Trumpereien und ein Geburtstag

Der Tag nimmt seinen normalen Anfang – der „Glanz“ des Wochenendes verblasst, wenn jeder Tag quasi Wochenende ist. Wir füttern Tiger mit Strom, ich repariere einen Campingstuhl und weiß deshalb endlich wozu die gefundene Schraubenmutter diente. Sie war vom Stuhl abgefallen. No sowas?!? – Die Generalprobe für die Predigt nimmt ihren Lauf mit ein paar kleinen Ergänzungen. Das flaue Gefühl im Magen nimmt zu. Werde ich je mit einer Bibelstundenvorbereitung oder einer Predigt zufrieden sein? Wohl eher nicht, das ist, schätze ich, eine Mentalitäts- bzw. Charakterfrage. Seufz. Dann „komme, was da kommen soll und komme was da mag“. So isses. – Eigentlich will ich nur zur Teestunde zum Geburtstag einer Freundin gehen aber dann werde ich am Nachmittag so müde, es zieht mich ins Bett, so dass ich die Gratulation auf den Abend verschiebe. Heute meide ich mal den Alkohol und stelle beim Abschied fest, dass Abstinenz auf einer Fete durchaus Vorteile hat. Ein klarer Kopf ist eben nicht zu verachten. – Daheim informiere ich mich noch über die neuesten Kapriolen des amerikanischen Präsidenten und seiner Chaostruppe. Faszinierend, wenn es nicht so erschreckend wäre. Gruselig, ein Gefühl als wenn in einer frommen Kirche mit einem Mal Geisterbeschwörer, Zauberer und Bauernfänger die Macht übernommen hätten. Ich werde die US-Bürger wohl nie verstehen – wird wohl auf Gegenseitigkeit beruhen. Ziemlich müde geht es ins Seniorenbett zu einem guten aber unterbrechungsreifen Schlaf mit dem Highlight, dass Gott nach einem Gebet alle Herumzagerei wegen der morgigen Predigt mit einem Mal abschaltet. Danke!

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Beerdigung Nummer 2

Wir können in aller Ruhe die morgendlichen Routinen „abwickeln“. Dann geht es mit Foxi nach Fallersleben um Abschied vom Schwiegervater meines Neffen zu nehmen. Es ist eine würdevolle Trauerfeier und Bestattung. Ich habe Bedenken am Trauerkaffee teilzunehmen, weil wir den Verstorbenen nur oberflächlich kannten. Ich tue mich eben sehr schwer im Kontakt mit völlig fremden Menschen, die sich allesamt untereinander kennen. Da entfaltet sich meine Kontaktscheu immer in erschreckender Weise. Nun ja, im Alter ist das zwar ein bisschen besser geworden – doch die Lebenserfahrung prägt mich vorher viel zu stark. – Das Mittagsschläfchen beginnt später und endet entsprechend. – Der Nachmittag beschert mir kleinere Bankgeschäfte; ich hole mühevoll Tagebucheinträge nach und prüfe so mein Erinnerungsvermögen. – In den USA beschimpft Donald den Wladimir, weil letzterer sein Land nicht dem russischen Nachbarn überlassen will. Hat der SWR oder der FSB jetzt eine Filiale im Weißen Haus? Wer mag da wohl der Filialleiter sein? Die Welt wird immer verrückter. – Abends wird die Chefin endlich durch den Staatsanwalt ersetzt und im Anschluss holen wir die Soko Wismar von Mittwoch nach. Deutlich später geht es ins Seniorenbett und ich treffen einen mir freundlich gesonnenen Schlaf. Sehr gut!

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Adieu Tante Rosi

Frühmorgens steht meinen beiden Mitreisenden der Sinn nach Frühstück. Wenn sie meinen. Mir ist mehr am Ausschlafen gelegen. Jedem das Seine. Das Hotelfrühstück ist finanziell gesehen ungenießbar aber zum nächsten Bäcker ist es nicht weit. Ich lasse mir derweil Zeit mit dem Wachwerden, beschränke mich auf eine Tasse löslichen Kaffees, denn ich bin noch satt von gestern. Irgendwann treffen meine zwei Mitfahrer auch wieder ein, in aller Ruhe nehmen wir unsere Reisetaschen, die Geschenktasche von gestern und ab geht es Richtung Friedhof. Das Navi führt uns bestens zum Ziel und wir begeben uns zur Kapelle. Dort treffen wir mit alten Bekannten zusammen, die ich alle nicht erkenne. Mein Gedächtnis ist offensichtlich arg lückenhaft. Erschreckend. Die Trauerfeier ist schlicht aber gut, der Weg zur Grabstätte feucht und die Luft frostig. Im Anschluss wärmen wir uns beim Griechen auf und werden freundlichst bewirtet. Ich genieße sogar ein Mythos, ein original griechisches Bier. Pappsatt machen wir uns auf den Heimweg. Doch vorher gilt es den Akku zu füllen und der ist kalt und träge, kommt kaum über 50 kW Ladeleistung. Geduld tut euch not, liebe Reisende. Seufz. So kommen wir erst spät mit 17% Akkustand zu Hause an. – Gleich nach dem Auspacken saust meine Liebste zur Gemeinde, die sich heute trifft um am besagten Elefanten zu basteln. Ohne mich, kämpft gegen Windmühlenflügel so lange und so oft wie ihr wollt. Da ist mir ein uralter Münster-Tatort lieber, ein schöner Rosé dazu und zufrieden ist der Laube. Nein, ich will mich nicht aufregen, cool bleiben, alter Junge und durchatmen. Bewegt bin ich von den Erinnerungsstücken an Tante und Onkel. – Gott sein Dank verläuft die Sitzung in der Gemeinde recht friedlich, wie meine Engagierte mir später berichtet. Ja, Gott erhört Gebet! – Den restlichen Abend staune ich über Kanadas geplante Reaktionen auf Trumps Zollattacke und neue Handelsperspektiven mit Europa. Der Schlaf fällt bald drauf tief und fest aus. Endlich mal wieder!

