Philosophische Diskurse

Mich beschäftigt das Anliegen mancher Mitchristen meiner Gemeinde beim Singen, Lobpreis wie man es nennt, aufzustehen. Inzwischen festigt sich für mich(!!!) eher die gegenteilige Erkenntnis. Wenn wir schon beim Wort Gottes, Lesung und Verkündigung, sitzen bleiben, beides hat für mich die höchste Bedeutung im Gottesdienst, weshalb sollte ich dann beim Singen aufstehen? Mich irritiert, dass viele Lieder fast allein durch ihre Melodie eine starke emotionale Wirkung hervorrufen. Der Glaube kommt, wieder betont für mich, aus dem verkündigten Wort. Sola scriptura nicht sola musica. Die Musik, in welcher Form auch immer, hat einen unterstützenden Charakter. Ein Glaube, der zu stark auf einer emotionalen Ausstrahlung gründet, ist in Gefahr zu wanken, wenn die Emotion ausbleibt. Das gilt für mich, andere mögen es gern anders sehen. Hauptsache sie bleiben bei Jesus. Ach ja, ich stehe gern zum Singen vor dem Segen auf – mir tut es gut, wenn er tief bewegt empfangen wird 😇😀. Glaube ist eben einerseits kompliziert und andererseits straight. – Der Feiertag tröpfelt so dahin, ich staune über die Bewunderung vieler in den östlichen Landesteilen wohnender Mitmenschen, die die imperialen Eroberungsgelüste mit Wohlwollen verfolgen. Sie schert offensichtlich wenig, dass dabei tausende junge Leute ihr Leben lassen müssen. Im Osten scheint es viel Bewunderung für das russische Terrorregime mit brutaler Polizeigewalt, Arbeitslagern und politischer Justiz zu geben. Krass. Oder steht das eigene Wohlleben einfach nur über dem Überleben ferner Völker? Das bedrückt mich. – Ein Bericht aus Weimar, danach im Osten beheimate Mitbürger, die sich im Sinne linksliberaler Fernsehschaffender ihr Leben daselbst aufbauen und schließlich Barnaby prägen meinen Fernsehabend. Ja, ich sehe eigentlich zu viel in den Flatscreen, Alternativen wie Kino oder Theater bereiten mir kaum Vergnügen – ich bin zu alt für moderne Filme oder Stücke. Mit wachsenden Jahren ätzen mich abgedrehte Plots oder spinnerte Regie-Ideen nur noch an (übrigens liegt darin auch meine Chance den TV-Konsum zu reduzieren 😉). Es wird spät.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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