxi lädt seinen Strom heute äußerst unwillig. Verzweifelt suche ich in den Apps nach Lösungen. Kaum lädt ein Auto gut, zeigt das andere Mängel. Ein Elend! – Es folgt ein gemischter Abend mit mancherlei Beschäftigungen. Ich setze mich probeweise drei oder vier herzzerrei0enden Erzählungen bei YouTube aus, so eine Art Lore Kurzromane hoch zwei, allesamt völlig aus der Luft gegriffen doch höchst bewegend, sozusagen glanzvoller Glitzerschrott. Was es nicht so alles gibt. – Dass es spät wird ist ja eigentlich inzwischen normal, doch dass der Schlaf erst gegen drei eingreift eher nicht. Was für eine Nacht! Sind das die Folgen der Mittagsruhe? Wer weiß? Könnte aber sein?

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Ausgabenflut

Heute bezahle ich eine lang offene Rechnung, weil das installierte Teil jetzt endlich wie gewünscht zu funktionieren scheint. Drei Tests waren erfolgreich und die Hoffnung etabliert sich, dass es auch künftig „fluppt“. Tiger erhält seine Restladung bis 80% Akkukapazität aus dem Photovoltaiküberschuss. Das freut mich ungemein. – Irgendwie nagt finanziell der Wurm an unserem Konto, unerwartete und erwartete Ausgaben trudeln ein als wenn sie sich abgesprochen hätten. Das ist weit entfernt davon schlimm zu sein aber es nervt dennoch. – Für unsere Flattermänner trifft der Nachschub ein. Per DPD wird ein Sack Sonnenblumenkerne geliefert. Ich verfrachte denselben in den Keller und fülle die Futterstellen auf. Guten Appetit gefiederte Freunde! – Im Laufe des Nachmittags fange ich endlich mit meinen Vorbereitungen an – vom Zweifel an mir selbst getragen. Doch es lässt sich wider Erwarten gut an. Das ermutigt. – Abends begleite ich Seenotretter auf ihrem Schiff und staune wie sich der kleine Kahn den Wellen entgegenstellt. Dieselben lassen ihn ganz schön tanzen – nichts für mich, denn die Nordsee ist eiskalt und das Wasser immer zu einem Guss bereit. Brrrr. – Das lobe ich mir meinen Seniorensessel in Kombination mit meinem Seniorenbett und steche allerhöchstens mit einem riesengroßen Kahn in See. Segeln mit einer erfahrenen Crew rund um eine sommerwarme kanarische oder karibische Insel geht auch in Ordnung aber kaltes Wasser 🥶🥶👎! Es wird selbstverständlich wieder spät und der Schlaf holpert mich durch die Nacht.

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Wilde Diskussionen

Noch ein letzter Schliff an meiner Meinung zum Gemeindeproblem, ein Vorwort in der E-Mail und ab geht das Ganze an die Gemeindeleitung. Ich habe fertig und bin mit mir und Gott im reinen, hoffe ich. Die Sonne scheint und Tiger lädt fast perfekt nur den Überschussstrom von der Photovoltaikanlage. Endlich scheint es wie geplant zu klappen! Toll! Ein Blick aufs Konto weist mir den finanziellen Weg der kommenden Tage. Die Rechnung der letzten Kreuzfahrt, Getränke und Ausflüge, wird fällig und die Anzahlung der übernächsten klopft an. Zahlen muss ich, doch das Fahren liegt allein in Gottes Hand. Das ist mir mehr als bewusst aber schön ist es doch sich so in Gottes Fürsorge zu wissen. Danke! – Nachmittags treffe ich mich wieder mit Freunden. Ein heiße Diskussion über das Gemeindeproblem entbrennt. Ein komisches Gefühl, wenn man mit seiner Sicht der Dinge allein bleibt. Andererseits teile ich ja vollkommen die theologische Beurteilung meiner Brüder aber nicht ihre Sicht auf die Ausgangslage. Während ich einen tiefen Sumpf sehe, sehen die Brüder im Glauben nur ein paar gefährliche Löcher, die man umgehen kann. Logischerweise ergeben sich daraus unterschiedliche Folgerungen. Gemeindeleben ist nicht halt nicht immer ein Zuckerschlecken. Ich werde in meiner Überzeugung bestärkt keinesfalls die nächste Gemeindeversammlung zu besuchen. Die Argumente, für und wider, sind mir inzwischen weitestgehend bekannt und ein Kompromiss für mich nicht in Sicht. Super-Seufz. Unser Meeting zu viert ist aber ansonsten recht mutmachend und aufbauend. Gut so. – Abends lassen mich der Polizeiruf 110 und ein wenig Barnaby, kombiniert mir Evan Evan aus Wales der Entspannung frönen. Der Überblick beim Zappen geht mir inzwischen leichter verloren als früher. Alterserscheinung? Konzentrationsschwäche? Lustlosigkeit? Wer weiß das schon. Es wird natürlich wieder spät aber der Schlaf macht einen guten Job. Prima.