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Leipzig

Am Vormittag turnen meine Allerliebste und ich um die Wette – wenn auch nicht am gleichen Ort. Ich packe meinen Technikrucksack, plane meine Bekleidung zur Trauerfeier und mit einer Stunde Verspätung gegenüber unserer Planung fahren wir los, holen meine Schwester ab und starten Richtung Leipzig. Zwischendurch legen wir einen Ladestopp ein, denn das Wetter ist arg akkufeindlich. Es ist kalt, Regenschauer spielen sich zeitweise als Nebelschwaden auf, werden spontan von sonnigen Abschnitten abgelöst, um am Ziel wieder loszulegen. Dennoch kommen wir sehr gut durch, finden gegenüber dem Hotel einen freien Parkplatz (Gott sei Dank!!!) und werden von einer superfreundlichen Rezeptionistin empfangen, eingewiesen und betreut. Starker Service. Die Zimmer sind perfekt. Nach einer kurzen Ruhepause zieht es uns in die Leipziger City, per Straßenbahn natürlich, denn ÖPNV-Tickets gibt es zur Buchung dazu. Es ist kühl und feucht, das Bummeln bereitet uns somit keinerlei Vergnügen, schnell erliegen wir den Verlockungen eines Heizofens vor unserer „Stammkneipe“ Mephisto in der Mädler-Passage. Ich genieße endlich mal wieder einen perfekten Mojito bei dem alles stimmt. Klasse! Schön durchgewärmt absolvieren wir die letzten Schritte zum Brauhaus, das sich als Pizzeria tarnt und treffen meinen Cousin samt Ehegattin. Ein unterhaltsamer Abend nimmt seinen Lauf. Das Weizenbier ist allererste Sahne 😉, während die Wurst auf meiner Pizza einen leichten frostertypischen Nachgeschmack hat. Ansonsten ist sie aber okay nur viel zu groß. Beim Aufbruch erfahren wir, dass wir eingeladen waren – ich atme auf, denn „eingeladen macht nicht dick“, wie man weiß 😀. Außerdem schenken uns die zwei Gastgeber als Andenken an Onkel und Tante eine Weihnachtskrippe und einen großen Nussknacker. Ich bin sprachlos. Zurück im Hotel falle ich ins Bett und verbringe eine interessante Nacht.

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Unruhige Gedanken

Wesentlich sind heute nur zwei Dinge. Ich möchte meine Predigt redaktionell durchsehen, Formulierungen vereinfachen und sie mir einfach mal vorlesen, um zu sehen wie mir die Worte aus dem Mund fließen und wo Stolpersteine versteckt sind. Außerdem müssen wir unsere Reisetaschen für eine Fahrt samt Übernachtung packen. So geht der Tag dahin, meine Gedanken schweifen oft zu meiner Gemeinde ab, die sich schwer bemüht aus einer Mücke einen Elefanten zu basteln. Das macht mir viel Kummer und Sorgen – aber warum sollte auch alles immer glatt laufen? Das schaffen wir Menschen meistens nicht😉🤔😠, schade genau genommen. Für mich Spätberufenen 😇 klingt es so, als wollten meine geliebten Glaubensgeschwister die Moral der sechziger Jahre mit aller Kraft wiederbeleben. So eine mühsame, nutz- und sinnlose Kraftvergeudung. Genau genommen dreht sich die Diskussion um die Bedeutung eines altgriechischen Wortes, das unterschiedlich übersetzt wird aber im traditionellen Glaubensumfeld in seiner weitesten Form verstanden werden will. Die Konzentration auf mögliches sexuelles Fehlverhalten und das völlige Desinteresse an Geiz, Gier und Habsucht schockiert mich immer wieder, weil man sich doch so bibeltreu präsentiert. Egal, ich weigere mich auch nur eine Hand zu rühren um ein dreivierteltotes Pferd zu satteln. – Es wird normal spät und die Nacht entwickelt sich halbwegs normal. Nun denn, dann ist das so.

