Verhüllen und verkleiden

500-Jahrfeier der Reformation. Ich höre einen Gottesdienst zu, schaue voller Interesse einen Fernsehfilm zu diesem Thema und luge nach Mitternacht in den bekannten Lutherfilm hinein, bis mir die Augen zufallen. Erst reißt die Reformation die mühsam konstruierten kirchlichen Hüllen von der Bibel, dann arbeitet die evangelische Geistlichkeit an neuen Hüllen, um Gottes Wort in ihrem Sinne zu verschleiern (Priestertum aller Gläubigen geht ja gar nicht). Die einfachen Erkenntnisse Luthers zum Glauben (was steht in der Bibel geschrieben) werden mit professoralen Bedenklichkeiten beschwert (Wunder? Jungfrauengeburt? Opfer für unsere Sünden? Auferstehung? – das kann alles nicht sein und ist eher symbolisch gemeint) und ihre eigenen mageren „Erkenntnisse“ (Gott ist Liebe und keinesfalls Richter) in den Fokus gerückt. Schade. – Glücklicherweise belästigen uns heute keine verführten Halloweenkinder. Ich mag Kinder sehr gern, akzeptiere durchaus ihre Lust am Verkleiden und die Jagd nach Süßigkeiten. Weshalb man sich dazu gruselig ausstaffieren muss, erschließt sich mir nicht, wäre aber zur Not akzeptabel. Keinesfalls dagegen das erpresserische Gebaren der Kids. Ja, ich gebe gern Süßes weiter aber erpressen lasse ich mich nicht dazu. Da bin ich total empfindlich. Wer freundlich fragt mit dem teile ich gerne, wer erpresst geht leer aus. So sollte es immer im Leben sein.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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