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Durchblick für mich

Der Gottesdienst richtet mich wieder auf. Es geht um Hoffnung. Das tut mir gut. Heute bin ich gesprächsmäßig nicht so toll aufgelegt. Kenne ich schon 😀. – Während der Mittagsruhe kommen mir echt gute Gedanken zur Gemeindeproblematik. Jetzt blicke ich für mich endlich durch. Selbige halte ich fest und bin frohen Mutes, dass das genau meine Sicht der Dinge widerspiegelt, selbst wenn andere es anders sehen sollten. Gott wirkt vielerlei in einer Gemeinde und ob wir je eines Sinnes sein werden wenn es vorrangig im moralische Fragen geht, bezweifle ich stark. – Abends lese ich ein wenig und informiere mich nebenbei über dies und das. Irgendwie wird es dennoch spät. Dann ist das so. Alles wird gut.

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Flasche leer

Aber heute geht es los. Heute ist die Predigt dran, denn meine Mitbewohnerin ist unterwegs auf den Stufen des Lebens. Frühstück, Andacht und so weiter, natürlich Gymnastik, während der Kaffeevollautomat sich reinigt und schwups ist es Zeit fürs Mittagessen. Auf den Herd damit, erwärmen und schon mundet mir ein superköstlicher Kohleintopf. Danach harrt die Wäsche auf ihre Vorbereitung zur Schrankfertigkeit. So geht die Zeit dahin und wieder fallen meine Predigtgedanken unter den Tisch. Seufz. Ob ich sie je freilassen kann? Ich hatte noch nie solche Probleme – Rolf schwach wie Flasche leer. Wird das böse enden? Ich hoffe nicht. – Abends erfreut mich ein prächtiges Kaminfeuerchen, insbesondere seine wohlige Wärme. O, wie schön! – Ich nähre mich von den reichlichen Überbleibseln der „Stufen“. Dort hatten wohl drei oder vier Frauen die gleichen Ideen fürs Lunchangebot. Da bleibt dann schon was über. Gut für mich. Ebensowenig wie umtriebige Naturen mich nicht verstehen, verstehe ich nicht wie es einen bei dieser Kälte von zu Hause wegtreiben kann. Ich bin ein kamintreuer Leseonkel und werde es wohl bleiben – ein paar ereignisreiche Kreuzfahrten im Jahr vorausgesetzt. So streicht die Zeit an mir vorbei bis ich den Ruf meines Seniorenlagers erhöre. Der Schlaf ist trotz altersbedingter Pausen tief genug, wenn auch insgesamt zu kurz. Dann ist das so. Gähn.

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Moral trifft Liebe

Ein Tag ohne Termine ist ein Geschenk nicht nur für Pensionisten! Dennoch ist unser Tagesablauf doch recht umfassend geregelt. Allein die Morgenandacht, das Zeitungslesen und die Rückengymnastik blockieren manche Stunde. Es liegt natürlich an uns was wir wann praktizieren. Nach dem gestrigen Hauskreis und einer anfangs gedankenstarken Nacht überarbeite ich meine Aufstellung zur Gemeindeproblematik noch einmal. Das Ergebnis befriedigt mich ebensowenig. Während mir die erste Fassung die Moral zu hoch wertet, kommt dieselbe mir jetzt zu unbedeutend vor. Ich elender Mensch wann werde ich endlich mal klar sehen? Seufz. – Die neue Girocard zum neuen Konto trifft heute ein. Sie ist zusätzlich eine Visa-Debit-Kreditkarte, sehr schön. Ihre Daten muss ich erst einmal notieren und abrufbar sichern. Damit bin ich so am Wirbeln, dass ich meine Predigtvorbereitung erneut verschiebe. Ich bin diesbezüglich offensichtlich enorm blockiert. Seltsam. – Dann erfahre ich, dass es meiner großen Schwester schlecht geht. Das schockt und hindert mich noch mehr. Erfreulicherweise verbessert sich der gesundheitliche Zustand im Laufe des Abends. Puh! Danke, HERR! – Abends begleite ich virtuell die Chefin und Pater Brown, außerdem Evan Evan mit meinen lesenden Augen. Kurz vor meinem Meeting mit dem Schlaf lasse ich mich per YouTube in miese und tolle Businessclass- bzw. Economyclass-Flüge versetzen. Dann noch das Abendgebet aus Maria Laach und ich mache mich auf zur Begegnung mit dem Schlaf. Dieselbe fällt gar nicht mal schlecht aus. Fein.

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