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Habe fertig

Nach dem Morgensegen von Bruder Paulus folgt der Jubel über die 4,9x% des BSW. Der Tag fängt gut an. Dass die SPD für eine Koalition unentbehrlich ist, ist ein Wermutstropfen, denn es täte ihr und dem Land gut, wenn sie sich in der Opposition neu aufstellen könnte. Entsetzlich ist das Ergebnis der AfD, vor allem in Ostdeutschland. Leben da nur Nazis? Wie stellen sich die Jungs und Mädels eine Exportwirtschaft ohne Euro vor mit unterschiedlichsten Normen, Maßen und Vorschriften in jedem Land anders? Zugegeben, die EU produziert manches Überflüssige aber Heerscharen von Bürokraten in 27 unterschiedlichen Ländern? Programmiertes Chaos. Großbritannien geht uns dabei ja munter voran. – Andererseits ist das ja alles Wurscht, denn in Washington reagiert sich ein Egoist ab, der um Moskau scharwenzelt und einem lächelnden strauchelnden Usurpator wieder auf die Beine hilft, wenn der mit ihm die Beute teilt. Schauderhaft, erinnert an die ärgsten Kolonialzeiten. – Genug geärgert, auf zum Endspurt mit der Predigt. Ich lasse mein Männertreffen sausen (allerschwersten Herzens) und konzentriere mich auf die Arbeit. Tatsächlich bin ich kurz vor sieben fertig. Danke, danke, danke lieber Jesus! Morgen und Samstag habe ich Zeit für redaktionelle Verbesserungen übrig und dann naht schon der Sonntag – eine halbe Stunde reden. Da kommt etwas auf mich zu. – Barnaby am Abend kenne ich schon (fast auswendig), anderes mag ich ebenfalls nicht und so youtube ich mich durch die Nacht. Es wird nicht ganz so spät und diesmal ist der Schlaf gut auf zack. Das tut wohl.

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Bundestagswahl

Aus dem Bett springen, ein etwas ausgiebigeres Sonntagsfrühstück genießen und dann auf zur Gemeinde. Dort bin ich zu meiner eigenen Überraschung unwahrscheinlich gut drauf – warum auch immer. Die Moderation geht wie von selbst von der Hand – ich bin locker wie selten. Stark, ich staune über mich selbst. DANKE! Die Predigt über die Jahreslosung ist inspirierend. – Nach dem Gottesdienst geht es zur Wahl. Dort treffen wir „die halbe Gemeinde 😉😀“ wieder. Zwei Kreuze sind schnell gemacht und das dritte mache ich im Geiste. – Auf kurze Nächte folgt oft ein langes Mittagsschläfchen, das wiederum eine kurze Nachtruhe nach sich ziehen könnte – ein endloser Kreislauf. – Nachmittags lasse ich die Predigt aus Bremen an mir vorbeirauschen. Ganz nett. – Punkt 18 Uhr kommt die Prognose zur Wahl, zwanzig Minuten später die erste Hochrechnung. Danach liegen sowohl die FDP wie das BSW bei 5%. Ich schaue ein wenig traurig drein. Im Laufe des Abends verschwindet erst die FDP aus dem neuen Bundestag 👍 und kurz vor dem Morgen das BSW 🥂. Am allermeisten wundert mich das Erstaunen der SPD über ihr mieses Ergebnis. Mit dem Scholzklotz am Bein ist das noch ein Spitzenwert😉. Wie kann man nur einen der unbeliebtesten Politiker zum Spitzenkandidaten machen? Hätte Merz nicht so ein pralles Eigentor geschossen, wäre es wohl noch übler für die Sozen ausgegangen. Wir jedenfalls feiern das Ausscheiden der FDP mit einem Fläschchen Traubensaft, schwer vergoren. Ich mag die Liberalen eigentlich aber meckernde Stänkerer kann ich nun einmal nicht ab. Selbstverständlich wird es spät und der Schlaf fällt unterbrechungsreif aber tief aus.

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Vorbereitungen

Es wartet ein arbeitsreicher Tag auf mich. Morgen obliegt mir die Moderation, die einige Vorbereitung erfordert. Dieselbe geht bestens von der Hand. Danke, lieber HERR! – Nachmittags stürze ich mich wieder auf die Predigt und komme ein wenig voran. Es wird sehr deutlich, dass ich dabei absoluter Laie bin. Profis würden wohl über meinen Zeitaufwand schmunzeln aber ich kann nicht schneller 🤔😢. So fließt viel Zeit in die Überarbeitung bereits „fertiger“ Passagen und nur allmählich wächst ‚det Janze‘. Der Abend ist ruhig und friedlich. Ich atme durch und auf. Es wird spät.

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