Umgetrieben, zerrissen, entscheidungsbefreit

Unser Kaffeeautomat verlangt seit Tagen nach einer Grundreinigung. Heute ist er dran. Die Brüheinheit hätte ich wohl schon früher putzen sollen. Dieses Mal sind wirklich arg viel Kaffeemehlreste an vielerlei schwer zugänglichen Stellen zu erspähen. Da bewähren sich Q-Tips, die verrufenen Wattestäbchen. Was der Lappen nicht erwischt entfernen sie. Gut so. Jetzt die Tropfschale säubernd entleeren, eine Entkalkungstablette im Wasserbehälter auflösen und so weiter, und so weiter … Eine sehr gute Stunde später ist die Prozedur endlich überstanden. Was für ein Aufstand! So kann man auch seinen Vormittag verbringen. – Meine alte Realschulklasse trifft sich wieder. Möglicherweise letztmalig. Eigentlich hatte ich mich aus diesen Meetings ausgeklinkt, denn meist fand ich mich etwas abseits in einer gesprächsbefreiten Ecke wieder. Das muss ich nicht haben. Die Anfrage zu diesem eventuellen Abschlusstreffen dennoch zu kommen treibt mich um. Soll ich, will ich, möchte ich nicht oder was? Völlig entscheidungsschwach sinniere ich vor mich hin. Die Führung durchs Theater reizt mich schon und der Abschluss im Ferdinands verheißt eine wohlfeile Verköstigung. Ist das viele Schweigeminuten wert? Er reißt mich hin und her. Also fliehe ich wieder ins tödliche Paradies, lasse den karibischen Wind mir um die Ohren wehen und beobachte das – bis auf den Kommissar – sommerlich gekleidete Team. Ein sommersonnenverheißender Rosé begleitet mich dabei. Prachtvoll. So sinke ich leicht beschwingt dem Schlaf in die Arme.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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