Sonderregeln, Stammesgötter und Jahwe

Die selbsternannten Querdenker kann ich überhaupt nicht ab, weil sie zwar quer sind aber nicht denken. Doch eins haben sie klar erkannt, die Pandemievorsorge schränkt in hohem Maße Grundrechte ein. Das ist nötig, solange es hilft. Heute lese ich etwas von „Sonderregeln für Geimpfte“ – wie bitte? Es geht in der Diskussion nicht um Sonderregeln, sondern um die Herstellung der Normalität. Wie kann ich einem Menschen dieselbe verweigern wenn sicher ist, dass von ihm weder eine Gefahr ausgeht, noch er selbst gefährdet ist? Der Gleichheitssatz zieht hier nicht, da es zwischen ihm und den Nichtgeimpften eine wesentlich Ungleichheit gibt: er ist harmlos im Sinne der Pandemie, die Nichtgeimpften eben nicht. Einzig und allein ist zu klären, ob ersterer mit Impfung selbst geschützt und nicht ansteckend ist. Ist das so können ihm seine Grundrechte nicht vorenthalten werden, selbst wenn viele auf ihn neidisch sind. Neid ist kein Rechtsgrund, soweit ich weiß. Ohne Rechtsgrund keine Sanktion. So einfach ist das. – Heute wird mir wieder klar, dass es für das Bibelverständnis grundlegend darauf ankommt welches Gottesbild ich habe. Fußt die jüdische Religion, also unsere Wurzel, auf Stammesgöttern Abrahams, die unter Mose zu Jahwe geformt wurden oder hat sich dort derselbe Gott von Anfang an vorgestellt? Es geht um nichts weniger als die Frage ob Gott eine menschliche Vorstellung ist oder umfasst er unseren ganzen Lebensbereich als sein Schöpfer, der seinen Geschöpfen gegenübertritt? Ein gravierender Unterschied und schwere Kost. Jedes historische Fundstück erfährt durch diese Grundeinstellung eine unterschiedliche Zuordnung, deren Wahrhaftigkeit sich erst erweist wenn feststeht ob es einen Gott gibt oder nicht. Ein hierorts unlösbarer Konflikt und zu schwer für einen alten Mann. Der wiederum flieht nach England in einen Krimi. Und tschüss – es wird spät, sehr spät.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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